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Stichwahl in Frankreich: Sarkozy wildert in Le Pens Revier

REUTERSUm den Sozialisten Hollande noch schlagen zu können, braucht Sarkozy in der Stichwahl die Stimmen aus dem rechtsextremen Lager. Dafür geht der Präsident auf Stimmenfang beim Front National, mit den Parolen von Marine Le Pen. Der Erfolg ist fraglich.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829489,00.html
  1. #1

    Ich will es mal so sagen...

    Um den Konservativen Sarkozy noch schlagen zu können, braucht Hollande in der Stichwahl die Stimmen aus dem extrem linken Lager. Dafür geht der Herausforderer auf Stimmenfang bei der Linksfront, mit den Parolen von Jean-Luc Mélenchon. Der Erfolg ist möglich.
  2. #2

    Frankreich...

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Um den Konservativen Sarkozy noch schlagen zu können, braucht Hollande in der Stichwahl die Stimmen aus dem extrem linken Lager. Dafür geht der Herausforderer auf Stimmenfang bei der Linksfront, mit den Parolen von Jean-Luc Mélenchon. Der Erfolg ist möglich.
    Im Prinzip könnte ich Ihnen ja zustimmen, nur so einfach ist es nicht. Hollande wird natürlich im linken Lager fischen und die Wähler der französischen Grünen und Linken werden natürlich mehrheitlich Hollande wählen; auch um nur ein Sarkozy II zu verhindern. Allerdings, die Wähler von Marie Le Pen sind keineswegs mit den Wählern manch anderer rechten Parteien in Europa, der FPÖ oder gar der NPD zu vergleichen. Im wesentlichen handelt es sich oftmals um Wähler, die ein anderes Europa, mehr Staat(mit staatlichen Leistungen), einen starken Staat wollen und bsw. den Euro aus verschiedenen Gründen ablehnen. Von ihrer Denkweise und von der sozialen Herkunft her könnten es ruhig auch linke Wähler sein. Meines Wissens hat der FN gerade unter den Arbeitern und Kleinbürgern sehr stark abgeschnitten. Das Rechts-Links-Muster gilt also für Frankreich nur sehr bedingt. Italien hat bei allen Unterschieden teilweise eine ähnliche 'soziale' Rechte. Da für die Rechte Frankreichs Sarkozy das absolute Feindbild ist und man ihn daher kaum irgendwie unterstützen wird, könnten sich viele FN-Wähler für Hollande entscheiden...
    Sarkozy muß natürlich dort fischen; wo denn sonst auch...?
    Ich favorisiere für den zweiten Wahlgang Hollande. Aber leicht wird er es nicht haben...

    Schian Gruaß...
  3. #3

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Um den Konservativen Sarkozy noch schlagen zu können, braucht Hollande in der Stichwahl die Stimmen aus dem extrem linken Lager. Dafür geht der Herausforderer auf Stimmenfang bei der Linksfront, mit den Parolen von Jean-Luc Mélenchon. Der Erfolg ist möglich.
    Das ist zu hoffen. Denn besser von Menschen gewählt werden, die für mehr soziale Gerechtigkeit sind, als von Rassisten, die der rechtsextremen FN ihre Stimme gegeben haben.
  4. #4

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Um den Konservativen Sarkozy noch schlagen zu können, braucht Hollande in der Stichwahl die Stimmen aus dem extrem linken Lager. Dafür geht der Herausforderer auf Stimmenfang bei der Linksfront, mit den Parolen von Jean-Luc Mélenchon.
    Wieso bin ich überhaupt nicht überrascht?
    grübel...
  5. #5

    Nach den Ergebnissen vom Sonntag wird es nur einen Sieger geben und das ziemlich klar: Sarkozy! Gefällt mir zwar persönlich nicht aber ist so. Wieso soll ein liberaler (Bayrou) oder rechter (Le Pen) Wähler sozialistisch wählen? Bestenfalls bleiben die doch zu Hause aber auch da werden wie meisten zur Wahl gehen und schlicht konservativ wählen. Die Medien wollen jetzt Spannung herbeireden aber das ist Unsinn. War letztens bei der OB Wahl in Frankfurt auch so. Nach der ersten Wahl war klar, so überraschend das Ergebnis auch war, der SPD Kandidat wird es machen. Weil SPD Gruene Linken Piraten stimmen das einfach logisch hergaben. Habe drauf gewettet mit Freunden und klar gewonnen. Würde auch jetzt Wetten annehmen auf Sarkozy
  6. #6

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    ...Meines Wissens hat der FN gerade unter den Arbeitern und Kleinbürgern sehr stark abgeschnitten. Das Rechts-Links-Muster gilt also für Frankreich nur sehr bedingt. Italien hat bei allen Unterschieden teilweise eine ähnliche 'soziale' Rechte. Da für die Rechte Frankreichs Sarkozy das absolute Feindbild ist und man ihn daher kaum irgendwie unterstützen wird, könnten sich viele FN-Wähler für Hollande entscheiden.....
    Wenn man davon ausgeht, dass die Wähler Mélenchons und Jolys nahezu geschlossen Hollande wählen und dass sich die Stimmen für Bayrou ungefähr gleichmässig auf Sarkozy, Hollande und Wahlabstinenz verteilen werden, dann hat Hollande einen Vorsprung von um die 13%. Sarkozy müsste also mehr als 2/3 der LePen-Stimmen an sich ziehen, und dabei dürfte dann noch kein LePen-Wähler aus dem ersten Wahlgang im zweiten Hollande wählen. Ein LePen-Wähler, der Sarkozy verhindern will, braucht unter diesen Umständen also nur der Wahl fernzubleiben und muss Hollande nicht einmal wählen. Und mindestens das werden auch genügend LePen-Wähler tun.

    Die tagesaktuelle Umfrage hat Hollande mit 55:45 vorne, und wenn nicht noch zwei Tage vor dem zweiten Wahlgang ein Gewaltverbrechen mit islamistischem Hintergrund arrangiert wird, dann kann und wird für Hollande tatsächlich kaum noch etwas schiefgehen.

    Was Teutates walten wolle!
  7. #7

    Wer macht das Rennen?

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Um den Konservativen Sarkozy noch schlagen zu können, braucht Hollande in der Stichwahl die Stimmen aus dem extrem linken Lager. Dafür geht der Herausforderer auf Stimmenfang bei der Linksfront, mit den Parolen von Jean-Luc Mélenchon. Der Erfolg ist möglich.
    Ehrlich gesagt, mir ist das völlig Schnuppe, denn grundsätzliches wird keiner von beiden umsetzen wollen und können.
    HR
  8. #8

    Die Situation scheint mir durchaus mit Deutschland vergleichbar: Die Konservativen haben keine Heimat.

    Wie von Merkel wurden die konservativen Wähler von Sarkozy bitter enttäuscht. Da mag er jetzt reden, was er will.

    Die Frage wird sein: Wählen die Konservativen Sarkozy/Merkel (trotz Verrats) als kleineres Übel wieder oder sitzt der Frust so tief, dass man das nicht mehr tut?

    Die Chancen dafür sind gross und (nur) so könnte Hollande gewinnen (War in BW auch so).
  9. #9

    Die Situation scheint mir durchaus mit Deutschland vergleichbar: Die Konservativen haben keine Heimat.

    Wie von Merkel wurden die konservativen Wähler von Sarkozy bitter enttäuscht. Da mag er jetzt reden, was er will.

    Die Frage wird sein: Wählen die Konservativen Sarkozy/Merkel (trotz Verrats) als kleineres Übel wieder oder sitzt der Frust so tief, dass man das nicht mehr tut?

    Die Chancen dafür sind gross und (nur) so könnte Hollande gewinnen (War in BW auch so).








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