Forum


 

Steuerstreit: Credit Suisse spricht Reisewarnung für Deutschland aus

REUTERSBei Schweizer Banken wächst die Sorge vor einer Retourkutsche deutscher Behörden. Steuergewerkschafter fordern, Vorstände eidgenössischer Geldhäuser anzuklagen. Credit Suisse verbietet ihren Mitarbeitern laut "Börsenzeitung" jetzt sogar Reisen in die Bundesrepublik.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...825463,00.html
  1. #170

    Schweiz = Schamlos

    Zitat von jeze Beitrag anzeigen
    Sehr gut erklärt - trotzdem denke ich, dass ein gewisses Klientel dies nicht verstehen WILL.
    Aha, so ist das also. Wenn die Schweiz also die Interessen des deutschen Gemeinwesens ob des eigenen Vorteils misachtet, dann hat Deutschland damit jegliches moralische Recht auf den Interessen des Schweizer Staates herumzutrampeln.

    Meiner Meinung nach sind genug Worte gewechselt und es muss jetzt der wirtschaftliche Konflikt mit dem Nachbarn Schweiz gesucht werden. Wäre ich Schweizer, ich würde mich für die Konten aus aller Welt in der Schweiz schämen.
  2. #171

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen und Verbrecher fässt man nicht mit Samthandschuhen an. Da hat Diplomatie nichts verloren. Hört man doch immer wieder, wenn mal wieder ein jugendlicher Straftäter auf Bewährung frei kommt, obwohl der evtl "nur" 100,-€ gestohlen hat.
    In der Schweiz das Bankgeheimnis zu brechen ist eben auch ein Verbrechen *DORT*.

    Wie würde die BRD reagieren, wenn ein ausländischer Staat uns zwingen wollte, einen Mörder, der sich bei uns aufhält mit Foltermethoden Dingfest zu machen, weil diese dort erlaubt sind?
  3. #172

    Kommentar

    Als Schweizer bin ich ein absolut dafür dass die Schweiz zu ihrer Finanzindustrie steht. Es gibt genug andere stabile Offshore-Zentren die EU-Steuerbetrüger nützen würden falls die Schweiz nicht mehr im Spiel ist. Wir leben in einer harten Welt, es gibt kein Platz für Solidarität.
  4. #173

    Zitat von sponner_hoch2 Beitrag anzeigen
    Ja, das ist jetzt aber auch eine Frechheit, dass die Schweizer es sich erhausnehmen a) andere
    Auffassungen von Straftatbeständen zu haben und b) nicht einfach im Auftrag anderer Staaten
    Leute für die Dinge belangen, die nur im anderen Land strafbar sind.
    Lösen wir uns doch mal vom .....
    Ganz egal welche Rechtsauffassungen hier vertreten werden, die Reaktonen auf die Meldungen zeigen mit aller wünschbaren Deutlichkeit: Die beiden Länder und ihr Werte sind viel zu verschieden. Hier die meinungsstarken Deutschen mit Totschlagwörtern ("Gerechtigkeitslücke") und viel Moralin, verbunden mit der historisch x-fach belegten Tendez, auf die vermeintlich Schwächeren einzuprügeln, kriegerisch und verbal. Dort die konsensgeschulten Schweizer, die sich partout nicht "europäisieren lassen wollen, weder von Berlin noch von Brüssel. Die Wahrheit ist: Von allen fünf Nachbarn sind die Deutschen die ungeliebtesten. Die meisten hier sind froh wenn sie gehen und ihr Geld gleich mitnehmen. Es ist das Verdienst solcher Konflikte, die Unterschiede erkennen zu lassen, statt sie unter die Decke verlogener Freundschaftsfloskeln zu wischen.
  5. #174

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    Das Geld wurde schon hart und redlich erarbeitet.
    Es wurde nur den Krakenarmen der deutschen Finanzämter entzogen.
    Das ist kriminell. (Die deutsche Steuergesetzgebung aber auch !)

    Was jetzt abgeht ist wirklich "grotesk" !
    Ich dachte wir wären alle Mitteleuropäer und keine Bananenrepubliken.
    So kann mich täuschen.....
    Ich behaupte einfach, das die Steuersätze sinken könnten, wenn jeder wirklich alles versteuert. Aber daran ist den Straftätern nicht gelegen. Selbst wenn die nur 10
  6. #175

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    nein, ich propagiere gar nichts. hier geht es um ermittlungen der steuerfahndung und die hat natürlich rechtssicherheit.
    Was wollen sie denn jetzt mit diesem (aus juristischer Sicht) Mumpitz sagen? Sobald etwas im Rahmen einer Ermittlung stattfindet, ist es erlaubt? Das ist, mit Verlaub, hahnebüchener Unsinn. Selbst ohne die Überschretung einer STaatsgrenze.

    wenn sie den artikel lesen, dann hat das sogar schäuble gesagt.
    sie implizieren, dass die ermittlungsbeamten ohne rechtsgrundlage gehandelt hätten. das ist aber absurd. ein beamter der steuerfahndung ist auch nix andres als ein beamter der polizei.
    Und? Ihrer Meinung nach hat also alles, was ein Polizist (Steuerfahnder, ...) tut eine rechtsgrundlage, nur weil er es tut? Wie gesagt, Unsinn.

    wer also behauptet, der ankauf einer cd durch die ermittlungsbehörden sei ein verbrechen gewesen, für den muss wohl auch jede hausdurchsuchung ein verbrechen sein.
    Nicht jede - aber ja, Hausdurchsuchungen ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluß sind (die engen Grenzen von Gefahr im Verzug mal aussen vor gelassen) illegal.
  7. #176

    Quatsch

    Zitat von Bob Andrews Beitrag anzeigen
    Gesetzgebung ist nie kriminell, da sie von der Legislative beschlossen wurde, die dazu vom Volk beauftragt wurde.
    Das ist kompletter Unsinn. Ich bitte Sie Radbruchs Aufsatz „Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht“ zur Kenntnis zu nehmen.
  8. #177

    Dumm gelaufen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Schweizer Banken wächst die Sorge vor einer Retourkutsche deutscher Behörden. Steuergewerkschafter fordern, Vorstände eidgenössischer Geldhäuser anzuklagen. Credit Suisse verbietet ihren Mitarbeitern laut "Börsenzeitung" jetzt sogar Reisen in die Bundesrepublik.

    Steuerstreit: Credit Suisse spricht Reisewarnung für Deutschland aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Was wenige deutsche Bürger wissen oder nicht wissen wollen: die Schweiz ist auf dem besten Weg sich als seriöser Finanzplatz zu entwickeln. Dazu einige Beispiele:
    *Die Zusammenarbeit der Schweiz auf dem Finanzsektor mit den europäischen Staaten läuft bereits seit dem Schengener Abkommen vom 16.10.2004 (Geldwäschegesetze etc.).

    *Seit Mitte des Jahres 2011 werden in der Schweiz 35% Zinsertragssteuern für Depotanlagen bei Schweizer Banken für deutsche Kunden erhoben. Diese Erträge werden von den Schweizer Banken an den deutschen Fiskus - unter Wahrung des Schweizer Bankgeheimnis -überwiesen. Prima Geld für den deutschen Fiskus.
    Dies gilt, wenn sich sich der deutsche Kontoinhaber in der 'Schweiz von dieser Steuer nicht befreien lassen will. Wenn er sich von dieser Schweizer Steuer befreien lassen will, dann ist dies durch eine einfache EU-Deklaration möglich. Dann zahlt der deutsche Bürger beim Fiskus die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% plus Soli, plus Kirchensteuer.

    *Darüber hinaus ist die deutsche Bundesregierung auf dem besten Weg ein generelles Steuerabkommen mit der Schweiz abzuschließen.
    Sobald dieses Abkommen in Kraft gesetzt wird gibt es klare und saubere Verhältnisse auf dem Finanzsektor zwischen Deutschland und der Schweiz.

    Warum jetzt dieser Zirkus zwischen Deutschland und der Schweiz erforderlich ist, dass verstehen nur die Götter. Die Stammtischparolen haben Hochsaison. Diese Auseinandersetzung ist kontraproduktiv und unnötig.
  9. #178

    Zitat von propag Beitrag anzeigen
    Das Abkommen ist ausreichend!
    Beklagen Sie sich in Zukunft nicht über zu hohe Abgaben, da Sie es ja bejubeln, für die Steuerhinterzieher zahlen zu dürfen !
  10. #179

    Schweizer

    Zitat von ak-73 Beitrag anzeigen
    Wäre ich Schweizer, ich würde mich für die Konten aus aller Welt in der Schweiz schämen.
    Glauben Sie wirklich, dass es keine Schweizer gibt, die genau das tun? Die die vom Staat unterstützte organisierte Kriminalität der Schweizer Banken genau so ablehnen wie Sie und ich?


TOP



TOP