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Steuerpläne: Grüne wollen Besserverdiener schröpfen

Für Bürger mit hohem Einkommen könnten bald teure Zeiten anbrechen. Nach der SPD wollen nun auch die Grünen den Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent anheben - und so die Staatskasse aufbessern. Unterstützung bekommen die Parteien von Wirtschaftsforschern.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...791954,00.html
  1. #230

    :)

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Der Mob freut sich, die Reichen haben eh keine Lobby... und wahrscheinlich sind sie auch bereit, ohne großes "Geschrei" die Mehrsteuern zu zahlen...
    Fakt ist,: Ca. 80% des deutschen Vermögens liegt bei ca. 20% der Bevölkerung. Und die Schere geht (dank Rot/Grün) seit Jahren weiter auseinander. Der Spitzensteuersatz ist seit 1998 dramatisch gesunken. Die "Reformen" des letzten Jahrzehnts gingen zum Großteil auf Kosten der "armen" Bevölkerung.

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Ich sage schon jetzt was voraus und das hat sich all die Jahrzehnte auch immer so bewahrheitet: Die gleichen Leute die hier nach mehr Einnahmen schreiben, werden jeden Euro den der Staat einnimmt, doppelt und dreifach wieder ausgeben...
    Es wäre schön, wenn die "einfachen Leute" mehr Geld zum Ausgeben hätten, so würde die Binnenwirtschaft angekurbelt, die schon seit Jahren stagniert - ganz im Gegensatz zu den Exporten, die dem "einfachen Bürger" aber nur den Titel "Exportweltmeister" einbringen und sonst nichts.

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Ich ge[h]be jede Wette ein, sobald der erste Euro als Einnahme fließt, heißt es, die Rentner, die ALG 2 Empfänger, Familien, Bildung, Infrastruktur,... überall gibt es Nachholbedarf... Und ich weiß jetzt schon die Argumente. Den Reichen gönnt man das Geld ja nicht und es ist ja sozial alles andere zu fördern....
    In der Tat fehlt das Geld an allen Ecken und Kanten und es wäre schön, wenn jeder Bürger Deutschlands mit seinem Einkommen einen Beitrag dazu leisten könnte, dieses Land wieder lebenswerter und vor allem solidarischer, anstatt ein Finanzsystem zu retten, das sich selbst zerstört.

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Und ich sage voraus, nach der Steuererhöhung sieht der Staatshaushalt nicht besser aus.
    Deutschlands Staatshaushalt sah noch nie gut aus. Allerdings sollte man auch bedenken, dass ein Staat nicht wirtschaften sollte wie ein Familienhaushalt, sondern im Gegenteil dann investieren sollte, wenn die Einnahmen ausbleiben, um Anreize für Wachstum und somit für Steuereinnahmen zu sorgen.

    Fazit:

    Keine Angst vor Steuererhöhungen: der Hochseeurlaub, dicke Autos und extravagante Sachen werde immer noch drin bleiben. Und als Reicher würde ich nicht zu lange gegen Steuererhöhungen protestieren - irgendwann ist es zu spät und die Abwärtsspirale reißt das Vermögen in den Abgrund und das will doch keiner?!
  2. #231

    xxx

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    von fast 800 MILLIARDEN € um 20 bis 30 % zu kürzen und das EDEL-H4 öffentlicher Dienst um 2 MILLIONEN Sesselfurzer zu kürzen.
    Sie verbreiten die 800 Milliarden nicht zum ersten mal, unser gesamter Bundeshauhsalt für 2012 wird auf etwa 300 Milliarden veranschlagt, was bitte bewegt Sie dazu, wiederholt eine erlogene Zahl zu posten?

    HArtzIV kostet 40 Milliarden im Jahr. Steuerhinterzeihung verursacht pro Jahr 30-100 Milliarden Euro, tatsächlicher Sozialbetrug dürfte nur ein Bruchteil davon ausmachen.

    UNd was ist das mit dem öffentlichen Dienst? Sind Sie auf eine öffentliche Schule gegangen? Nutzen Sie öffentliche Infrastruktur? Trinken Sie öffentliches Wasser? Rufen Sie einen Krankenwagen, wenn Sie sich ein Bein brechen, oder fliegen Sie mit dem Privatjet in Ihre Privatklinik?

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    Die sollte man ...
    Ja? Was sollte man die?
  3. #232

    xxx

    Zitat von Berliner42 Beitrag anzeigen

    Komisch, in solchen Diskussionen wird Spitzenverdienern sonst doch immer unterstellt, die Steuerlast auf Null zu drücken. Wer hat denn nun Recht?
    Er schrieb ja auch "maximal". Und auch das gilt ja nur für den Anteil, der oberhalb der Bemessungsgrenze liegt, ewil wie wir alle wissen, haben wir ein progressives Steuersystem, niemand zahlt den Spitzensteuersatz auf sein ganzes Einkommen.
    Außerdem:
    Warum wohl behandeln über 50% der Steuerfachliteratur weltweit deutsches Steuerrecht? Deutschland ist das Land der 1001 Steuertricks, schon vergessen? Es gibt gigantische legale Steuerschlupflöcher.

    Das gilt für Konzerne wie auch für Privatpersonen. Hat sich Siemens nicht noch vor einigen Jahren öffentlich damit gebrüstet, keine Steuern zu zahlen?
  4. #233

    xxx

    Zitat von montaxx Beitrag anzeigen
    Das eine schließt das andere ja nicht aus.Man kann den Zahlen wohl schon trauen,denenzufolge 10% der Einkommenssteuerzahler 50% der Einkommenssteuer aufbringen.Das sagt aber nicht aus,dass diese Personen nicht auch Abschreibungsmöglichkeiten wahrnehmen,um eben nicht den auf dem Papier stehenden Höchststeuersatz zahlen zu müsssen.
    Vor allem sagt es was über die Einkommensverteilung aus. 10% der Einkommensssteuerzahler verdienten auch 2004 schon 35% der Einkommen (Sozioökonomisches Panel des DIW), da ist es ja nicht verwunderlich, daß sie überproportional zum ESt-Aufkommen beitragen. Vor allem angesichts eines rasant wachsenden Niedrigeinkommenssektors und einer schrumpfenden Mittelschicht. Gute 20% der ERwerbstätigen in Deutschland arbeiten heute in prekären Arbeitsverhältnissen und zahlen enstprechend wenig oder gar keine Steuern oder müssen sogar nocht aufstocken.

    Und nochmal, wir haben ein progressives Steuersystem. Den Höchssteuersatz zahlt sowieso niemand auf sein komplettes Einkommen. Niemand in Deutschland zahlt den Spitzensteuersatz auf sein Jahreseinkommen. Schon ohne Abschreibungen. Mit Abschreibungen (z.B. über Investitionen in Immobilien etc) läßt sich die Steuer dann noch mal beachtlich drücken.

    Und dann wäre da ja noch die Tatsache, daß die Lohnsteuer und veranschlagte EInkommenssteuer zusammen nur etwa 30% am Gesamtsteueraufkommen ausmachen:

    http://www.bpb.de/files/60A56V.pdf

    Gegenüber 23,7% MEhrwertsteuer, die vor allem Niedrigeinkommenshaushalte hart trifft. Jeder HArtzIV-Haushalt zahlt faktisch locker 10% Steuern undn zwar auf sein Gesamteinkommen und dürfte damit bezüglich seines prozentualen Steueraufkommens höher liegen als die meisten Reichen in diesem Land.
  5. #234

    ?

    Zitat von goodgulf Beitrag anzeigen
    Das kann man immer von zwei Seiten betrachten: man könnte auch der Meinung sein, daß sich aus diesem Topf einfach zu viele bedienen. Angesichts des Anteils, den der Sozialhaushalt am Gesamthaushalt hat, tendiere ich persönlich eher da hin.
    Ich glaube Sie reden am Thema vorbei.Mir geht es beispielsweie um die Sozialversicherungssysteme.Streng genommen haben z.B. die Krankenversicherungen mit dem Sozialhaushalt des Bundes aber maal überhaupt nichts zu tun.

    Und man muss nicht gerade ein Linker sein, um ein Problem damit zu haben, dass z.B. ein Einkommensmillionär in absoluten Zahlen genau so viel in die Kranknversicherung zahlt wie jemand, der nur gut verdient:

    http://www.youtube.com/watch?v=gkJRQavrrU8


    Meines Wissens gibt es beispielsweise in der Schweiz keine Beitragsbesessungsgrenzen und den Schweizern laufen ihre Reichen trotzdem nicht in Scharen davon...

    Würde man die Beitragsbemessungsgrenzen tatsächlich abschaffen könnte man meinetwegen den Spitzensteuerstatz senken.Der Vorteil an den höheren Beiträgen zur Sozialversichrung wäre z.B. der, dass man ann nichts mehr abschreiben kann.
  6. #235

    Die Steuern in DL

    werden doch fast ausschließlich vom arbeitenden Mittelstand bezahlt. Wer nix hat (Hartz IV), zahlt keine Steuern. Wer Millionen verdient, sitzt im Ausland und / oder hinterzieht Steuern ohne Ende!

    Man sollte zuerst die WIRKLICH REICHEN Leute (sprich Millionäre) stärker besteuern, bevor man die Leistungsträger der Gesellschaft noch weiter ausnimmt!
  7. #236

    Nils, es ist noch schlimmer

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    1% der Steuerzahler zahlt 25% der Einkommensteuer bzw. 10% zahlen 50% der Einkommensteuer!

    Es ist einfach ein Märchen mit den Abschreibungsmöglichkeiten. Oder wie erklären sie die Zahlen?

    PS: Nennen sie doch mal ein paar Abschreibungsmöglichkeiten. Also, ein Arzt, ein Fußballer, ein Rechtsanwalt, ein Manager,... hat ein zu versteuerndes Einkommen von 1,5 Mio Euro. Nennen sie mal ein paar tolle Abschreibungsmöglichkeiten....
    Weniger als 10% zahlen schon mehr als 50%.
    Größtes Problem: schon Hinz und Kunz erreichen heute
    den Spitzensteuersatz. Steuerlich extrem privilegiert sind die Beamten. Nicht vergessen: die meisten Grünen kommen daher.
  8. #237

    Schön...

    Zitat von smallbit Beitrag anzeigen
    würde ich jetzt sagen: "Faule Sau".

    Ich kenne genug Leute, die mehr arbeiten und weniger Steuern zahlen.
    Da ist z.B. der Hermes Fahrer, der täglich bis zu 14 Std. durch die Gegend mit seinem alten Kleinwagen karrt, Mo. bis Sa. und pro abgeliefertes Paket 90cnet kriegt.

    Der zahlt nicht nur keine Steuern, der kriegt noch Geld vom Staat. Hartz 4 (noch so ein Krimineller), er muss aufstocken, weils zum Leben nicht reicht.
    Und dann kommen Leute wie Sie, und jammern, dass sie soviel zuviel verdienen, dass sie aus der Prgression raus sind und nur noch den Höchststeuersatz für einen lauen Bürojob zahlen müssen.

    Und ich kenne das 60 Std. und mehr Gefasel, da wird das Mittagsessen mit den Kollegen dazu gerechnet.

    Also da wird mir schlecht von so viel Egoismus.
    , dass Ihnen schlecht wird. Sie kennen mich nicht, Sie wissen nicht wie ich arbeite und was ich leiste. Natürlich tut es mir Leid, dass es Menschen gibt die von Ihrer Arbeit nicht leben können und dieses Problem sollte angegangen werden (Mindestlohn), aber hat in diesem Fall nichts mit mir zu tun. Und ja, man kann 60Std. gemütlich in der Firma "absitzen" um bloß nicht vor den anderen nach Hause zu gehen, man kann aber auch einfach dermaßen in Projekte eingebunden sein, dass man den ganzen Tag nicht dazu kommt etwas zu essen geschweige denn eine Mittagspause zu machen. Das ganze führt dann aber in der Regel zu einem extrem effizienten Arbeitstag und im Resultat zu Projekten die in Rekordzeit abgearbeitet werden. Am Ende ist man glücklich über das geleistete, aber will das auch honoriert sehen. Letzteres trifft auf mich zu, das können Sie glauben oder es lassen.

    P.S. Wie kommen Sie auf die Idee, dass ein Unternehmen einem ein solches Gehalt zahlt wenn man einen "lauen Bürojob" hat. Mittelmaß gibt es genug in jeder Firma, diese Leute steigen aber auch nicht auf und bleiben (als Akademiker) auf Ihren 35.000-45.000 sitzen (was meiner Ansicht nach für so manchen nine-to-five Sesselfurzer immer noch zu viel ist). Dann lieber die Leute belohnen die keinen Akademikerabschluss haben und dafür richtig arbeiten.
  9. #238

    Irgendwie traurig, wie man sich völlig einer Ideologie unterwerfen kann und nur noch in diesen Mustern zu denken vermag...

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    Schon 'mal davon gehört, dass Kinder Eltern haben und das Eltern Steuern bezahlen?
    Da haben Sie natürlich Recht. Ihre Eltern haben Ihre Ausbildung (mit-)bezahlt und gleichzeitig die Rente Ihrer Großeltern. Jetzt sind sie aber kinderlos. Bezahlen sozusagen die Ausbildung anderer Kinder mit und finanzieren die Rente Ihrer Eltern. Aber wer wird wohl Ihre Rente finanzieren, wenn Sie keine Kinder haben? Richtig, die Kinder der anderen...

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    Deshalb ist das Fliegen und Bahnfahren ja auch umsonst und KFZ- und Mineralölsteuer zahlt ja auch niemand ...
    Also eine führende Position in der Wirtschaft können Sie eigentlich nicht haben, bei der offensichtlich mangelhaften Wirtschaftsbildung. Da reicht doch nur ein Blick auf die Zahlen, um zu sehen, dass das derzeitige Infrastrukturnetz nicht (nur) durch KFZ- und Mineralölsteuer finanziert wurde. Hier spricht man von Generationen, die richtig (Steuer-)Geld reingebuttert haben (Schienennetz: über 75% über 100 Jahre alt... Autobahnen, hauptsächlich gebaut zwischen 1930-1980...).
    Wo wir wieder bei mangelhafter Wirtschaftsbilung wären. Der Begriff Reinvestition sagt Ihnen etwas? Das bezahlen Sie, von mir aus...

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    ... und dass, was als Einkommensteuerbescheid und Müllabfuhrgebührenrechnung in meinem Briefkasten auftaucht muss fiktiv sein. Genauso, wie der Aufdruck "MwSt" auf einem beliebigen Kassenzettel.
    Warum hantieren Sie eigentlich mit der MwSt? Ist doch des Reichen bester Freund. MwSt hält nämlich die Armen arm und tut den Reichen nicht weh...

    Zitat von PZF85J Beitrag anzeigen
    Von der Quersubventionerung Wassergebühre -> Hallenbad muss ich geträumt haben. Und die Stromkonzerne, grosse oder kleine, machen alle Verluste.
    Was haben denn die Stromkonzerne mit dem Staat zu tun? Das ist doch genau das, was Sie wollten. Privatisieren, Oligopol aufbauen, Marktmacht missbrauchen. Das ist schlanker Staat, das ist Kapitalismus in der Praxis!
  10. #239

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Es gab schon mal einen "Spitzensteuersatz" von 56 %. Meines Wissens war das zu CDU-Zeiten.
    Und ich sehe auch nicht ein, warum es nicht endlich eine Volksversicherung in der KV gibt, damit endlich auch die wirklichen Großverdiener zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen. Derzeit werden damit nur die GKV-Beitragszahler belastet, während die PKV "systembedingt" außen vor ist.
    Ich muss Ihnen voll und ganz Recht geben! Eine der größten Ungerechtigkeiten unseres Staates ist die Zweigleisigkeit unseres Gesundheitssystems. Welcher Idiot hat sich denn eigentlich diesen Quatsch ausgedacht?
    - Alle (außer die Besserverdiener) zahlen solidarisch in die Gemeinschaftskasse, um auch den Ärmsten ein Minimum an Gesundheitsversorgung zu erhalten, während die Besserverdiener und sogar Beamte regelrecht "gewzungen" werden, zu den Privaten KK zu wechseln, um bessere und schnellere Behandlung bei niedrigeren Abgaben zu bezahlen???
    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Ich bin vom "Sozialismus" so weit weg wie der teufel vom Weihwasser. Aber ich sehe nicht ein, dass ich als so genannter ehemaliger "Besserverdiener" heute relativ weit stärker zu Pflegeversicherung geschröpft werde als der wandelnde Hosenanzug, der aber die gleichen Leistungen wie ich beanspruchen darf!
    Stichwort: Beitragsbemessungsgrenze!








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