Tja, es ja nun nicht gerade so, als ob es dieses Phänomen erst seit heute oder gestern gibt: Steuerflüchtlinge härter bekämpfen?
DPADoppelmoral im Steuerstreit: Offiziell bekennen sich deutsche Banken zum Anti-Geldwäsche-Gesetz. Doch in Wahrheit nehmen manche von ihnen offenbar gerne Schwarzgeld von Schweizer Kunden entgegen, wie ein Test der Züricher "Handelszeitung" zeigt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834894,00.html
Tja, es ja nun nicht gerade so, als ob es dieses Phänomen erst seit heute oder gestern gibt: Steuerflüchtlinge härter bekämpfen?
Man könnte böse sein und behaupten:
im größten deutschen Bankhaus und im Kanzleramt gab jahrelang ein Schweizer den Ton an, da wundert es doch nicht, dass es so kommt.
Naja, hier versagt ja eher der Schweizerische Gesetzgeber. Trotzdem kommt mir als Schweizer die Deutsche Haltung etwas merkwürdig rüber - über Steuerhinterzieher herziehen, aber ausländischen Steuerhinterzieher mit der eigenen Landesbank hofieren? Rechtlich wohl ok, aber moralisch ist das doch eher "Wasser predigen, Wein trinken".
Endlich haben auch die deutschen Banker von ihren gewieften schweizerischen Kollegen dazugelernt.Aber mal im Ernst:Ich bin gegen Schwarzgeld,in welchem Land auch immer.Eines Tages wird auch die Schweiz für den automatischen Informationsaustausch sein.Schließlich gehen ihr ja auch reichlich Steuereinnahmen flöten.flöten...
Ich bin Schweizer und in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze aufgewachsen. Für mich ist das nichts neues. Die Banken in den deutschen Nachbargemeinden von Basel sind schon seit jeher gemessen an der Einwohnerzahl um den Faktor drei bis vier überdimensioniert und auf den Kundenparkplätzen sind Schweizer Autokennzeichen eher die Regel als die Ausnahme.
Bei der ganzen Aktion von Deutschland wegen Schwarzgeldern in der Schweiz ging es noch nie um Moral, sondern einzig und allein darum, den deutschen Banken einen Geschäftsvorteil zu verschaffen und sich gleichzeitig eine neue Einnahmequelle zu erschliessen. Wäre es anders, so hätten die deutschen Behörden eine Weissgeldstrategie nicht nur von Schweizer Banken, sondern auch von ihren eigenen gefordert. Wenn Steinbrück oder sein Nachfolger Schäuble den Moralischen machen, ist das nur für die Galerie, vermutlich kaufen ihnen einige das sogar ab ...
...und in den bösen Schweizerbanken geben deutsche den Ton an...
"Endlich" ist gut. Seit es eine Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland gibt, gibt es zahlreiche Leute, die sich mit solchen und ähnlichen Geschäften finanziell optimieren. Wer in der Nähe der Grenze aufgewachsen ist, wird wie ich wissen, dass das ganze überhaupt nichts neues ist, weder, was das Bunkern von Schwarzgeld im jeweils anderen Land angeht, noch Warenschmuggel, Schwarzarbeit und ähnliche Geschichten. Neu ist lediglich, dass deutsche Minister hier einseitig der Schweiz die Schuld in die Schuhe schieben, obschon deutsche Unternehmen exakt das gleiche einfach in umgekehrter Richtung auch tun.