schade dass sowas nicht moeglich ist.
REUTERSDas Schweizer Bankgeheimnis bröckelt, Steuersünder sind nervös - und Profis wittern ein Riesengeschäft. In einem Zürcher Seminar lernen Berater, wie sie mit ihren Klienten eine perfekte Selbstanzeige zu Papier bringen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-879982.html
schade dass sowas nicht moeglich ist.
Wie weit muß ein Staat sinken der, vertreten durch die derzeitige CDU/FDP- Regierung, ein Steuerabkommen mit der Schweiz abschließen will, das die Verfolgung von Straftaten bei Zahlung einer verhältnismäßig geringen Abgeltung aussetzt. Was sagen eigentlich die Millionen ehrlicher Steuerzahler- die mit der gläsernen Geldbörse- dazu ? Bedauerlicherweise meistens nichts !
Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Mein Verständnis dafür, dass Beamte - das sind die, die in einem besonderen Treueverhältnis zum Staat und der Rechtsordnung stehen (sollten) - disziplinarisch nicht zur Verantwortung gezogen werden, geht dagegen gegen Null. Eine sofortige Entfernung aus dem Dienstverhältnis wäre da eher angebracht.
Andere Erlaubnisse, wie zum Beispiel der Besitz einer Waffenbesitzkarte oder einer Fahrerlaubnis, sind üblicherweise an die strenge Vorraussetzung einer nicht rechtsfeindlichen Gesinnung gebunden. Rechtsbrecher dürfen zurecht keine Schußwaffen besitzen, auch wenn sie Jäger sind. Zumindest diese gehören bei Selbstanzeige unmittelbar wegen erwiesener Rechtsuntreue sofortig eingezogen.
Die Konsequenz muss spürbar sein, wenn man sich asozial verhält.
Steuerhinterziehung gibt es doch schon lange. Auch schon zu Zeiten, als Rot/Gelb oder Rot/Grün regierten. Man sollte besser froh sein, daß das Thema angegangen wird. Mal sehen, ob Herr Steinbrück - auch ohne die Kavallerie in die Schweiz zu schicken - ein besseres Abkommen zustande kriegt.
Eigentlich sollte die Schweiz, bzw. deren Banken, froh sein, wenn das Thema endlich mal durch ist. Die Banken brauchen das Schwarzgeld nicht mehr, die bekommen zur Zeit auch genügend sauberes. Daher vielleicht doch die bessere Idee von Deutscher Seite auf das Abkommen mit der Schweiz zu verzichten. Die wirklich großen Summen dürften eh schon lange ganz wo anders sein und die kleinen bekommt man auch so.
Das Rechtsempfinden wäre durch die Legalisierung der Schwarzgelder mehr verletzt worden, als durch den Kauf der CDs.
Wobei immer noch verwunderlich ist, warum jemand einen fünfstelligen Betrag in die Schweiz schafft, da lohnt doch wirklich nicht.
So einfach ist das nicht. Eine Selbstanzeige geht nur dann, wenn die Staatsanwaltschaft noch nicht ermittelt. Das gleiche gilt auch bei der Fahrerflucht. Wenn der Besitzer noch keine Anzeige gemacht hat, kommt man auch so davon, man muss eben den Schaden zahlen, wie auch die Hinterzieher die Steuer und einen Aufschlag hierauf zahlen müssen.
Ich verstehe die Aufregung der ganzen Steuerhinterzieher nicht.
Wer cool bleibt, der hat nichts zu befürchten – selbst wenn der Name auf der CD steht. Was beweist das? Erstmal gar nichts. Die Ermittlungen sind nur lästig.
Die Schweiz leistet keine Amtshilfe und somit steht der Steuerfahnder ohne Beweise das. Jedes Gericht würde den vermeintlichen Steuerhinterzieher frei sprechen. Das beweist auch die Statistik, dass es zu keinen Anklagen kommt (nur gegen die ganz Dummen die Beweise daheim lagern und bei einer Hausdurchsuchung was gefunden wird). Insofern ist es nur die Hysterie bzw. die eigene Angst die gefährlich ist. Sonst nichts. Also … immer schön entspannt bleiben :)
P.S.: Hätten die Deutschen mal lieber den Spatz in der Hand genommen, anstatt nun die Taube auf dem Dach zu haben.
Ich kann nur sagen: Ich bin Steuerhinterzieher, und ich bin stolz drauf. Kein Macht den Banken, keine Macht den Staaten! Jeder Cent den die Staaten weniger bekommen ist ein Cent weniger der für Unterdrückung verwendet wird.