Steuerdebatte: Reichster Franzose will Belgier werden

DPAHandtaschen von Louis Vuitton, Uhren von Tag Heuer, Moët-Champagner: Der Konzern LVMH macht richtig Kasse, Chef Bernard Arnault ist der reichste Bürger Frankreichs - noch. Mitten in der Debatte um den Spitzensteuersatz zieht es ihn nach Belgien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...854779,00.html
  1. #1

    Wieso Steuerdebatte...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Handtaschen von Louis Vuitton, Uhren von Tag Heuer, Moët-Champagner: Der Konzern LVMH macht richtig Kasse, Chef Bernard Arnault ist der reichste Bürger Frankreichs - noch. Mitten in der Debatte um den Spitzensteuersatz zieht es ihn nach Belgien.

    LVMH-Chef Bernard Arnault: Reichster Franzose will Belgier werden - SPIEGEL ONLINE
    ..wen er in Frankreich steuerpflichtig bleibt wird ändert sich doch nichts. Was hat das dann mit der Steuerdebatte zu tun?

    Das ihm höhere Steuern nicht gefallen ist ein anderes Thema - und wohl kaum ein Wunder...
  2. #2

    ok ..

    Zitat von jetzt:hördochauf Beitrag anzeigen
    ..wen er in Frankreich steuerpflichtig bleibt wird ändert sich doch nichts. Was hat das dann mit der Steuerdebatte zu tun?

    Das ihm höhere Steuern nicht gefallen ist ein anderes Thema - und wohl kaum ein Wunder...
    ...letzteres ist ja noch nichtmal gesagt ...(dachte irgendwie so einen Nebensatz gelesen zu haben...war wohl nicht) aber umso schlimmer:

    Hat jetzt dann noch eine Staatsbürgerschaft... wieso Steuerdebatte...
  3. #3

    In steuerlicher Hinsicht ist die Staatsbürgerschaft das unwichtigste Kriterium, daher ist der ganze Artikel vom ersten Satz an überflüssig, wie ja auch im letzten Satz eingestanden wird.
  4. #4

    Das ist wie in Deutschland

    die Leute die hier viel Geld verdienen versteuern es hier auch, wie Gottschalk, Schumacher, Müller Milch. Dr. Zumwinkel und viele andere auch, aber wirklich auch nur die die wirklich viel Geld verdienen.
  5. #5

    Verstaatlichen?

    Wäre eine nette Möglichkeit. Eigentum verpflichtet, aber die Reichen und Superreichen entziehen sich dieser Pflicht ganz gerne.

    So könnte der Staat sich schnell entschulden, da er seine Schulden ja auch meist bei dieser Gruppe hat. Die verleihen ihm Geld für horrende Zinsen (Staatsanleihen kaufen, als "Investor"...) und zahlen dann möglichst wenig Steuern. Oder sie sorgen per Lobbyarbeit dafür, dass der Staat mal wieder Staatseigentum verkauft, damit sie ihre gigantischen Geldmengen anlegen können. Vorher gehörte es anteilig allen Bürgern, am Ende nur den Reichen.

    Verstaatlichung von Vermögen über einer bestimmten Größe würde in Frankreich genauso funktionieren wie in Deutschland. Es würde auch nicht, wie CDU, FDP oder die Schergen der INSM behaupten, den wirtschaftlichen Untergang heraufbeschwören. Ganz im Gegenteil. Jeder Euro für die Zinsen der Staatsschulden macht die Reichen noch reicher und entzieht dem Rest Kapital, dass man für Kitas, ordentliche Strassen, Schulen, Unis, Krankenhäuser usw. dringend bräuchte.

    Unter Roosevelt lag der Steuersatz für Reiche in den USA bei 90%. Da hat auch niemand die Biege gemacht und das Land verlassen. Solches Verhalten ist derartig erbärmlich, dass eigentlich nur die vollständige Einziehung sämtlicher Vermögenswerte als passende Strafe übrig bleibt. Wegen der Steuern abhauen ist im besten Sinne asozial, da sich ein Bürger, im Gegensatz zu seinen Mitbürgern, den eigenen bürgerlichen/sozialen/gemeinschaftlichen Pflichten entzieht. Wenn die Mehrheit der Bürger so handelt, bricht ein Staatssystem zusammen.

    Ein Staat funktioniert nur solange ordentlich, solange jeder Bürger trägt soviel er kann, und nicht soviel wie er mag.
  6. #6

    vielleicht....

    ....hat das ganze ja etwas mit Erbschaftsteuern zu tun....ein Schelm, der Böses dabei denkt. Ich kenne einige Deutsche, die in einem zweistufigen Verfahren zuerst nach Belgien und dann in die Schweiz gezogen sind und dabei etliche Millionen Erbschaftsteuern gespart haben. Vielleicht ist das mit Frankreich ähnlich ?
  7. #7

    titel

    Zitat von larousse Beitrag anzeigen
    .Ich kenne einige Deutsche, die in einem zweistufigen Verfahren zuerst nach Belgien und dann in die Schweiz gezogen sind und dabei etliche Millionen Erbschaftsteuern gespart haben. Vielleicht ist das mit Frankreich ähnlich ?
    genau, irgendwie fehlte ja noch die schweiz im artikel, damit die verschwörung genug sexappeal bekommt.
  8. #8

    Mich beruhigt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Handtaschen von Louis Vuitton, Uhren von Tag Heuer, Moët-Champagner: Der Konzern LVMH macht richtig Kasse, Chef Bernard Arnault ist der reichste Bürger Frankreichs - noch. Mitten in der Debatte um den Spitzensteuersatz zieht es ihn nach Belgien.

    LVMH-Chef Bernard Arnault: Reichster Franzose will Belgier werden - SPIEGEL ONLINE
    es zumindest ungemein, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
  9. #9

    Zitat von Lurchfreund Beitrag anzeigen
    Unter Roosevelt lag der Steuersatz für Reiche in den USA bei 90%. Da hat auch niemand die Biege gemacht und das Land verlassen. Solches Verhalten ist derartig erbärmlich, dass eigentlich nur die vollständige Einziehung sämtlicher Vermögenswerte als passende Strafe übrig bleibt. Wegen der Steuern abhauen ist im besten Sinne asozial, da sich ein Bürger, im Gegensatz zu seinen Mitbürgern, den eigenen bürgerlichen/sozialen/gemeinschaftlichen Pflichten entzieht. Wenn die Mehrheit der Bürger so handelt, bricht ein Staatssystem zusammen.
    Der Spitzensteuersatz betrug 79 Prozent und es betraf nur eine einzige Person, die diesen Satz zahlen musste: Rockefeller

    New Deal

    "Das Gesetz war jedoch in erster Linie dazu gedacht, den Wahlkampf für Roosevelt zu erleichtern, denn es war eine Antwort auf die Bedrohung der Demokratischen Partei durch die als radikal bezeichneten Huey Long und Charles Coughlin. Finanzminister Morgenthau bezeichnete den Wealth Tax Act gegenüber Finanzbeamten als ein Wahlkampfdokument, ein Gesetz, das die Staatseinnahmen nur unwesentlich erhöhen sollte."