Steuerbefreiung für E-Mobile: Die Luftnummer

dapdWenn der Bundestag das Jahressteuergesetz 2013 verabschiedet, findet sich darin auch die Steuerbefreiung für Elektroautos. Die Regierung erhofft sich davon wichtige Impulse, daran zweifeln aber selbst strenggläubige E-Auto-Anhänger. Es ist vor allem ein Beleg für erfolgreiche Lobby-Arbeit.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/s...-a-863436.html
  1. #50

    Zitat von Herr Schaftszeiten Beitrag anzeigen
    Gut, dass sie uns alle aufgeklärt haben! Dann zählen Sie mir doch bitte noch die PKW-Modelle mit konventionellem Verbrenner auf, die real drei bis vier Liter pro 100km verbrauchen. Der Prius zählt nicht, dessen Akku bedeutet ja einen CO2-Aufschlag.
    Beim Spritmonitor finden sie da ein halbes dutzend Fahrzeuge die mit solchen Verbräuchen betrieben werden können: Sparsame Modelle - Niedrige Verbrauchswerte - Spritmonitor.de

    Der Prius ist auch so nicht in dem Bereich, selbst wenn man für den Akku keinen Aufschlag rechnet.
  2. #51

    Hmmm

    Zitat von chaps Beitrag anzeigen
    Ich bin kein Reicher und besitze einen kleines E-Mobil. Renault wird den ZOE für 20.000€ als Neuwagen anbieten. Der Durchschnittspreis von Neuwagen in DE ist laut ADAC 27.000€. Jeder normal ausgestattete Golf kostet mehr als dieses E-Auto. Das ist auch für viele schon jetzt erschwinglich. Mein Twizy kostete 8.000 €. Dieses Fahrzeug übernimmt 95% meiner Fahrten. Aufgeladen wird es bei mir zuhause (Ökostrom) und an Stromtankstellen mit Ökostromversorgung und eigener PV. Ich halte mich auch nicht für einen Teil jener "Avantgarde". Ich habe nur nachgerechnet und für mich eine sinnvolle Entscheidung getroffen. Mein Mobilitätsverhalten entspricht übrigens Ihrter Erwartung. Wenn ich mit dem Verbrenner in die Stadt fahre, dann parke ich am Stadtrand und nutze die U-Bahn oder mein Faltrad. Sogar im Twizy nehme ich mein Faltrad mit (Dahon) und fahre von der E-Tankstelle in die Innenstadt.
    wirklich gerechnet haben Sie nicht, sollten sie ein Auto besessen haben. Was ja den Anschein hat.

    Sie fahren 12.600 km im Jahr (bei 210 Arbeitstagen).
    Bei 6Litern verbrauch sind das 756Liter. Sagen wir 2€/Liter --> 1600€.
    8000/1600=5 Jahre --> die Wahrscheinlichkeit das ein twizzy solange hälte ist eher gering. Ergo-->er rechnet sich nie. Die monatliche Miete ist nichtmal berücksichtigt.
    Übrigens sind PV Anlagen Besitzer keinen Deut besser als Flottenfahrer, denn die PV hätten Sie sich ohne dicke Subventionen nicht gekauft. Und damit sind Sie eben doch Avantgarde.

    Übrigens ist der ZOE 2 Klassen kleiner als der Golf. Der Vergleich hinkt.
    Der Ampera oder der Prius spielen in der Liga kosten aber wesentlich mehr. Die Angaben des ZOE können Sie übrigens getrost in die Tonne kloppen. Außer Renault hat es geschafft die Gesetzte der Physik auszuhebeln. Beachtet man die Autos von Renault darf man das bezweifeln.
  3. #52

    Zitat von net_worker Beitrag anzeigen
    ...dürfte schon eine positive Wirkung haben.
    Beim Smart mit einem Akku von 16,5 kWh sind das immerhin 16,5 kWh * 500 Euro = 8250 Euro weniger zu versteuern.
    Ihre Rechnung zeigt lediglich, dass Ihr Smart bis zu einem Bruttolistenpreis von 825.000€ steuerbefreit ist.
    Sie sparen trotzdem ca. 240€, also das 1% des Bruttolistenpreises, dass sonst jährlich abzuführen wäre.
    ...oder eben 12.000€ in der Anschaffung, wenn sie stattdessen die Benzinversion kaufen.

    Umgekehrt gerechnet: Sie sind mit einem 1kWh Akku im Hybrid ab 50.000€ Listenpreis von der Dienstwagensteuer befreit. Alles darüber ist wieder rausgeworfenes Geld.
  4. #53

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    1. Jedes E-Auto hat eine Heizung.
    Die bei -15° die Reichweite deutlich reduziert

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    2. Nach 60 km bleibt praktisch kein E-Auto stehen. Höchstens ein Diesel im Winter.
    Es sei denn, man hat die Energie für die Heizung verbraten ;)

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    3. 10 kWh Strom werden zu über 90% in Mobilität umgesetzt - 10 kWh Diesel aber zu 80% in Wärme - OK, dann ist es einem wenigstens kuschelig.
    Dafür ist der Strom mit Wirkungsgraden von max. 60% in KohleKWs erzeugt worden und mir weiterne Leitungsverlusten ins Haus transportiert. Von Selbstentladung und Batteriewirkungsgrad bei geringen Temperaturen haben Sie evtl. schon mal gehört?

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    4. In 7 Jahren kostet der Batteriesatz (warum schon so früh? In dieser Zeit fährt man noch keine 200.000 km) hoffentlich nicht mehr so viel.
    200.000km im theoretischen Dauerlauf ist schon ein bissel was Anderes als Ihre realen 100.000 Start/Stop im City-Verkehr. Wie lange hält Ihr 1,5Jahre alter Handyakku noch?
    Wie kommen Sie überhaupt darauf, dass Akkus billiger werden? Wer rechnen kann, sollte sich bereits jetzt Fragen, wo die Rohstoffe für die ganzen Akkus her kommen sollen. Bereits jetzt wird das Lithium knapp.

    Zitat von berndscherdel Beitrag anzeigen
    5. Wir gönnen uns schon, die Resourcen unserer Kinder zu verfrühstücken.
    Und das sollten wir besser unterlassen. Zum Glück kann man die Seltene-Erden-Metalle aus PV-Zellen alle zu 100% zurückgewinnen. Quecksilber, Lithium und Co. sind unbegrenzt abbau- und recyclebar.
  5. #54

    Sehr treffend

    Zitat von nach.denker Beitrag anzeigen
    Die bei -15° die Reichweite deutlich reduziert
    Es sei denn, man hat die Energie für die Heizung verbraten ;)
    Dafür ist der Strom mit Wirkungsgraden von max. 60% in.....
    China hält 90% der Lithiumvorräte. Und aktuell steigt der Bedarf (Smartphones etc.). Und die Preise steigen.
    Kohlekraftwerke kommen im übrigen nur auf 50% und im Teillastbetrieb noch schlechter. Ein Diesel fährt heute bis auf 41%.