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Steuer-Irrsinn: So will*der Fiskus bei Berliner Clubs abkassieren

Berliner Clubs wie das "Berghain"*sind weltweit für ihre*DJ-Künstler berühmt, doch für das Finanzamt sind*die Locations*nur Durchschnitts-Discos. Darum sollen*jetzt einige deutlich mehr Umsatzsteuer zahlen. Die Betreiber wehren sich - und berichten von grotesken Begründungen der Prüfer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...790581,00.html
  1. #30

    ergsrtgtrs

    Zitat von #Nachgedacht Beitrag anzeigen
    Lippenbekenntnisse sind. Der kann Nachvollziehen das die Steuerlast immer größer wird, weil man mit Geld nicht umgehen kann.
    Die Ölpreise waren zeitlich stark gefallen, hallo, die Preise an der Tanke stehen in keinem Verhältnis. Während Erhöhungen sofort zu Buche schlagen tut man sich abwärts schwer und der Staat ist ach so machtlos, wenn er nur genug abbekommt.
    Ich überlege ob ich mir den Spaß mache und mal die Preisentwicklungen der wirklich wichtigen Kosten der Letzten Jahre und dem Anteil der Steuern zusammensuche und aufliste.
    Steigende Steuereinnahmen trotz Rezension geht eben doch, selbst wenn es die Existenz gefährdet und einen Rattenschwanz nach sich sieht. Es zählt der Moment und der braucht Steuern um jeden Preis!
    Ja. Recherchieren Sie das mal nach. Aber nicht erschrecken. Solche Untersuchungen gibt es nämlich längst.
    Da werden Sie feststellen, dass sowohl Steuerquote als auch Abgabgenquote seit 20 Jahren gesunken sind. Bedenken Sie dabei, dass Sie Steuern und Abgaben immer auf das BIP beziehen müssen.
    Das einzige Geschmäckle dabei ist, dass die Steuern und Abgaben in der Regel eher oder nur für die oberen Einkommensklassen, für Unternehmer und Selbständige und für große Vermögensbesitzer gesunken sind.
    Ob Sie zu einer dieser Klientelgruppen gehören, vermag ch natürlich nicht zu beurteilen.

    Viele Grüße
  2. #31

    Techno von mir aus 40 %

    rein vom Technisch/Künstlerichen ein Techno- mit einen Rock-oder anderen Konzert zu vergleichen ist schon ein Witz ! aber O.K. jedem seins.
    wenn man aber bedenkt wieviel von der Musik auch noch geklaut ist - und Du wirst zuhause abgemahnt weil du dir einen Led Zeppelin Titel runterziehst.
    ausserdem bei den Preisen - kann man kein Mitleid empfinden.
    Ja und die Touristen die EXTRA nach Berlin kommen ,werden jetzt natürlich die 1,20 bis 1,50 die dann der Eintritt oder das erste Getränk mehr kostet nicht mehr bezahlen !?
    für alle die selbe Mehrwertsteuer - keine Schlupflöcher !!!
    das was mich beim Finanzamt auch nervt sind Ihre vorläufigen Bescheide ,wie lange soll man denn als Firma rücklagen für eventuelle Forderungen bereitstellen ?
    oder Nachforderungen wie diese ,sind meiner Meinung nach auch nicht in Ordnung, da Sie es ja vorher genehmigt haben.
    neue einstufung ist O.K.
  3. #32

    Was für ein dämlicher Artikel

    Also sorry lieber Spiegel,
    ich war oft genug in allen Clubs der Welt, vor allem in Berlin. Warum sollen die denn keine 19% zahlen? Wie viele Millionen Euro Schwarzgeld werden aus Berliner Clubs im Jahr rausgeholt? Ich habe die Diskussion um die 19% oder 7% noch nie verstanden. Wenn irgend etwas auf 7% oder 0% dann sind es Schlüsseltechnologien wie Elektromobilität, Solartechnik, Windräder und keine Sauftempel. Ihr solltet euch auch langsam mal überlegen was ihr so für einen quatsch schreibt.
  4. #33

    ....

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    Naja. Wer extra aus den USA oder der EU eingeflogen kommt, um "Clubbing zu machen", hat sicher kein Problem damit, wenn die Eintrittskarte dann 11,50€ statt 10,00€ kostet. Denn soviel macht es ungefähr aus, wenn die Mehrwertsteuer von 7 auf 19% erhöht wird.



    In Deutschland gibt es keine Freizonen oder Sonderwirtschaftszonen und erst recht nicht in einzelnen Städten oder Bundesländern. Die Steuergesetzgebung sollte auf jeden und überall gleich angewendet werden.
    Die Berliner Kulturszene stirbt doch nicht ab, nur weil die Eintrittskarten 2€ teurer werden.

    Viele Grüße
    Das stimmt.
    Aber die 30 Millionen Übernachtungen die Berlin jedes Jahr generiert stammen von Besuchern die dieses Berliner Freiheitsgefühl suchen.
    Die kommen nicht wegen Brandenburger Tor und Reichstag, sondern wegen dem lebensgefühl was in Berlin noch herrscht.
    Und vorallen in den Clubs wird Freiheit noch gelebt, im Rausch und sexuell enthemmt. Das ist doch schön!?
    Wo gibt es das sonst in Deutschland.

    In Berlin gibt es viele Clubs, alleine das Taxigewerbe schiebt 50% des Umsatz am Wochenende vorallem durch die Clubbesucher und Clubhopper.

    Die Berliner Clubs sind eine berlintypische Eigenheit.
    Man sollte sie eher schützen und stärken statt mit Regeln und Auflagen oder Steuern zu bedrängen.
    Am Ende machen sie zu, dann gibt es gar nichts mehr an Einnahmen.
    Schon jetzt ist vieles in den Privatbereich gedrängt, viele machen schon seit Rauchverbot und Lärmschutzauflagen lieber Wohnzimmer- und Parkpartys.
    Dann gibt es gar nichts an Steuereinnahmen mehr.
    Man muss auch abwägen was perspektivisch Sinn macht.
  5. #34

    .

    Zitat von inmado Beitrag anzeigen
    Ein DJ legt Musik auf. Was daran Kunst sein soll...? - Und selbst wer daß anders sieht, wird zugeben müssen, dass es dennoch um eine Disco geht. Wie schräg wäre es denn, wenn eine Disco, die Rock&Pop spielt, 19%, ein Technoschuppen aber nur 7% zahlen müsste?!?

    tjaa.. nur weil das instrument ein anderes ist heist das doch nicht das es schlechter sein muss. es gibt nunmal kein instrument mit dem man so eine musik im nu entstehen lassen kann.

    wenn es so schlimm wäre sie sie meinen dann würden doch nicht so viele leute diese musikrichtung für sich entdeckt haben.
  6. #35

    ...

    Hier im Forum wird doch immer behauptet, die Umsatzsteuer wird vom Endkunden bezahlt. Nach der Logik kann es den "Clubs" doch egal sein, wie hoch der Steuersatz ist. Ich bin gespannt, ob sich die, welche meine Sichtweise auf diese Steuer immer verdammt haben, jetzt zu Wort melden.
  7. #36

    @muttis_bester

    Zitat von muttis_bester Beitrag anzeigen
    Wo wollen Sie da die Grenzen ziehen? Reicht es schon, wenn man ein paarmal den Plattenteller bewegt?

    Künstler sind IMHO nur die, die selbst singen und/oder anhand von Instrumenten musizieren. Platten aufzulegen ist definitiv KEINE Kunst, es ist einfach ein Abspielen vorhandener Werke - auch wenn man zwischendurch mixt, entsteht dabei nixx wirklich Neues.
    Gut, dass Sie das als verbindliche Instanz in allen Kunstfragen endlich einmal klargestellt haben. Hoffentlich halten sich die Richter nun auch einmal daran.
  8. #37

    Käse!

    Zitat von saphit Beitrag anzeigen
    Wie süß.

    Die Berliner Finanzverwaltung wird im rot-roten Senat von der SPD geführt. Deren Beamten entscheiden nach politischen Vorgaben, welcher der beiden USt-Sätze zur Anwendung gebracht werden soll.

    Ist aber schon ein gutes Beispiel für die Wirrheit der FDP-Basher.
    Politische Vorgaben? Es sind rechtliche Vorgaben. Die werden in einigen Fällen aber wohl auch in Berlin von engstirnigen Beamten allzu kleinlich ausgelegt. Deshalb gehören sie von der Politik geändert. Und zwar von der Bundespolitik! Denn die Landesregierung kann an den rechtlichen Vorgaben nichts machen. Schuld ist also natürlich, wie immer, doch die FDP. Basta.
  9. #38

    ...

    Zitat von rehbruecke Beitrag anzeigen
    Jetzt kommt aber ein Club Besitzer und meint "ich bin ganz Schlau, ich versteur meine Einnahmen nur mit 7% USt". Das es sich bei einer Disco Veranstaltung um kein Konzert handelt ist ihm jedoch völlig klar. Dies erklärt ihm auch sein Steuerberater. Egal - man kann es ja mal probieren.
    Ab und zu legt nämlich auch ein DJ auf der "Live" spielt - erst dann handelt es sich um ein Konzert laut BFH. (Ein Besuch auf der Homepage der Disco zeigt das diese Live DJ's gerade mal einen kleinen Prozentsatz aus machen)
    Der Clubbetreiber nimmt das billigend in Kauf und unterwirft alle seine Einnahmen aus dem Eintritt der Umsatzsteuer zu 7%.
    Bei Techno-Festivals spielt auch nur ein Bruchteil live (und die Definition ist sowieso schwammig, bei manchen heißt "live" lediglich, dass sie ihre eigenen Tracks spielen) und trotzdem ist das eindeutig ein Konzert. Ich glaube, jeder der sich etwas mit elektronischer Musik auskennt, wird mir zustimmen, dass das Mixen von Techno (genau so wie Hip Hop) sehr viel mehr mit Kunst zu tun hat, als das pausenlose Abspielen von Rock und Pop. Die Finanzbehörde sagt ja selbst, dass Turntables und ein Mischpult als Instrumente verwendet werden können (von den ganzen Filtern ganz zu schweigen), da braucht es keinen Synthesizer, um das als Konzert durchgehen zu lassen.

    Zitat von rehbruecke Beitrag anzeigen
    Und jetzt versteht mal einer warum alle Arbeitnehmer hinter dem Clubbetreiber steht, welcher deutlich weniger Steuern zahlt, im Verhältniss zu einem Arbeitnehmer der solche Spielräume nicht hat.
    Hier gehts um die Umsatzsteuer, seinen Gewinn muss jedes Unternehmen versteuern.
  10. #39

    ?????

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    Ja. Recherchieren Sie das mal nach. Aber nicht erschrecken. Solche Untersuchungen gibt es nämlich längst.
    Da werden Sie feststellen, dass sowohl Steuerquote als auch Abgabgenquote seit 20 Jahren gesunken sind. Bedenken Sie dabei, dass Sie Steuern und Abgaben immer auf das BIP beziehen müssen.Ob Sie zu einer dieser Klientelgruppen gehören, vermag ch natürlich nicht zu beurteilen.

    Viele Grüße
    Was sind für Sie DJ? Es ging gerade um steuerliche Mehrbelastung und nein, mich intressiert nicht das Verhältnis zum BIP oder sonstiger geschönter Zahlen, mich interessiert das Aufkommen eines ganz normalen Bürgers.
    Nicht diese Steuergeschenke für echte steuerbetrüger, nicht die Steuergeschenke für die armen Großverdiener, sondern ich meine die, wo die Abgaben immer größer geworden sind und das verfügbare Einkommen. Betrifft auch Untrernehmern, Selbständige etc.
    #Nachgedacht


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