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Steuer-Irrsinn: So will*der Fiskus bei Berliner Clubs abkassieren

Berliner Clubs wie das "Berghain"*sind weltweit für ihre*DJ-Künstler berühmt, doch für das Finanzamt sind*die Locations*nur Durchschnitts-Discos. Darum sollen*jetzt einige deutlich mehr Umsatzsteuer zahlen. Die Betreiber wehren sich - und berichten von grotesken Begründungen der Prüfer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...790581,00.html
  1. #140

    ...

    Zitat von geroi.truda Beitrag anzeigen
    Quatsch - dann schicke ich die Betreiber-GmbH eben in die Insolvenz und führe den Laden mit einer neuen Betreiber-GmbH weiter; für die Besucher ändert sich gar nichts...
    Blödsinn. Das Berghain sowie die anderen Berliner Clubs bestehen aus seinen Machern und nicht aus dem Gebäude.
    Man kann da nicht einfach mal die "Betreiber" wechseln, die Clubs sind auch riesige Künstlernetzwerke, viele machen schon seit Jahren im Berghain.
    Klar, man kann auch aus dem Berghain Gebäude noch eine gesichtslose gästefreie Diskothek zaubern, die dann mit Billigpreisen und Dauer Happy Hour versucht den Berliner Ausgehmarkt aufzumischen.
    Fragt sich ob dann noch das internationale Publikum kommt.

    Überhaupt, Berliner Clubs sind eben keine Diskotheken wo man mal so einen Betreiberwechsel machen kann.
    Wäre nicht das erstmal das Nichtberliner meinen man schiebt mit ein paar Millionen irgendeinen Laden an, um dann nach einen halben Jahr Insolvenz zu machen.
  2. #141

    Finanzamt ein Alptraum

    Es ist egal ob Techno, Disco oder ganz normaler Arbeitnehmer. Diese Behörde ist nur für die ganz Reichen und ganz Armen dieser unserer deutschen Gesellschaft erträglich. Für alle Andren ist die Finazbehörde aus dem geistigen Mittelalter eine einziger Alptraum, ein wirklich sinnvoller Grund auszuwandern, da leider keine besserung zu klaren Strukturen in Sicht ist. Wenn es jetzt mit der FDP am Ruder nicht klappt, dann wird es unter SPD, Grüne etc. noch schlimmer. Die Vergangenheit hat uns unter Eichel und Steinbrück als Finanzminister soviel "Schwachsinn" eingebrockt, welcher bis heute noch nicht verdaut ist znd viele Stunden wertvolle Lebenszeit kostet.
    In der nächsten Runde wird es für "Vergnügungsbetriebe", s.o., bestimmt eine Sondersteuer geben. Die Beamten müssen bezahlt werden, immer mehr werden sie auch, gehen bei Zeiten in den Ruhestand und bekommen schon von daher lange Zeit Steuergelder als "wohlverdiente" Rente.
  3. #142

    Berlin liegt aber in Deutschland

    Zitat von stiip Beitrag anzeigen
    Touristen vielleicht. Einheimischen nicht unbedingt.


    Z. B. weil die Clubszene nolens volens massiv Werbung für Berlin macht und das Berlin-Marketing das auch recht penetrant bei jeder Gelegenheit herausstellt. Gleichzeitig gängelt die Stadtverwaltung genau diese Clubs und ihre Betreiber, zerstört massiv Freiräume (Mediaspree z. B.) und merkt offenbar gar nicht, dass sie damit einen der wenigen Standortvorteile kaputt macht.

    Sehr viele Clubs werden mit bestenfalls prekären Nutzungsduldungen am Leben gehalten. Von den Leuten, die dort arbeiten, wird keiner reich, auch die Betreiber nicht. 200.000 Euro können auch einen Club wie das Berghain in die Pleite treiben. Dann macht man halt nur noch Eventgastronomie für die Reichen und Schönen.

    Wäre etwa so, als würde in der Oper nur noch "Starlight Express" gespielt.
    Leider gibt es aber kein eigenes Umsatzsteuerrecht für Berlin. Kann schon sein das Berlin die superduperbeste Clubszene des Planeten hat, aber solange sich Berlin in Deutschland befindet, gleiches Recht für alle.
    Ich persönlich halte eine DJ auch für einen Künstler, ich war auch schon öfter in Clubs oder Veranstaltungen über Dorfdisse-Niveau. Trotzdem hat die Umsatzsteuer nichts mit Club Gewinn zu tun oder der Künstlerbezahlung.
  4. #143

    Anderswo?

    Was mich interessieren würde, wie halten es andere deutsche Metropolen mit ihren Clubs?
    Wenn diese den normalen Satz nehmen, dann muss das arme und hochsubventionierte Berlin es natürlich auch tun.
    Wer weiß, vielleicht weht der Wind ja aus dieser Richtung.
  5. #144

    *

    Zitat von rammbock Beitrag anzeigen
    Blödsinn. Das Berghain sowie die anderen Berliner Clubs bestehen aus seinen Machern und nicht aus dem Gebäude.
    Man kann da nicht einfach mal die "Betreiber" wechseln, die Clubs sind auch riesige Künstlernetzwerke, viele machen schon seit Jahren im Berghain.
    Klar, man kann auch aus dem Berghain Gebäude noch eine gesichtslose gästefreie Diskothek zaubern, die dann mit Billigpreisen und Dauer Happy Hour versucht den Berliner Ausgehmarkt aufzumischen.
    Fragt sich ob dann noch das internationale Publikum kommt.

    Überhaupt, Berliner Clubs sind eben keine Diskotheken wo man mal so einen Betreiberwechsel machen kann.
    Wäre nicht das erstmal das Nichtberliner meinen man schiebt mit ein paar Millionen irgendeinen Laden an, um dann nach einen halben Jahr Insolvenz zu machen.
    Ob die Herren Teufele und Thormann das Berghain künftig - nach deren etwaiger Insolvenz - anstatt durch die OSTGUT GmbH durch eine WESTSCHLECHT Ltd oder irgend eine andere juristische Person betreiben ist völlig egal...
  6. #145

    Herrlich!

    Zitat von Uzala Beitrag anzeigen
    ...sondern erschafft neue Musik, in der das Ausgangsmaterial so stark bearbeitet ist, dass einzelne Stücke nicht mehr unterscheidbar sind.
    Eben, denn was hier als grosse Kunst gefeiert wird, ist dank automatisiertem Sync, Samplern und computergenerierten monotonen Beats wirklich leicht zu mixen. Macht heute jeder Teenager zuhause, Software läuft auf jedem PC, sogar auf Smartphones. Livekonzert - dass ich nicht lache...

    Und - ja, ich habe schon des öfteren solche Veranstaltungen erlebt.

    Ich glaube, jeder Dorfdisco-DJ arbeitet heutzutage mit Laptop und mixt herum.
    Deshalb würde ich da nicht unterscheiden. Jede Discothek sollte gleich behandelt werden.
  7. #146

    Tja,..

    Zitat von inmado Beitrag anzeigen
    Ein DJ legt Musik auf. Was daran Kunst sein soll...? - Und selbst wer daß anders sieht, wird zugeben müssen, dass es dennoch um eine Disco geht. Wie schräg wäre es denn, wenn eine Disco, die Rock&Pop spielt, 19%, ein Technoschuppen aber nur 7% zahlen müsste?!?
    ...und die abgedroschene uralte Klassikmusik, wie auf dem deutschen Venushügel in Bayreuth mit dem typisch deutsch-sntimatalen Radau zahlt auch bloß 7%. Wo ist da der Unterschied, oder meinen Sie die brauchen diesen FDP-WW als Spetzl.
  8. #147

    Was dachten Sie denn...

    ...wo das Geld herkommen soll ?!
    Bankenrettung ist schließlich keine Hexerei.
    Die ersten neun Drinks sind für andere.
    Der zehnte ist für Sie. Genießen Sie ihn !
  9. #148

    ein ...

    Zitat von Marginalius Beitrag anzeigen
    ...Das einzige Geschmäckle dabei ist, dass die Steuern und Abgaben in der Regel eher oder nur für die oberen Einkommensklassen, für Unternehmer und Selbständige und für große Vermögensbesitzer gesunken sind.
    ....
    Ein beliebtes Vorurteil, aber falsch. Wenn Sie sich mal mit dem Steuerrecht beschäftigen, werden Sie feststellen, dass die Steuern für kleine und mittlere Unternehmen seit Rot/Grün gestiegen sind. Es wird seit dieser Zeit sogar das Einstellen eines Arbeitnehmers zusätzlich besteuert. Sogar das Finanzamt erkennt es als ungerecht an, dass bei Selbständigen an das Finanzamt überwiesene Steuern nochmals einkommenssteuerpflichtig sind. Das wollte aber der Gesetzgeber so. Sieht ja sozial aus, weil es um Selbständige geht. Gut, man kann ja einige Jahre später als Politiker die betroffenen bedauern und den Selbständigen H4-Zuschüsse zahlen.

    Im Gegensatz dazu wurden Steuern für die reduziert (bis auf 0!!!!), die Geld nicht durch Arbeit sondern aus Geld verdienen. Sie können zum Beispiel mal Gysi zuhören:
    http://www.youtube.com/watch?v=T2p9M...eature=related

    Aber bitte bis zum Schluss.
  10. #149

    wer ...

    Zitat von super.constellation Beitrag anzeigen
    ...
    Mehrwertsteuer einheitlich für jedwede Umsätze auf 200 Prozent hochsetzen, alle anderen Steuern komplett abschaffen, sämtliche dadurch arbeitslos werdende Steuerberater und Finanzbeamte auf die wirksame Eintreibung und Überprüfung des Systems einsetzen. ...
    Wer das Buch von Götz Werner gelesen hat (dort ist es ausführlich erläutert), wird dieses Prinzip unterstützen. Dann wird nämlich nicht Arbeit sondern Verbrauch besteuert. Importierte Billigprodukte würden ebenfalls stärker besteuert. Dadurch könnte man wieder mehr in D produzieren. Das schafft Arbeitsplätze. Man kann das Prinzip also nur unterstützen. Man muss nur noch zwei Probleme lösen:
    Beamte, die sich ständig neue Gesetze ausdenken (weil sie neue Löcher schaffen und die mit "neuen" Ideen ein paar Jahre später wieder schließen, um neue Steuerlöcher zu erzeugen, die sie ..) hätten nichts mehr zu tun. Es würde die Diskussion losgehen, dass dann Reiche und Unternehmen keine Steuern zahlen würden. Betrachtet man den Geldfluss innerhalb der gesamten Gesellschaft, wäre das eine falsche Aussage. Es lässt sich nur kaum jemand davon überzeugen.

    Ob es denn 200% sein müssen oder weniger, darüber kann man noch diskutieren. Es geht mit weniger und der Staat hätte trotzdem mehr.

    Übrigens: die Steueroasen dieser Welt hätten richtig Pech. Niemand würde mehr sein Geld dort anlegen müssen...








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