Sterblichkeit: Jungen Männern droht eher der Tod als Kleinkindern

Die Gefahr, in den ersten Lebensjahren an ansteckenden Krankheiten zu sterben, ist in den vergangenen 50 Jahren deutlich gesunken. Jetzt übersteigt die Sterblichkeit junger Erwachsener erstmals die von Kleinkindern. Forscher fordern, dieser Altersgruppe mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...753788,00.html
  1. #20

    und nun zu den interessanten Nachrichten

    Interessant ist doch:

    a) generell hat die Sterblichkeit im Jugendalter signifikant abgenommen - sogar bei den jungen Männern, bei denen sie am wenigsten abgenommen hat, um 41-48 %! Es sterben heute halb so viele Jungs in dem Alter wie noch 1955! Das ist doch gut!

    b) Trotz riesiger Umbrüche in der Gesellschaft, auseinanderbrechenden Familien, und einer (zumindest materiell) weniger sicheren Welt ist sie Selbstmörderquote konstant geblieben. Seelisch scheinen Jugendliche keine größeren oder kleineren Probleme mit dem Kuppelparagraphen zu haben als mit Hartz4.

    c) Unfälle sind bei allen Jugendlichen in der OECD über 10 die häufigste Todesursache. Da scheint aber (entgegen meinen Erwartungen, muss ich gestehen) das begleitete fahren zu helfen, zumindest die Verkehrsunfälle zu reduzieren.
  2. #21

    .

    Zitat von camemberta Beitrag anzeigen
    Wie war das dann mit den Nachkriegskindern? Da war "vaterlos" noch genau das, was es aussagt. Alles Psychos geworden?
    Sicher nicht. Dass aber nicht wenige Nachkriegskinder einen Knacks haben - und dafür mag es verschiedene Ursachen geben - wird keiner bestreiten. Ob Vaterlosigkeit oder Massenverkrippung, die Beliebigkeit eines sozialen Umfeldes mit Substitution durch ständig wechselnde Bezugspersonen wird nirgendwo so hartnäckig verteidigt wie in Deutschland. Da ist schon die Frage, ob nicht Psychologen und Sozialarbeiter Folgeschäden reparieren, die sich generationenübgreifend äußern.
  3. #22

    Wer ´s glaubt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gefahr, in den ersten Lebensjahren an ansteckenden Krankheiten zu sterben, ist in den vergangenen 50 Jahren deutlich gesunken. Jetzt übersteigt die Sterblichkeit junger Erwachsener erstmals die von Kleinkindern. Forscher fordern, dieser Altersgruppe mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...753788,00.html
    Ich glaube nicht, dass die Zahl der Kleinkinder, die an Infektionskrankheiten gestorben ist, weltweit tatsächlich gesunken ist - zumindest nicht in der Weise, wie das hier dargestellt wird.
    So viel medizinisches Engagement und soviel Geld stand doch für solche Anliegen überhaupt nicht zur Verfügung. Das meiste Geld wurde doch für internationale Militärschläge und internationale Raumfahrtmissionen gebraucht ... ;-)

    Wie sagt man doch so schön: trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    Man bedenke übrigens : Kinder unter einem Jahr wurden hier nicht mitgezählt. Und in dieser Statistik sind längst nicht alle Länder dieser Welt erfasst.
  4. #23

    .

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    c) Unfälle sind bei allen Jugendlichen in der OECD über 10 die häufigste Todesursache. Da scheint aber (entgegen meinen Erwartungen, muss ich gestehen) das begleitete fahren zu helfen, zumindest die Verkehrsunfälle zu reduzieren.
    Dieser Effekt scheint sich tatsächlich zu bestätigen. Nur warten wir eine Dekade ab.

    Denn wenn ich mir das Straßenbild genauer betrachte, fällt mir nicht selten auf, dass insbesondere südländische Mitbürger ihre Sprösslinge unangeschnallt chauffieren. Kindersitze scheinen in diesen Familien auch eher die Ausnahme denn die Regel zu sein.
    Und welchen positiven verkehrspädagogischen Einfluss sollen diese Eltern ihren 17jährigen Söhnen vermitteln, wenn sie als Begleitpersonen dieser unterwegs sind?
  5. #24

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von gudrun habersetzer Beitrag anzeigen
    Na und? Eine Gesellschaft kann nur profitieren, wenn minderwertige Chromosom-Krüppel freiwillig das Leben beenden, sonst würden diese nur Gewalttaten ausführen und anderen Leuten das Leben kosten! Auch diese "Menschen" an der Front zu dezimieren wird ja mangels Wehrpflicht immer schwieriger. Daher sollte man ihnen den Selbstmord so leicht wie möglich machen - oder besser sogar männliche Föten direkt nach der Geburt entledigen, wie bei den Amazonen! Selbst Mary Darl und Valery Solanas befürworten derartige Methoden und man sollte meiner Meinung nach mit der Umsetzung nicht lange Warten
    Ich hoffe, ich darf Ironie-Tags nachschmeißen... ansonsten wäre es ein Fall für

    PLONK!!!
  6. #25

    ...

    Zitat von gitani Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass die Zahl der Kleinkinder, die an Infektionskrankheiten gestorben ist, weltweit tatsächlich gesunken ist - zumindest nicht in der Weise, wie das hier dargestellt wird.
    So viel medizinisches Engagement und soviel Geld stand doch für solche Anliegen überhaupt nicht zur Verfügung. Das meiste Geld wurde doch für internationale Militärschläge und internationale Raumfahrtmissionen gebraucht ... ;-)

    Wie sagt man doch so schön: trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    Man bedenke übrigens : Kinder unter einem Jahr wurden hier nicht mitgezählt. Und in dieser Statistik sind längst nicht alle Länder dieser Welt erfasst.
    Und weil ihr persönlicher "Glaube" dagegen spricht, muss die Studie ja gefälscht sein, gell?

    Lassen Sie mich raten: Sie sind ein Impfgegner, Homöopathie-Anhänger oder ähnliches, der nicht akzeptieren will, dass Impfungen und Antibiotika entscheidend dazu beigetragen haben, dass Infektionskrankheiten längst nicht mehr die Todesstatistiken in allen Altersgruppen anführen?
  7. #26

    Mein Problem damit ist, ...

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    Christian, Sie beschweren sich doch immer, dass auf die Bedürfnisse von Jungen nicht geachtet wird, und nicht hingeschaut wird. Jetzt macht das jemand, fordert Maßnahmen, und dann ist das auch nicht recht, sondern wieder eine Verschwörung gegen Männer? Würden Sie auch motzen, wenn dadurch die Lebenserwartung von Männern gesteigert würde, weil sie es dann länger mit Frauen aushalten müssten? In dem Falle müssten Sie dafür sein, dass man männliche Föten gleich abtreibt, weil das denen jede Menge Ärger erspart.
    ... daß ich keins habe. War das nicht deutlich geworden? Ich finde es sogar überaus begrüßenswert, daß der Suizid junger Mänenr jetzt mal in den Focus gerät, anstatt mit dem üblichen: "Sollen doch nicht so jammern, diese Kerle!" abgetan wird.

    Hatte mir die kleine Gehässigkeit nur erlaubt, weil das Leben von Männern doch sonst auch keinen interessiert, wie wir z.B. aus dem Strang um die Lebenswerwartung wissen. Da war das Wohlmeinendste ja noch, daß die Kerle eben öfter mal zur Vorsorge gehen und weniger qualmen sollen. Darum finde ich es geradezu wohltuend, daß sich jetzt jemand seriös um ein problem junger Männer kümmern will, anstatt bloß einen Spruch zu klopfen von der Art: "Wenn die Kerle mit dem Leben nicht klarkommen, sollen sie gefälligst eine Therapie machen!". Kurz und gut: Ich begrüße das!

    Zitat von DanielaMund Beitrag anzeigen
    Aber immerhin können Sie ja zum Ministerium für alles außer Männer gehen und dafür sorgen, dass dieser WHO-Bericht ignoriert wird, und vielleicht noch die Abschaffung der Anschnallpflicht für Jungs proklamieren, damit mehr Jungs über 10 an Unfällen sterben - sind ja bisher nur 60 % der Todesopfer.
    Gibt´s schon! Das sind die Aufkleber mit dem Spruch: "Schnall Dich nicht an, stirb wie ein Mann!" ;-)
  8. #27

    Fakten versus Bauchgefühl

    Zitat von Parzival v. d. Dräuen Beitrag anzeigen
    Ob Vaterlosigkeit oder Massenverkrippung, die Beliebigkeit eines sozialen Umfeldes mit Substitution durch ständig wechselnde Bezugspersonen wird nirgendwo so hartnäckig verteidigt wie in Deutschland.
    Das ist wieder einmal so ein "gefühltes Weltbild". Warum setzen Sie sich zur Abwechslung nicht einmal mit der Realität auseinander? Tatsache ist, dass der prozentuale Anteil an Kindern, die in Ein-Eltern-Familien aufwachsen, unterhalb des OECD-Durchschnitts liegt.

    So, nun können Sie wieder weiterfühlen.
  9. #28

    Ergänzung

    Zitat von immerzu Beitrag anzeigen
    Das ist wieder einmal so ein "gefühltes Weltbild". Warum setzen Sie sich zur Abwechslung nicht einmal mit der Realität auseinander? Tatsache ist, dass der prozentuale Anteil an Kindern, die in Ein-Eltern-Familien aufwachsen, unterhalb des OECD-Durchschnitts liegt.

    So, nun können Sie wieder weiterfühlen.
    Es muss natürlich heißen: der prozentuale Anteil an Kindern, die Ein-Eltern-Familien aufwachsen, für Deutschland unterhalb des OECD-Durchschnitts liegt.
  10. #29

    vor der eigenen Türe kehren

    Zitat von gudrun habersetzer Beitrag anzeigen
    Na und? blabla! Auch diese "Menschen" an der Front zu dezimieren wird ja mangels Wehrpflicht immer schwieriger. blabla
    Das einzige Problem haben Sie selbst. Einer Gruppe von Menschen das Menschsein abzusprechen und damit auch ihrer Würde, macht SIE zu einer Last für unsere Gesellschaft. Schneiden Sie sich also ruhig weiter ins eigene Fleisch.