Forum


 

Sterben in Somalia: Sechs Schritte gegen die Hungersnot

Somalia im Chaos: Hunger und*Bürgerkrieg sind die Folgen einer verfehlten Strategie des Westens - und die*Nothilfe kann die Probleme nicht lösen. Dazu braucht es größere Anstrengungen. Der Entwicklungsexperte Klaus Thüsing fordert einen*sechs Punkte-Plan für das Land am Horn von Afrika.*

http://www.spiegel.de/politik/auslan...778571,00.html
  1. #1

    Entwicklungshilfe ist gescheitert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Somalia im Chaos: Hunger und*Bürgerkrieg sind die Folgen einer verfehlten Strategie des Westens - und die*Nothilfe kann die Probleme nicht lösen. Dazu braucht es größere Anstrengungen. Der Entwicklungsexperte Klaus Thüsing fordert einen*sechs Punkte-Plan für das Land am Horn von Afrika.*

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...778571,00.html
    Entwicklungshilfe ist gescheitert, das ist nun mal Fakt.
    Die einzigen welche davon profitieren ist die korrupte Elite eines Landes. Wie unsinnig Entwicklungshilfe ist, sieht man daran das selbst China (laut FAZ 2010 waren es 321 Millionen in 2008) welche erhält.

    Somalia ist ein failed state. Ich kann mich noch gut daran erinnern das die Welt die US Regierung drängte dort Ordnung zu schaffen und als sie es versuchte dann sich anhören musste, dass man so nicht mit freien Menschen umgehen kann (nachdem Militärs jedes Haus nach Waffen durchsuchte).

    Ich möchte auch nicht wissen, wie viel Geld den Milizen dort bezahlt werden muss damit ihre eigene Bevölkerung Nahrungsmittel bekommt.

    Was immer die Regierungen und NGO dort versuchen, es wird scheitern so das es am besten ist nichts zu tun. Länder welche Hilfe ohne Bedingungen akzeptieren sollen sie auch bekommen jedoch nur unter der Voraussetzung das die Geberländer auch die Verteilung übernehmen und nicht wie in Burma die Regierung ihr Image aufpolieren kann.

    Und was die Schuld der ex Kolonialmächte betrifft - das ist 60 Jahre her und sollte damit erledigt sein. Entweder die Menschen lernen miteinander umzugehen oder sie sollen sich halt gegenseitig massakrieren. Das klingt brutal aber eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.
  2. #2

    Der böse Westen hat keine Schuld an der Zuständen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Somalia im Chaos: Hunger und*Bürgerkrieg sind die Folgen einer verfehlten Strategie des Westens - und die*Nothilfe kann die Probleme nicht lösen. Dazu braucht es größere Anstrengungen. Der Entwicklungsexperte Klaus Thüsing fordert einen*sechs Punkte-Plan für das Land am Horn von Afrika.*

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...778571,00.html
    Die Hauptschuldigen für diese Zustände in Somalia haben

    1. Die Islamisten, die ihre eigene Bevölkerung zu politischen Zwecken missbrauchen und aushungern lassen

    2. Die Chinesen, die den Bauern in Ostafrika die Grundstücke und Ackerböden wegkaufen

    3. Diese unsägliche Spendenkultur des Westens, der die Zustände mit blinden Spenden langfristig nur verschärft.
    ( Vergleichbar mit einer Heroinspende für einen Junkee, damit er sich einen weiteren Schuss für eine kurze "gesundung des Körpers" setzen kann, anstatt zu einer Langzeittherapie zu gehn.

    Deshalb sollte man NICHTS mehr nach Afrika spenden, sondern sich informieren welche Organisationen beim Aufbau von Infastrukturen helfen und denen direkt das Geld überweisen.
  3. #3

    ein Mann

    ein über 60 Jahre alte Mann schrieb mal, dass als er noch ein Kind war, seine Mutter ihn aufforderte, alles auf dem Teller zu essen, weil in Afrika Kinder verhungerten.

    Der Hunger war schon vor Jahrtausenden ein Bestandteil Schwarz-Afrikas. Ja, das hört sich rassistisch an, doch es ist belegt. Und ehrlich gesagt, bis auf ein paar reiche Könige (die heute durch Diktatoren ersetzt wurden), habe ich in keinem Geschichtsbuch bisher gelesen:
    "... und zu dieser Zeit ging es einem Schwarzafrikanischen Volk gut, sogar ohne Sklavenhandel...".

    Gleichzeitig wird der Kolonialismus beschuldigt, wobei vergessen wird, dass nach dieser Logik nach dem zweiten Weltkrieg Europa nie wieder auf die Beine kommen dürfte, und außerdem die neue Grenzziehung in Afrika, wobei das heißen würde, dass Multikulti selbst nach Jahrhunderten nicht funktioniert.

    Eines ist mir klar: Selbst meinen Urenkel und Ur-Urenkel werden irgendwelche Leute ein schlechtes Gewissen mach, dass in Afrika Menschen verhungern und zwar mit den gleichen Bild eines hungernden Jungen, mit dem Schon meine Eltern erpresst wurden.
    Wie schrieb ein GUTER Journalist vor einiger Zeit: "Was ist eigentlich aus dem Jungen geworden, der vor 30 Jahren so hungernd und traurig in die Kamera guckte? Er ist wohl erwachsen und hat 8 weiter hungernde Kinder in die Welt gesetzt, um die er sich genauso wenig kümmert, wie sich sein Vater um ihn gekümmert hat. "
  4. #4

    Schwarz-Weißmalerei

    Zitat von Herzkasper Beitrag anzeigen
    Die Hauptschuldigen für diese Zustände in Somalia sind
    2. Die Chinesen, die den Bauern in Ostafrika die Grundstücke und Ackerböden wegkaufen
    Nicht nur Chinesen kaufen riesige Ländereien in zahlreichen afrikanischen Staaten, sondern auch westliche Konzerne. Und afrikanische Politiker sind für die Gesetze verantwortlich, die solche Käufe ermöglichen. Sie sind es auch, die ihre eigene Bevölkerung vor derlei Spekulation nicht schützen, - möglicherweise, weil sie daran mitverdienen.
  5. #5

    Schöner Artikel

    aber leider sieht die Realität anders aus.

    Der Westen und insbesondere Deutschland tragen, wenn überhaupt, nur minimale Schuld am Elend der Menschen in dieser Region.
    Die Kolonialzeit ist inzwischen mehrere Generationen her und kann nun wirklich nicht mehr als Rechtfertigung für akuten Hunger dienen.

    Schuld sind zweifellos:

    -Bevölkerungsexplosion
    -Clan-Denke
    -Korrupte Elite
    -Religionsfaschisten
    -Bildungsferne
    -Piratenunwesen

    Da sich gezeigt hat, dass Entwicklungshilfe die Probleme niemals löst sondern höchstens verschärft (noch schnelleres Bevölkerungswachstum, noch mehr Korruption) sollte man diese einstellen.

    Entwicklung von außen ohne Unterstützung durch die Bevölkerung im Lande geht nicht.
  6. #6

    Das geht nicht weit genug

    Bei aller Wertschätzung des Herrn Thüsing. Alle Vorschläge sind natürlich ganz nett, aber irgendwie in der Form nicht realisierbar. Um nachhaltig diese Krisenregion aufzuräumen, sollte man an eine Kolonisierung auf Zeit - drei Generationen - in Erwägung ziehen und einen Stufenplan entwickeln, der in etwa so aussehen könnte.
    1. Militärische Säuberung des gesamten Landes mit Entwaffnung und Festsetzung der Milizen.
    2. Aufbau von Infrastruktur mit verschiedenen Entwicklungsgesellschaften wie zB GIZ.
    3. Landwirtschaftliche Erneuerung des Landes wie Aufforstung, Bewässerung, Rekultivierung. Wie man sowas macht, kann man bei den Israelis abgucken; die haben schließlich ihren Staat auch in einer ehemaligen Wüste aufgebaut.
    4. Parrallel dazu Heranbildung "neuer" somalischer Eliten, die Schritt für Schritt in die aufzubauende Verwaltung übernommen werden und Regierungsverantwortung übernehmen.
    5. Geordneter Rückzug aus einem sich selbst tragenden Staat.

    Vielleicht nicht ganz billig, aber auf lange Sicht erfolgreicher als dieses ewige Herumdoktern an den Symptomen.
    Ach ja, ich vergaß... damit lassen sich ja keine Geschäfte machen.
  7. #7

    Titel

    Zitat von Herzkasper Beitrag anzeigen
    2. Die Chinesen, die den Bauern in Ostafrika die Grundstücke und Ackerböden wegkaufen
    China wurde in der modernen Geschichte erst nach dem 2. Weltkrieg unabhängig. Und davon war nachdem erst die Europäer (komplett mit Hunenrede) und danach die Japaner (komplett mit Massenmorden und modernen Sklaverei) dort gehaust haben viel weniger übrig als von Afrika die mit schon aufgebauter Infrastruktur in die Freiheit entlassen wurde.
    Und jetzt die Fangfrage: Wieso kaufen die Chinesen in Afrika die Grundstücke auf und nicht die Afrikaner in China?
    Vieleicht weil die Chinesen schaffen anstatt über die bösen Kolonialisten rumzujammern und genug verstand und Moral haben um zu wissen, dass man keine Kindern in die Welt setzt, die man nicht durchfüttern kann?
  8. #8

    Bei allem Respekt

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Bei aller Wertschätzung des Herrn Thüsing. Alle Vorschläge sind natürlich ganz nett, aber irgendwie in der Form nicht realisierbar.


    Um nachhaltig diese Krisenregion aufzuräumen, sollte man an eine Kolonisierung auf Zeit - drei Generationen - in Erwägung ziehen und einen Stufenplan entwickeln, der in etwa so aussehen könnte.
    1. Militärische Säuberung des gesamten Landes mit Entwaffnung und Festsetzung der Milizen.
    2. Aufbau von Infrastruktur mit verschiedenen Entwicklungsgesellschaften wie zB GIZ.
    3. Landwirtschaftliche Erneuerung des Landes wie Aufforstung, Bewässerung, Rekultivierung. Wie man sowas macht, kann man bei den Israelis abgucken; die haben schließlich ihren Staat auch in einer ehemaligen Wüste aufgebaut.
    4. Parrallel dazu Heranbildung "neuer" somalischer Eliten, die Schritt für Schritt in die aufzubauende Verwaltung übernommen werden und Regierungsverantwortung übernehmen.
    5. Geordneter Rückzug aus einem sich selbst tragenden Staat.
    Ihre Vorschläge sind genauso weltfremd.
    -Welche Partei sollte das durchsetzen (SPD, CDU, Grün)?
    -Welche Länder sollten die nötigen Soldaten entsenden? Deutschland?
    -Wie "einfach" die Entwaffnung islamistischer Milizen ist kann man in Irak und Afghanistan beobachten.
    -Die Infrastruktur ist heute in vielen afrikanischen Ländern schlechter als zu Kolonialzeiten. Was schließen wir daraus?
    -Landwirtschaftliche Entwicklung hilft nichts, wenn sich gleichzeitig die Bevölkerung alle 30 Jahre verdoppelt. Da hinken Sie immer hinterher.
    -"Heranbildung neuer Eliten" hört sich toll an, aber wie stellen Sie sich das praktisch vor? Kennen Sie ein Beispiel?
  9. #9

    Chinesen

    Zitat von McBline Beitrag anzeigen
    China wurde in der modernen Geschichte erst nach dem 2. Weltkrieg unabhängig. Und davon war nachdem erst die Europäer (komplett mit Hunenrede) und danach die Japaner (komplett mit Massenmorden und modernen Sklaverei) dort gehaust haben viel weniger übrig als von Afrika die mit schon aufgebauter Infrastruktur in die Freiheit entlassen wurde.
    Und jetzt die Fangfrage: Wieso kaufen die Chinesen in Afrika die Grundstücke auf und nicht die Afrikaner in China?
    Vieleicht weil die Chinesen schaffen anstatt über die bösen Kolonialisten rumzujammern und genug verstand und Moral haben um zu wissen, dass man keine Kindern in die Welt setzt, die man nicht durchfüttern kann?
    ... und Verstand? Ja, aber Moral? Was hat die Ein-Kind-Politik mit Moral zu tun ganz davon abgesehen, daß sie auch nicht sehr wirkungsvoll ist...








TOP



TOP