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Steinbrücks Nebeneinkünfte: Der Millionen-Kandidat
REUTERS89 Vorträge, gut eine Million Euro: Peer Steinbrück legt seine Nebeneinkünfte offen. Der SPD-Kanzlerkandidat sieht sich als Vorreiter in Sachen Transparenz und teilt gegen den politischen Gegner aus. Der schweigt - doch die größere Gefahr droht dem Sozialdemokraten ohnehin aus den eigenen Reihen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-864229.html
- #1 30.10.2012 13:51 von
- #2 30.10.2012 13:53 von
Den Informationsgehalt seiner Vorträge, immerhin über 10.000 Euro pro Stück, kann ich nicht in Frage stellen, außer unseren "Leistungseliten" wird sich da niemand zusammengefunden haben. Big Handshake und Schulterklopfing eben... aber mal im ernst, mit Sozialdemokratie hat das nichts mehr zu tun.
- #3 30.10.2012 13:58 von
- #4 30.10.2012 14:01 von
Ganz Ohr
Nun meine Damen und Herren von FDP und CDU, der Bürger ist ganz Ohr, wie hoch sind denn nun ihre Nebenverdienste.
- #5 30.10.2012 14:03 von
Naja. Bin ich glücklich darüber?
Nein.
Aber:
Versetzen wir uns in die Lage von Herrn Stonebridge. Da kommt also so ein Vermittlerfuzzi einer Agentur und sagt mir, ich könne für einen Vortrag bummelig €15.000 brutto bekommen, im Ernst, wie würde ich reagieren?
a) Kommt gar nicht in Frage, ich brauche das Geld nicht und die Leute, vor denen ich reden soll sind mir auch schnuppe.
b) Naja, für das Geld läßt sich schon noch ein Abend im Terminkalender finden. Seit man nicht mehr Minister ist, sind die 7-Tage-Wochen mit 16-Std-Tag ja vorüber.
c) Das ist ja unanständig viel Geld, können Sie mein Honorar auf €1.500 kürzen? Das halte ich für angemessener.
d) Ich soll vor Deppen, die bereit sind so viel Kohle für 'ne Stunde Laberei zu blechen 'nen Vortrag halten?
Kein Problem, so einen Vortrag hab ich an einem WE verfaßt und kann ihn dann auch 68mal mit kleinen Änderungen immer wieder halten.
e) ...
f) ...
g) ... - #6 30.10.2012 14:04 von
Der "Punkt" geht...
wohl ganz klar an Steinbrück und die SPD!
- #7 30.10.2012 14:04 von
Redenschreiber
Für mich stellt sich eher die Frage, wer seine Reden geschrieben hat für er die Honorare kassiert hat. Waren es seine Assistenten im Bundestag oder seine Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter aus den Zeiten als er Finanzminister war?
Warum recherchiert Spiegel nicht mal in diese Richtung?
Alle feiern seine Offenheit und bieten ihm das Forum auf schwarz-gelb einzuprügeln.
Aber solange diese Frage nicht geklärt ist und solange nicht widerlegt ist, dass die Reden nicht durch Zweckentfremdung (Thema Doktorarbeit Guttenberg und die Recherchedienste des Bundestages) von öffentlich Bediensteten und damit von Steuergeldern, entstanden sind, möchte ich doch dringend zur Vorsicht bei so manch einer Berichterstattung mahnen. - #8 30.10.2012 14:06 von
Immerhin verdient er was!
An statt froh zu sein, dass es Politiker gibt, die nicht nur auf die Diäten angewiesen sind, wird herum gepöbelt. Wäre Steinbrück ein grottenschlechter Redner, hätte er wohl nicht soviel verdient, das zeichnet ihn doch eigentlich aus. Oder ist den Rumpöblern ein Kanzler lieber, der nichts kann und nichts ist und deswegen außer seinen Diaten nichts verdient. Solche Berufspolitiker gibt es genüge, die Theater Studentin ohne Abschluß Claudia Roth ist hier doch das Paradebeispiel. Würde mich mal interessieren von wem und wieviel sie für ihre sachkompetenten Vorträge bekommt. Denn Eines kommt wohl hoffentlich als Folge von Steinbrücks Nebeneinkünften, dass endlich Ross und Reiter veröffentlicht werden was die Nebeneinkünfte betrifft. Seltsam, dass die Grünen da so still sind.
- #9 30.10.2012 14:06 von
Wofür das Geld wohl wirklich floss?
Mir scheint es ungewöhnlich bis unglaubwürdig, dass derartige Summen für die "klugen Worte" des Herrn Steinbrück fliessen. Wahrscheinlicher ist, dass es sich um versteckte Zuwendungen für Klientelpolitik handelt.
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