Steinbrück und die Honorar-Debatte: Der Fehlstart

APAls Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-859942.html
  1. #1

    Butter bei die Fische !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.

    Peer Steinbrück: Fehlstart des SPD-Kandidaten - SPIEGEL ONLINE
    Die 'verhaltene Reaktion' der Schwarz-Gelben spricht doch Bände !

    Nur zur Erinnerung:
    Die Abgeordneten des deutschen BT werden aus Steuermitteln für ihren anstrengenden 60-80-Stunden-Job (Eigendarstellung) honoriert.
    Damit verknüpft wird eine - nun ja - nicht gerade geringe Pensionszusage (aka Altervorsorge).

    Dieses ganze Schwachsinns-Gerede von Unabhängigkeit während der BT-Tätigkeit können die Vertreter von Schwarz-Gelb (und den anderen) herzlich in die Tonne treten. Ihre sogenannte Unabhängigkeit können sie gerne vor und nach der BT-Tätigkeit ausüben - parallel zur BT-Tätigkeit gehört es an die öffentlichen Eiche, damit man dahinter noch ein paar Kleinigkeiten verstecken kann.

    Und egal wie der/die Kanzlerkandidat/in heißt ! Wenn diese(r) - implizit oder explizit - zu einer gewissen Art der Veröffentlichung seiner Nebeneinkünfte aufgefordert wird, hat dieses Verfahren für ALLE BT-Abgeordneten zu gelten.

    Und wenn die Damen und Herren schon mal gerade dabei sind, können sie das UN-Abkommen gegen Korruption gleich mit ratifizieren.
    In dem Zusammenhang werden nämlich - ganz besonders von Schwarz-Gelb - die gleichen hirnrissigen Argumente verwendet, die auch bei einer weitergehenden Tranzparenz der Nebeneinkünfte zur Anwendung kommen.

    Bis dahin sind für mich diese BT-Abgeordneten alles korrupte, geldgierige Blutsauger, die ihren griechischen Kollegen in nichts, aber wirklich garnichts nachstehen.

    Schönen Sonntag noch.
  2. #2

    Findet jemand-dass Steinbrück sympathisch wirkt?

    Abgesehen davon, ob er jetzt schuldig oder unschuldig als "Raffke" dasteht, habe ich ihn persönlich nicht als richtigen und wichtigen Kanzler der Deutschen gesehen.
    Zugegeben - es ist weltweit kein Staatsmann in Sicht!
    Aber findet man nichts Besseres? Muss es so ein "sozialer" Selbstversorger sein?
    Nein, wirklich nicht!
  3. #3

    Wieso nur Verlierer ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.

    Peer Steinbrück: Fehlstart des SPD-Kandidaten - SPIEGEL ONLINE
    Die Glaubwürdigkeit von Politikern ist ein hohes Gut.
    Hält diese einer kritischen Beurteilung stand, kann dies nur gut für die Demokratie und die Glaubwürdigkeit von Politik sein.
    Wollen wir dies nicht oder ist es uns egal?
  4. #4

    Normalfall

    In der Politik läuft ohne Beziehung zu den kapitalkräftigen Wirtschaftsorganisationen gar nichts.
    Für den Wähler stellt sich natürlich die Frage wessen Interessen werden vertreten?
    Die Antwort liegt nahe des Wählers Interessen können das nicht sein, der gehört ja nicht zum Finanzkapital.
  5. #5

    Falsch,

    nicht nur Verlierer sondern auch Gewinner: DER WÄHLER !!!!!!
  6. #6

    Den Kapitalismus-Kritiker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.

    Peer Steinbrück: Fehlstart des SPD-Kandidaten - SPIEGEL ONLINE
    hätte Steini doch eh niemand abgenommen. Da war die Parallele zu Heuschrecken-Münte kurz vor der Wahl damals doch zu offensichtlich: jahrelang das Eine tun, und dann, wenn es auf die Wahl zu geht, das Andere verkünden. Allerdings: in puncto Anfälligkeit für Korruption muss weder die cdu noch die fdp das Maul aufreissen. "Nebeneinnahmen", die bei anderen Empfängern von staatlichen Hilfen (Hartz IV) zu Kürzungen oder Streichungen von Bezügen führen, sind doch bei den Damen und Herren Abgeordneten noch nicht mal Kavaliersdelikte, sondern der Normalfall. Pfui.
  7. #7

    Einer wie der andere

    Das zeigt es doch wieder, wie die Vielzahl dieser Diätergauner ticken. Zeigt mir doch einen Politker der überhaupt die Wahrheit spricht und das was er sagt auch ernst meint. Die Leute werden damals wie heute von der regierenden Partei verarscht.
  8. #8

    Betrachtungsweise

    Fragen wir doch einmal anders (nach Sokrates soll das ja gelegentlich erhellend sein) und werfen einige Fragen nach den Motiven der Steinbrück-Basher auf:

    1. Wieso wird Steinbrück zu Vorträgen eingeladen (der zuletzt über keinerlei nennenswerte Macht verfügte, so dass versuchte Einflussnahme als Motiv ausscheidet), die amtierende Kanzlerin aber nicht? Liegt es vielleicht daran, dass unsere Edelperle im Hosenanzug weder inhaltlich noch rhetorisch irgendetwas zu bieten hat und ihre meck-pomm-Bräsigkeit mittlerweile jedem zum Hals heraushängt?

    2. Hat eigentlich einer der Kritiker verstanden, was ein Vortrag ist? Grundsätzlich ist das anders als Einflüsterung, wie wir es ständig bei unserem Ex-Bundespräsidenten Wulff beobachten durften.
    3. Wieso glauben eigentlich alle Leute ständig, dass ich keine andere Meinung vertreten kann als diejenigen, die mich für einen Vortrag bezahlen? Ich selbst mache das permanent, wenn ich einen Vortrag halte. Aber die naiven Dobrindts etc. kennen es wohl nicht anders - was mehr ein Licht bzw. Schatten auf sie als auf Steinbrück wirft.

    4. Ein Vortrag kann belehren, vielleicht erheblich mehr in den interessierten Kreisen als das eine Rede im Parlament kann, der fünf Hanseln aus dem Haushaltsausschuss zuhören, die ohnehin schon jedes Argument mindestens 25 Mal gehört haben. Ein Vortrag vor Fremden ist also mehr gelebte Demokratie als eine vorher ohnehin zu Protokoll gegebene Parlamentsrede.

    5. Steinbrück hat sich in puncto Transparenz an die Regeln gehalten. Die Presse, deren Vertreter im wesentlichen politisch links-partei/grün/linker SPD-Flügel auf eine ganz unangenehme Art und Weise mit Schaumschlägern wie Seehofer, Dobrindt etc. verbünden, sollte nicht ständig das Volk für dumm verkaufen. Etwas mehr Souveränität und Sachlichkeit hülfe.
  9. #9

    Wie links schlägt Steinbrücks Herz?

    Hoffentlich hat er einen "rechten" Verstand. Noch höhere Steuern und Abgaben, die dann in der Sozialstaatsindustrie versanden führen zu noch höheren Schulden und lähmen die Eigeninitiative.
    Erst muss etwas erwirtschaftet werden, damit man es umverteilen kann.