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Steinbach-Eklat auf Twitter: "Die Nazis waren eine linke Partei"

Vertriebenen-Funktionärin Erika Steinbach twittert erst seit wenigen Wochen - dafür aber umso intensiver: über Hitler, Stalin*und die NSDAP, die sie als "linke Partei" bezeichnet. Eine Provokation, sagt Steinbach selbst. Kritiker und Historiker sind befremdet.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...812950,00.html
  1. #20

    Wie gewöhnlich

    Die These, dass irgendein Parteiname auch direkt was mit der politischen Ausrichtung zu tun hätte, kommt häufiger von den Rechten. Dabei zeigt schon kurzer Blick in die heutige Zeit, das dies nicht stimmt ("die freiheit", "die wahren schwätzer", "heimatschutz" usw.)

    Die zweite beliebte These ist, immer weiter links und irgendwann ist man rechts.

    Also nichts neues in der Welt. Alles wie gehabt. Und dass die Frau tatsächlich nur provozieren wollte; ha, wer glaubt denn das? Es war ihr Ernst.

    Und was schreibt die da: "linke aus den löchern gekrochen"? Liebe Frau S., nur Rechte kriechen aus den Löchern, das ist die übliche Redewendung.
  2. #21

    In einem hat Frau Steinbach recht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vertriebenen-Funktionärin Erika Steinbach twittert erst seit wenigen Wochen - dafür aber umso intensiver: über Hitler, Stalin*und die NSDAP, die sie als "linke Partei" bezeichnet. Eine Provokation, sagt Steinbach selbst. Kritiker und Historiker sind befremdet.

    Steinbach-Eklat auf Twitter: "Die Nazis waren eine linke Partei" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das Hitler- und das Stalin-Regime waren menschenverachtende Diktaturen. Die Vokabeln "links" und "rechts" sagen hierzu nicht aus. Daran ereifern sich nur Protagonisten, die das Wesen der Diktaturen nicht verstanden haben. Welche Richtung haben denn die Diktaturen in Afrika? "Mitte"? Also laßt das Geschwafel von Links und Rechts. Die SPD ist ebensowenig links wie die CDU rechts ist.
  3. #22

    Ich hab dermaßen gelacht

    Original aus dem Artikel:
    Die Nazis als Linksextremisten? Experten sehen das anders.

    SPON macht endlich wieder Satire!
  4. #23

    man sollte den Kasperverein auflösen

    denn es ist vertraglich seit 1991 geregelt daß es keine deutschen Besitzansprüche jenseits der Deutsch-polnischen Grenze oder im Sudentenland gibt - und die Vertreibung war das Ergebnis russischer Intervention weil WIR bzw. der Rechtsvorgänger "Drittes Reich" die Russen angegriffen hatten. Und die wollten keine Deutschen im Ostblock.

    Auch dürfte es wohl fast keine lebenden Zeitzeugen mehr geben, die TATSÄCHLICH noch vertrieben wurden. Nun, wer Lust hat, kann ja gern nen Stückchen Land in Ostpolen kaufen, oder ganz besonders heiß begehrt: Weißrußland - ein Teil Ostpreußens liegt dort.

    Auch sind alle diejenigen gut entschädigt worden, die ihren Hof oder was sonst verloren hatten, Deutschland war und ist gepflastert mit Aussiedlerhöfen.
  5. #24

    Wenn das so wäre, macht ja das links-rechts Schema wenig Sinn.

    Man kann die Aussage aber auch anders interpretieren. Nämlich dahingehend dass die Idleogie der Nazis und die der Sozialisten/Kommunisten nicht sehr weit auseinanderliegen.
    Die Idleogien sind kollektivistisch, antfreiheitliche und antidemokratisch. Während man links den Klassenkampf ausruft, pflegt man rechts den Rassenkampf.

    Auch das Ergebnis ist durchaus ähnlich. Beide Ideologien haben ausnahmslos zu faschistoiden Staatsformen geführt. Das Expansionsstreben dergrossen KommunistischenStaaten war ebenso ausgeprägt wie die von NS-Deutschland. Politische Gegner verschwanden in Lagern bzw. wurden zu Tode ausgebeutet. Die Bürger wurden systematisch bespitzelt bzw. einer rigiden ideologisch definierten sozialen Kontrolle ausgesetzt. Die Gesellschaft war durchmilitarisiert und der Staat versuchte die Jugend möglichst früh der subversiven Kraft der Familie zu entziehen.
  6. #25

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus dem Artikel:

    "Denn natürlich habe Hitler mit der Namensgebung im Arbeiter-Milieu nach Stimmen gesucht. "

    Steinbach-Eklat auf Twitter: "Die Nazis waren eine linke Partei" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Partei existierte als "Deutsche Arbeiterpartei" schon bevor Hitler zu ihre gestoßen war und diese Partei ist in einem Arbeiter- und kleine-Leute-Milieu entstanden. Sozialpopulismus war kein "Trick" zum Stimmenfang, sondern ein wesentliches Element des Nationalsozialismus.
  7. #26

    Steinbach und Fest

    Wenn die Steinbach das sagt, schreien alle auf. Aber es hat auch ein ernstzunehmender Historiker gesagt, nämlich Joachim C. Fest, und das in einem Medium, das ganz bestimmt nicht rechts ist, in der taz.

    Fests Artikel beginnt so: "Manche guten Gründe sprechen dafür, dass der Nationalsozialismus politisch eher auf die linke als auf die rechte Seite gehört. Jedenfalls hatte er Zeit seines Bestehens mit dem Totalitarismus Stalins mehr gemein als mit dem Faschismus Mussolinis." Nachzulesen hier: - taz.de

    Und meines Erachtens hat er recht. Wie in einem Kreis: mittig vorne ist die demokratische, liberale, freiheitsliebende, staatskritische Mitte, und wer rechts oder linksherum weit genug geht, landet beim gleichen: Staatswirtschaft, (Volks-)genossen, Arbeiterpartei, Gulag oder KZ.
  8. #27

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vertriebenen-Funktionärin Erika Steinbach twittert erst seit wenigen Wochen - dafür aber umso intensiver: über Hitler, Stalin*und die NSDAP, die sie als "linke Partei" bezeichnet. Eine Provokation, sagt Steinbach selbst. Kritiker und Historiker sind befremdet.
    Steinbach-Eklat auf Twitter: "Die Nazis waren eine linke Partei" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Alles ist relativ.Wer Frau Steinbachs Weisheiten kennt,mag durchaus für möglich halten, dass die Nazis links stehen, von ihr aus gesehen
    zumindest.
  9. #28

    Woher kommt denn die Unterteilung in rechts und links? Das kommt aus der Sitzordnung der französischen Nationalversammlung 1789, wo die monarchistisch gesinnten Abgeordneten rechts saßen, und die republikanisch gesinnten links.
    Nur darum geht es doch heute garnicht mehr. Also warum sollte man das als entgegengesetzte Extreme sehen? Das ist doch vor allem für die herrschende Partei praktisch, die sich heute, wie schon in Weimar, als eher in der Mitte stehend sieht, und ihre Gegner damit in 2 Lager spaltet.
  10. #29

    ras ist aber sehr dünn - wo ist denn der Unterschied zwischen "Klasse" und "Rasse"

    Zitat von mm71 Beitrag anzeigen
    Diese Diskussion gab's ja schon öfter ("rotlackierte Faschisten") und ist völlig überflüssig. Natürlich ist der Nationalsozialismus keine linke Ideologie, auch wenn es partiell einige Überlappungen gab, insb. in der frühen, eher "national-romantischen" NS-Ausprägung. Dennoch bleiben zentrale Unterschiede, so definierte die NS-Ideologie sich über die "Rasse", der Sozialismus/ Kommunismus über die "Klasse" etc.

    Unabhängig davon gibt es natürlich ähnliche Elemente in beiden Ideologien in ihrer EIgenschaft als autoritäre Staatsformen, z.T. auch in ihrer Gewalttätigkeit gegenüber den Feinden der jeweiligen Ideologie, aber das gilt ebenso für alle anderen autoritären Regimes.
    also ich seh da keinen sehr großen.
    Und die Denkmäler der beiden politischen Ideologien ähnelten sich sehr.
    Wenn schon ein Unterschied, dann in der Schnelligkeit, eine ganze Nation in Grund und Boden zu stampfen. Da waren die Linken einfach schlechter.


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