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Steinbach-Eklat auf Twitter: "Die Nazis waren eine linke Partei"
Vertriebenen-Funktionärin Erika Steinbach twittert erst seit wenigen Wochen - dafür aber umso intensiver: über Hitler, Stalin*und die NSDAP, die sie als "linke Partei" bezeichnet. Eine Provokation, sagt Steinbach selbst. Kritiker und Historiker sind befremdet.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...812950,00.html
- #250 02.02.2012 21:18 von
- #251 02.02.2012 21:18 von
Und da haben wir unsere Unterschiede
Warum entwickelt sich das System Ihrer Meinung nach in die falsche Richtung? Die Sozialhilfe ist meiner Meinung und meiner Erfahrung nach ausreichend. Mehr wäre wirtschaftlicher Selbstmord und auch gegenüber jenen, die die Sozialabgaben erwirtschaften, nicht fair. Ich hätte kein Problem mit einer "machbaren" Utopie. Aber ich kann an keine Utopie glauben, die Wesenszüge des Menschen außer Acht läßt und daher weder realisierbar noch erstrebenswert ist.
Natürlich haben es Akademikerkinder leichter als etwas Kinder aus der Arbeiterschicht. Bestimmte Interessen werden ja auch über die Erziehung vermittelt. Aber auch das ließe sich in unserem System Schritt für Schritt, beispielsweise über ein besseres Bildungssystem, lösen. Aber es wird nie eine Möglichkeit geben, alle Unterschiede, zu denen auch Veranlagungen gehören, auszumerzen. Am Geld aber liegt es nicht. Die Schule ist kostenlos und das Studium in vielen Bundesländern auch. Selbst wenn man einen Kredit aufnehmen müßte, so ist dieser erst ab einem bestimmten Einkommen zurückzuzahlen.
Reichtum vermehrt sich nun mal umso schneller, desto mehr man hat. Mit mehr Geld kann man in Bereichen investieren, die anderen verschlossen bleiben. Der Maßstab ist für mich auch nicht, wieviel Geld jemand hat, der reich ist, sondern wieviel Geld der hat, der als arm gilt. Ich habe selber zwei Jahre Hartz4 bekommen und mußte weder hungern noch frieren. Andererseits habe ich nichts dagegen, juristisch gegen Steuerschlupflöcher vorzugehen. Aber ich denke, ständige Steuererhöhungen sind keine Lösung.
Von Enteignungen halte ich gar nichts. Auch nicht die von irgendwelchen Adligen. Viele Leute haben viel gearbeitet, Geld gespart, irgendwann klug investiert oder sie hatten eine gute Idee und haben ein Vermögen gemacht. Warum sollten sich diese Leute nicht ein großes Grundstück kaufen dürfen? Warum sollte man es Ihnen wegnehmen? Das Streben nach Reichtum, der ja auch Unabhängigkeit bedeutet, ist eine starke Antriebsfeder. Wenn man diese reguliert, dann schneidet sich die Menschheit in das eigene Fleisch. - #252 02.02.2012 21:21 von
Sozialismus?
Wo ist denn dann der Sozialismus? Steht er nur in Büchern?
In den Wertmaßstäben der "demokratischen Konservativen" sind nicht die "Samen" des Faschismus verborgen.
Wohl aber in Marx die Samen der kommunistischen Massenvernichtungen des 20. Jahrhunderts. Siehe seine Ausführungen, wie man über die Revolution zum Kommunismus gelangt. - #253 02.02.2012 21:26 von
nicht nur
Ich habe mich mit meinem Opa unterhalten und er meinte, daß ihn die NSDAP anzog, weil sie viel für die Wohlfahrt taten und sehr dynamisch und schwungvoll auftraten. Zumindest anfangs waren die Grenzen zwischen KPD und NSDAP fließend und es gab viele Leute, die die Partei wechselten, ohne ihre Wertvorstellungen umzustülpen.
- #254 02.02.2012 21:26 von
Nur zu dumm...
dass in den Staaten heute nicht mehr soviel Arbeiter und Bauern leben, sondern die Masse sich zum Mittelstand (Besitzende) zählt.
Nennen Sie mir bitte einen sozialistischen Staat, der von der Masse gelenkt wurde??? Ich glaube, das ist wieder das marxistische Idealdenken. War Stalin, Crustchov, Breschnjew oder Honnecker, Mielke und das verhasste Politbüro die Masse die gelenkt hat??? Waren nicht gerade das FÜHRER, die sich in nichts hereinreden ließen? Gab es niocht gerade im Marxismus Puppen als Parlamente?
Also ihre Theorie aus dem 150 Jahre alten Lehrbuch hört sich gut an, die Praxis sah aber überall ganz anders aus. Und... alle diese Staaten gingen derbe pleite. - #255 02.02.2012 21:29 von
falscher Dogmatismus
Ja und? Ist "Klassenfeinde" umbringen legitimer als "Rassenfeinde" umbringen?`
Ähnliche Elemente ist hier nun stark untertrieben. Da kann man bereits getrost von einem identischen Schema sprechen.
Von diesem "links = gut / rechts = schlecht" schwarz-weiss Dogma wird mir ganz schlecht! Extremismus und Fanatismus ist grundsätzlich falsch und gefährlich! Egal, ob er nun von links oder rechts kommt! - #256 02.02.2012 21:31 von
nicht nur links und nicht nur rechts
Ich bin nicht der Meinung, daß die NSDAP ausschließlich links oder ausschließlich rechts gewesen ist. Jedoch ihr Drang, eine Gesellschaft von Grund auf neu zu erschaffen, ihre Abneigung gegen das Bürgerliche (was auch schön in der Architektur zu beobachten ist - faschistische und kommunistische Architektur gleichen sich nicht zufällig), ihr Streben nach Gemeinschaft statt nach Individualität, ihr Drang nach einer umfassenden Ideologie, all das hat sehr viel zu tun mit Sozialismus und Kommunismus. Und mit diesen Punkten möchte man sich in Deutschland, zumindest auf linker Seite, nicht auseinandersetzen.
- #257 02.02.2012 21:34 von
Ich möchte mal eine wissentschaftliche Definition sehen, was links ist.
Bei Klemperer (Tagebücher) habe ich gelesen, dass er (Klemperer) die NSDAP für eine linke Partei hielt. Nicht, dass er im wissentschaftlichem Sinn recht hatte. Kann ich gar nicht beurteilen. Jedoch war er Zeitzeuge. Und wenn man die Bücher hier nicht gefälscht hat, so war er 1930 tatsächlich der Meinung, die Nazis ständen links. Ich halte den Herrn Klemperer für einen zu dieser Zeit hochgebildeten Menschen. Offenbar gab es damals die Einteilung von "extrem links" und "extrem rechts" nicht. - #258 02.02.2012 21:45 von
Erklärungsbedarf
Dann erklären Sie uns doch bitte mal, inwieweit eine Gesellschaft, in der nach Ausschaltung der Gewerkschaften und Beseitigung des Streikrechts, ein Fritz Thyssen dann zum Treuhänder der Arbeit bestellt wird, sozialistisch ist.
Wenn der Betriebschef auch gleichzeitig Betriebsrat ist, entspricht das doch wohl eher dem perfekten Kapitalismus.
MFG
jolip - #259 02.02.2012 21:46 von
Exakt!
Wobei die Perfidie darin liegt, das Negative Image mit Links umzuchiffrieren und somit gleichzeitig auf den politischen Antagonisten als ursächlich zu verorten, um sich selbst scheinbar weit von seinen Bürdern im Geiste zu distanzieren.
Nicht umsonst wird dieser Dumpfbackentrick gerne von unseren Rechtspopulisten zur Wählertäuschen bemüht.
Unvergessen Franz-Josef Strauß, der die sozialdemokratischen Sozialisten eben die SPD als Verwandte des Hitlerschen "Nationalsozialismus" diffamierte. Und womöglich die Hälfte der Dummbeutel zupflichtete.
Den Vogel schoss aber ein anderer:
[QUOTE]"Die von Strauß und Stoiber angeschlagene Melodie übernahm auch bald der Parteinachwuchs. Alfred Sauter, Landesvorsitzender der Jungen Union (JU) Bayern, nannte im "Bayernkurier" die "Jusos, Judos und sonstige Kommunistenspezies" kurzerhand "kriminelle Gestalten", denn: "Sie imitieren auch mit erkennbarer Lernfähigkeit und schneller Auffassungsgabe Methoden der SS und SA sowie der übrigen Nationalsozialisten vor und nach der Machtergreifung im Jahre 1933 ... Nationalsozialisten waren eben auch und vor allem Sozialisten."[QUOTE]
DER SPIEGEL*44/1979 - Die letzten wurden 1934 ermordet
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