einer da wo keiner hingedacht hat. Warum ging es den Spaniern vor dem EURO so gut? Hier ist doch was faul.
REUTERSIn Spanien verschärft sich die Krise: Die Zinsen für Staatsanleihen schnellen in die Höhe, die Löcher in den Bilanzen der Banken werden immer größer. Dem Land droht die Zahlungsunfähigkeit - trotz der versprochenen Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro. Muss die EU nochmal eingreifen?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...839748,00.html
einer da wo keiner hingedacht hat. Warum ging es den Spaniern vor dem EURO so gut? Hier ist doch was faul.
Dummerweise sind die Banken, welche die größten faulen Kredite in jenen Ländern haben, französische und deutsche Banken.
Als systemrelevante private Finanzinstitute dürfen diese nicht pleite gehen, sonst droht die größtmögliche Kalamität. Jene Banken gar zu verstaatlichen wäre das größte Desaster, ja des Teufels, weil Kommunismus. Der Steuerzahler könnte letztendlich noch davon profitieren, und nicht die Geldelite - das wäre nicht systemkonform.
Nun, es war möglich in Deutschland, eine Bank zu verstaatlichen, aber sie war eben keine deutsche Bank: die HRE. Die fungierte nämlich zwischendurch als bad bank für die deutschen Pleitebanken - welch ein Zufall.
Bisher vermisse ich solidarische Bekundungen der sehr reichen Griechen und Spanier mit ihren unschuldig in Not geratenen Landsleute??? Z.B. über eine Vermögenssteuer für Vermögen ab 1 Mio EUR o. eine Zwangsanleihe??? Warum entlassen die dortigen Regierungen ihre sehr potenten Landsleute aus Ihrer Pflicht. Keiner kann allen Ernstes erwarten, dass deutsche Steuerzahler auf alle Ewigkeit die korrupten und ineffizienten Strukturen dieser Länder finanziert und die Nutzniesser weiter entspannt auf Ihren Luxusyachten feiern ...
Spanien hätte vorige Woche einige marode Banken pleite gehen lassen sollen. Das wäre tatsächlich ein Befreiungsschlag gewesen, weil dann ein grosses Aufräumen angefangen hätte und die Anspruche auf den Tisch gekommen wären und vielleicht gesehen hätte wer sich was unter welchen Bedingungen unter den Nagel gerissen hat. Das war natürlich in Niemandes Interesse und den bekannten Delinquenten bis zu 100Milliarden EURO wert, ist ja nicht ihr Geld und die "teure" Klientel wird auch nicht ungebührlich belästigt.
Die Bankenrettungen sind nicht im Interesse Europas oder der Deutschen, vielmehr im Interesse einer beschränkten Klientel. Bei den Schäden in Bezug auf die Sparer und LV-Kunden wird sowieso schon von der EZB und den Nationalbanken gegengehalten. Sieht man an Griechenland wo die Normalos ihre Girokonten leerräumen und ihre paar Penunsen in Sicherheit bringen. Die Grossen hatten mit ihren Transfers die Banken bereits in die Pleite getrieben.
Das wird jetzt über den ESFS und ESM versucht. Das Problem ist die Menge der Altlasten. Da steht der Kampf zwischen den Gläubigern, die drohen ihr Geld abzuziehen, wenn sie keine höheren Zinsen bekommen, und allen anderen.
Kredithaie haben leider andere Regeln als normale Menschen. Aber das Problem ist durch systematischen Schuldenabbau in den Griff zu bekommen.
Manchen Politikern fällt so etwas allerdings schwer. Die rennen lieber zu den Kredithaien, um ihre Wähler mit Geld zu ködern. So ist die EU- Krise nie zuende.
Jetzt wird's aber mutig :-)
Ich traue mir ja auch viel zu - aber das nicht ;-)
An Stelle von Merkel und Schäuble wurde ich - an verantwortlicher Stelle - vermutlich das gleiche Laienschauspiel aufführen und versuchen mit Salamitaktik einerseits die Stürmung des Reichstags, anderseits den kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch europäischer Demokratien zu verhindern , indem ich jede Woche die rote Linie überschreiten würde, die ich die Woche zuvor dem Parlament und den Deutschen versprochen hatte.
Aber ich würde parallel das komplette diplomatische Korps für Geheimverhandlungen in Marsch setzen und mir parallel die besten Experten ins Kanzleramt holen, die eine schadensminimierende Auflösung des Euro durchplanen.
Das kann nur noch Berlin machen.
Da gibt's auch kein Austritt oder ähnliches. Den Berlin ist der Euro.
Und sogar wenn man's wirtschaftlich einigermaßen hinbekommt, werden sich die ganzen Staten, die alleine durch die Existenz des Euros in den Ruin getrieben wurden, einen Sündenbock suchen.
Das wird wieder Jahrzehnte für Deutschland dauern, um die diplomatischen Schäden, den die Wirtschaft mit ihrem Euro angerichtet hat, einigermaßen zu beheben.
Nein, unsere Verfassung erlaubt das so nicht. Grundsätzlich erlaubt aber die Verfassung als Staatsziel, dass D in einem vereinten Europa aufgeht. Das mag man bedauerlich finden oder nicht, es ist eben so.
Wichtiger als als alles andere ist, dass die Ewigkeitsgarantie des GG, die für bestimmte Artikel gilt nicht ausgehöhlt wird. Diese gilt sehr wohl für die Menschenrechte und auch für die Basisgrundlagen eines demokratischen Staates, nicht aber für die Finanzverfassung.
Gegenwärtig ist aber der EuGH nicht in der Lage, eine Durchsetzung der Menschenrechte zu gewährleisten, das bedürfte einer richtigen Verfassung und ansonsten gibt es den Europarat, der das nicht ersetzen kann.
Mithin, in der Krise liegt die Chance, der Bürger und Steuerzahler kann fordern was er/sie will. Ja, erpresst sie, im Sinne Europas.
Also wenn ich das lese, kann ich kaum fassen, dass all die Schwarzmaler hier auf dem Forum, die das Ende des Euros schon vor Jahren prophezeit haben, Recht behalten könnten. "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa" ist zu einer echten Bedrohung geworden, denn es scheint eine Lavine ins Rollen zu kommen, die alles mit sich reißt, auch das Projekt Europa selbst.
Zitat:
Art. 56 (und Art. 64) GG lautet: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)“