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Steigende Verbrauerpreise: Inflation beutelt Chinas arme Massen

Vor allem das Essen wird teurer: In China steigen die Verbraucherpreise immer deutlicher, im Oktober hat die Inflation den Warnwert der Regierung klar übertroffen. Betroffen sind insbesondere arme Familien, die die Hälfte ihres Geldes für Ernährung ausgeben müssen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...728445,00.html
  1. #20

    Zitat von cherubian Beitrag anzeigen
    Also ich finde, dass man die hoeheren Preise hier in China durchaus merkt.
    So sind z.B. Milch, Yoghurt, Huehnerfleisch, Ingwer, Orangen, Aepfel ebenso wie Waschmittel, Shampoo oder Deo sehr viel teurer geworden.
    Was ja völlig normal ist, mit steigedem Wohlstand steigt natürlich auch die Nachfrage nach solchen Produkten und damit der Preis, das hat erstmal mit Währungskursen nichts zu tun. Dies wird sich einpendeln, denn mit steigenden Preisen wird in der Regel auch die Produktion steigen und damit die Preise normalisieren. Dass eine wachsende Wirtschaft mit Preissteigerungen zu kämpfen hat ist somit völlig ok. Natürlich ist das für die Chinesen, die nicht vom Fortschritt profitieren nachteilieg, hier muss man halt durch Sozialleistunegn gegensteuern.
  2. #21

    Richtig

    Zitat von cherubian Beitrag anzeigen
    So sind z.B. Milch, Yoghurt, Huehnerfleisch, Ingwer, Orangen, Aepfel ebenso wie Waschmittel, Shampoo oder Deo sehr viel teurer geworden.
    Dass Shampoo und Deo zum Teil deutlich teurer geworden sind, ist mir auch aufgefallen - ich hatte dies aber als Anpassungsprozess an die Nachfrage gesehen. Wenn schon fast niemand das Zeug kauft, dann sollen eben diejenigen, die es tun, die Kosten decken...

    Feinschnitttabak wurde um etwa 30%, manche Marken gar um circa 70% teurer. Ueberhaupt ist dieses Markenbewusstsein bei Tabak ganz neu.
  3. #22

    Kein Titel

    Zitat von MarioMyer Beitrag anzeigen
    Und? Habe ich was anderes gesagt? Im Uebrigen unterscheidet man nicht nur in China zwischen der Waehrung und der Einheit, nur gibt es nicht immer ein Wort dafuer.

    Ihr Beitrag amuesiert mich ob seines "akademischen" Charakters - "Yuan" wie "Jiao" sagt ja wohl niemand im alltaeglichen Sprachgebrauch, und Fen habe ich seit vielen Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen. In der Alltagspraxis wird dann auf- oder abgerundet.

    Was berichtet Ihnen Wikipedia denn sonst noch ueber China?
    Stimmt. Fuer Yuan wird meistens Kuai gesagt. Und Jiao wird Mao genannt. Ich habe uebrigens demletzt im Krankenhaus einen Jiao Schein bekommen. Der sieht wunderbar aus und neu war er auch.
    Mich wuerde auch interessieren, was Wikipedia sonst noch ueber China sagt.
  4. #23

    Chinesischer Markt

    Zitat von gaycuffs Beitrag anzeigen
    Das Bild zu diesem Artikel zeigt wohl eher einen Markt in Tokio, statt in Peking. Es sei denn man zahlt in China neuerdings mit Yen.
    Ich habe sowohl in Japan als auch in China gelebt und spreche die Sprachen - und kann versichern, dass es sich um China handelt. Ausserdem wie vorher richtig erwähnt, kann man das Zeichen sowohl für den chinesichen Yuan als auch für den japanischen Yen verwenden.
  5. #24

    Habe keine Umlaute

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Zahlworte und Einheiten sind wohl zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Yuan ist eine Einheit, kein Zahlwort.

    Fen werden häufig zu Jiao aufgerundet. Beim "offiziellen" Umtausch von Fremdwährung erhält man oft auch Fen zurück.
    Ich meinte (und dachte, ich schrieb) "Zaehlwoerter". Da Zaehlwoerter keine Zahlwoerter sind, haben Sie partiell Recht - Zahlwoerter sind keine Einheiten (und das Wort "Zahlworte" ist Unsinn, denn "Worte" sind sinngebend miteinander verbundene Woerter).

    Die Sache mit den Zaehlwoertern und den Einheiten mache ich vielleicht mal an einem Beispiel deutlicher:

    1000 ({Grund-}Zahlwort) Euro (Einheit)
    1000 ({Grund-}Zahlwort) Yuan (Zaehlwort) Renminbi (Einheit)

    Als ich vor Jahren an der Supermarktkasse darum bat, mir auch die noch ausstehenden - und mir zustehenden (man hatte aufgerundet)- Fen auszuzahlen, hat man mich ausgelacht. Womoeglich sogar zu Recht - ich wollte ja auch nur die Reaktionen sehen.

    Offensichtlich wird nur noch bei staatlichen Arbeitseinheiten wie Krankenhaeusern und Banken die zweite Nachkommastelle exakt gehandhabt...ich waere aber auch skandalisiert, rundete man auch bei Banken grosszuegig auf oder ab.
  6. #25

    Hoppla

    Zitat von MarioMyer Beitrag anzeigen
    1000 ({Grund-}Zahlwort) Euro (Einheit)
    1000 ({Grund-}Zahlwort) Yuan (Zaehlwort) Renminbi (Einheit)
    Mit Einheit ist hier Waehrungseinheit gemeint. Nur um jedem Missverstaendnis vorzubeugen.
  7. #26

    Noch mal

    Zitat von mcmercy Beitrag anzeigen
    Dies wird sich einpendeln, denn mit steigenden Preisen wird in der Regel auch die Produktion steigen und damit die Preise normalisieren.
    Diese Praemisse setzt eine mehr oder weniger freie Marktwirtschaft voraus. Die Palette an lokal produzierten Milchprodukten hat sich in den letzten 12 Jahren - steigende Preise und groessere Nachfrage und groessere Vertrautheit der Konsumenten mit solchen Milchprodukten hin oder her - nicht um einen Milimeter veraendert. Die Shanghaier Grossmolkerei z.B. ist ein Staatsbetrieb.

    Dann gibt es natuerlich auch eine Firma wie Mengniu, eine "investment holding company", die, aus einem Staatsbetrieb hervorgegangen, in Behoerden-Lingo als groesster privater Produzent von Milchprodukten gilt. Deren Produktpalette unterscheidet sich nicht ein Jota von der der Shanghaier Molkerei, allein die Farbe der Verpackung ist gruen statt blau.

    Der Markt bewegt sich also nicht. Vielleicht gibt er auch nicht mehr her. Fakt ist, dass das lokale Angebot eher basisch ist, waehrend die in allen Formen, Farben und Groessen erhaeltlichen Importprodukte preislich z.T. deutlich ueber den etwa in Deutschland durchsetzbaren Preisen liegen, auf alle Faelle aber immer ueber dem lokalen Preisniveau. Waere der Milchproduktemarkt mit dem Automobilmarkt vergleichbar, so waere China ein Land, in dem man auf der Strasse entweder Wagen der Economy Class oder aber der Premium Class sehen kann - aber nichts dazwischen.


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