Forum: Blogs
Steigende Verbrauerpreise: Inflation beutelt Chinas arme Massen
Vor allem das Essen wird teurer: In China steigen die Verbraucherpreise immer deutlicher, im Oktober hat die Inflation den Warnwert der Regierung klar übertroffen. Betroffen sind insbesondere arme Familien, die die Hälfte ihres Geldes für Ernährung ausgeben müssen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...728445,00.html
- #20 11.11.2010 09:35 von mcmercy
Was ja völlig normal ist, mit steigedem Wohlstand steigt natürlich auch die Nachfrage nach solchen Produkten und damit der Preis, das hat erstmal mit Währungskursen nichts zu tun. Dies wird sich einpendeln, denn mit steigenden Preisen wird in der Regel auch die Produktion steigen und damit die Preise normalisieren. Dass eine wachsende Wirtschaft mit Preissteigerungen zu kämpfen hat ist somit völlig ok. Natürlich ist das für die Chinesen, die nicht vom Fortschritt profitieren nachteilieg, hier muss man halt durch Sozialleistunegn gegensteuern.
- #21 11.11.2010 09:35 von
Richtig
Dass Shampoo und Deo zum Teil deutlich teurer geworden sind, ist mir auch aufgefallen - ich hatte dies aber als Anpassungsprozess an die Nachfrage gesehen. Wenn schon fast niemand das Zeug kauft, dann sollen eben diejenigen, die es tun, die Kosten decken...
Feinschnitttabak wurde um etwa 30%, manche Marken gar um circa 70% teurer. Ueberhaupt ist dieses Markenbewusstsein bei Tabak ganz neu. - #22 11.11.2010 10:08 von
- #23 11.11.2010 10:11 von
Chinesischer Markt
- #24 11.11.2010 10:45 von
Habe keine Umlaute
Ich meinte (und dachte, ich schrieb) "Zaehlwoerter". Da Zaehlwoerter keine Zahlwoerter sind, haben Sie partiell Recht - Zahlwoerter sind keine Einheiten (und das Wort "Zahlworte" ist Unsinn, denn "Worte" sind sinngebend miteinander verbundene Woerter).
Die Sache mit den Zaehlwoertern und den Einheiten mache ich vielleicht mal an einem Beispiel deutlicher:
1000 ({Grund-}Zahlwort) Euro (Einheit)
1000 ({Grund-}Zahlwort) Yuan (Zaehlwort) Renminbi (Einheit)
Als ich vor Jahren an der Supermarktkasse darum bat, mir auch die noch ausstehenden - und mir zustehenden (man hatte aufgerundet)- Fen auszuzahlen, hat man mich ausgelacht. Womoeglich sogar zu Recht - ich wollte ja auch nur die Reaktionen sehen.
Offensichtlich wird nur noch bei staatlichen Arbeitseinheiten wie Krankenhaeusern und Banken die zweite Nachkommastelle exakt gehandhabt...ich waere aber auch skandalisiert, rundete man auch bei Banken grosszuegig auf oder ab. - #25 11.11.2010 10:48 von
- #26 11.11.2010 11:16 von
Noch mal
Diese Praemisse setzt eine mehr oder weniger freie Marktwirtschaft voraus. Die Palette an lokal produzierten Milchprodukten hat sich in den letzten 12 Jahren - steigende Preise und groessere Nachfrage und groessere Vertrautheit der Konsumenten mit solchen Milchprodukten hin oder her - nicht um einen Milimeter veraendert. Die Shanghaier Grossmolkerei z.B. ist ein Staatsbetrieb.
Dann gibt es natuerlich auch eine Firma wie Mengniu, eine "investment holding company", die, aus einem Staatsbetrieb hervorgegangen, in Behoerden-Lingo als groesster privater Produzent von Milchprodukten gilt. Deren Produktpalette unterscheidet sich nicht ein Jota von der der Shanghaier Molkerei, allein die Farbe der Verpackung ist gruen statt blau.
Der Markt bewegt sich also nicht. Vielleicht gibt er auch nicht mehr her. Fakt ist, dass das lokale Angebot eher basisch ist, waehrend die in allen Formen, Farben und Groessen erhaeltlichen Importprodukte preislich z.T. deutlich ueber den etwa in Deutschland durchsetzbaren Preisen liegen, auf alle Faelle aber immer ueber dem lokalen Preisniveau. Waere der Milchproduktemarkt mit dem Automobilmarkt vergleichbar, so waere China ein Land, in dem man auf der Strasse entweder Wagen der Economy Class oder aber der Premium Class sehen kann - aber nichts dazwischen.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

