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Steigende Strompreise: Ökoboom hebt Hartz-IV-Erhöhung auf

Die Ökorepublik wird unsozial: Durch die Förderung erneuerbarer Energien zahlen Verbraucher ab 2011 jeden Monat im Schnitt fünf Euro mehr für Strom. Die geplante Hartz-IV-Erhöhung in gleicher Höhe wird dadurch egalisiert - die Armen fördern die Solaranlagen der Reichen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...723177,00.html
  1. #20

    Dann kann man doch die ersten abschalten

    Ich frage mich mit wieviel Euro Atomstrom gefördert wird? Muss dieser übrhaupt, nach dem Beschluß der Laufzeitverlängreung, weiterhin gefördert werden?

    Ausstieg - jetzt - !

    Schönes Wochenende
  2. #21

    voll daneben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    - die Armen fördern die Solaranlagen der Reichen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...723177,00.html
    So ein Quatsch! Fehlt jetzt nur noch der Vorschlag, Strompreise sozial zu staffeln. Wer Unter 20000€/Jahr verdient zahlt 30% weniger, 20.000 - 40.000 kein Abschlag und darüber 50% Aufschlag, was?

    Dadurch, dass die die "Ökostrom" kaufen (können), wird letztendlich der Ökostrom billiger, da viel mehr Mittel in die Erforschung wirtschaftlicherer Erzeugung fließen.

    Und noch was: Ich persönlich habe festgestellt, das insbesondere die Mittel- und Oberschicht viel mehr auf Mülltrennung, Energieverbrauchsreduzierung etc. achtet.

    Den eher bildungsferneren Schichten ist das doch schnuppe. Müll trennen? Wieso, passt doch alles in eine Tonne.
    Auto kalt? erstmal 15min im Stand warmlaufen lassen.

    Im Winter unter 25 Grad in der Bude? Erstmal Heizung an und dann Fenster auf, Frischluft is ja wichtig...zahlt ja eh das Amt....

    Also triffts doch überwiegend die Verursacher und ist gerecht, oder?!

    Nee Spon, so nicht!
  3. #22

    Milchmädchenrechnung?

    Die Förderung erneuerbarer Energien kommt die Verbraucher teuer zu stehen. Um 70 Prozent soll die Umlage der Stromkunden für erneuerbare Energien im kommenden Jahr steigen, von derzeit rund 2,05 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Konkret bedeutet das: Ein privater Durchschnittshaushalt, der rund 4000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbraucht, zahlt ab 2011 gut 5,75 Euro mehr - jeden Monat.
    Ich sehe das Problem an diesen Zahlen beim besten Willen nicht. Unser Staat rechnet sich lediglich die Subventionen für andere Technologien schön, daher kommt die PV hier schlechter weg.

    Neusten Studien zufolge *klick mich* sind die Kosten für atomar produzierten Strom wesentlich höher. Diese vom Steuerzahler getragenen Kosten werden allerdings nicht als Subventionen für die Technologie ausgewießen. Es ist schließlich gesetzlich geregelt, dass die AKW Betreiber mit ihrem Müll nichts zu tun haben dürfen!

    Wir müssen uns damit abfinden, dass Energiepreise steigen werden. Die Ursache ist aber nicht der Umstieg auf regenerative Enerien. Die Ursache ist, dass unsere Gesellschaft seit 100 Jahren auf das falsche Pferd setzt. Wir hängen zu beinahe 100% an einer dramatisch schwindenen Recurce und beschwehren uns nun über den steigenden Preis....
    Der sofortige und kompromisslose Umstieg auf Regenerative Energien ist die einzige Chance die Preissteigerungen in einem akzeptablen Rahmen zu halten! Wenn wir in 25 Jahren immernoch von russischem Gas oder Uran, von Saudischem Öl oder Brsilianischer Kohle abhängig sein sollten, wird sich auch die deutsche Mittelschicht Energie nicht mehr leisten können. Dann ist es nicht mehr nur ein Problem der finanziell schwachen!

    Ob man dann immernoch die regenerativen Energien verantworlich machen wird?
  4. #23

    Lächerlich

    Es ist doch immer wieder dasselbe. Hirnlose Argumente gegen die Solarförderung. Mal beschwert man sich, dass die Sonne scheint, und damit Solaranlagen teurer werden. Mal heißt es, die Förderung sei schlecht, weil in Deutschland selten die Sonne scheint. Fakt ist doch, dass nur real erzeugter Strom vergütet wird, also kann es Gegnern doch egal sein, wenn die Sonne nicht scheint.

    Dann wird die Strompreiserhöhung pro Haushalt mit der Hartz IV-Erhöhung pro Erwachsenem verglichen. Wir verbrauchen mit 2 Erwachsenen ca 2200 KWh. Gut, Arbeitslose verbringen mehr Zeit zuhause und verbrauchen unweigerlich mehr Strom. Das Problem bei der Geschichte ist aber nicht eine Preiserhöhung, sondern eine ungenügende Anpassung der Hartz-IV-Sätze an die Preise.
  5. #24

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ökorepublik wird unsozial: Durch die Förderung erneuerbarer Energien zahlen Verbraucher ab 2011 jeden Monat im Schnitt fünf Euro mehr für Strom. Die geplante Hartz-IV-Erhöhung in gleicher Höhe wird dadurch egalisiert - die Armen fördern die Solaranlagen der Reichen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...723177,00.html
    Wie wäre es denn mit Sparen?
    So langsam kann ich das Gewinsel nicht mehr hören.
    Die Steuerzahler zahlen nämlich den Hartz4 Empfängern die warme Bude, während sie selbst die Heizung runter drehen.

    Man kann schon beim Betreten einer Wohnung feststellen wer die Rechnung selber zahlt und wer nicht.

    Und wem das alles zu unsozial ist, dem steht es frei die Linke zu wählen, die haben sich ja für die Enteignung der Stromriesen eingesetzt.
    Ach ja... wählen ist ja nicht so die Sache der Sozial schwachen, sonst hätten wir eine andere Regierung.
  6. #25

    Paradox ist auch

    das ausgerechnet die Armen, die ja der Mittelschicht die Solaranlagen auf ihren Dächern finanziert, fast ausnahmslos für alternative Energien sind.

    Das kann man immer wieder in den diversen Sozialhilfeforen lesen.

    Für micht unverständlich. Zumal sich inzwischen herumgesprochen haben sollte, dass der Strom selber aus dem RS zu tragen ist.
  7. #26

    Ja, ja, die Ideologie vernebelt den Blick auf die Realität

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ökorepublik wird unsozial: Durch die Förderung erneuerbarer Energien zahlen Verbraucher ab 2011 jeden Monat im Schnitt fünf Euro mehr für Strom. Die geplante Hartz-IV-Erhöhung in gleicher Höhe wird dadurch egalisiert - die Armen fördern die Solaranlagen der Reichen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...723177,00.html
    Da habt ihr aber lange gebraucht, um darauf zu kommen.
  8. #27

    Deindustrialisierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Ökorepublik wird unsozial: Durch die Förderung erneuerbarer Energien zahlen Verbraucher ab 2011 jeden Monat im Schnitt fünf Euro mehr für Strom. Die geplante Hartz-IV-Erhöhung in gleicher Höhe wird dadurch egalisiert - die Armen fördern die Solaranlagen der Reichen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...723177,00.html
    Die Förderung der massenhaften Errichtung von Solaranlagen im eher sonnenarmen Deutschland ist einer der größten Irrwege der Nachkriegsgeschichte.

    Wenn an den Vergütungssätzen nichts geändert wird, ist auch in den kommenden Jahren mit solchen Kostensteigerungen zu rechnen. Neben den negativen sozialen Effekten einer Belastung gerade von Geringverdienern wird dies einen Beitrag zu Deindustrialisierung Deutschlands leisten. Dabei sollte uns gerade die aktuell positive Entwicklung zeigen, wie wichtig eine gute industrielle Basis ist. Hierfür entscheidend sind aber nicht nur gute Ideen und wettbewerbsfähige Löhne, sondern auch konkurrenzfähige Energiekosten.

    Wenn man die Erneuerbaren Energien fördern will, sollte man dies bei Forschung und Entwicklung tun und nicht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit einer bestimmten Technologie (zumindest momentan in D) mit Geld zukleistern.
  9. #28

    Ich weiß nicht was den Spiegel reitet

    das er so gegen Solarstrom hetzt. Aber hier wird einfach mit falschen zahlen hantiert.

    Die 4000 kWh die der Hartz4 Erhöhung entsprechen sind selbstverständlich nicht der durchschnittliche Stromverbrauch eines 1 Personen Haushaltes, sondern wohl eher eines 4 Personen Haushaltes. Und auch das ist eigentlich viel mehr als bei sinnvollem Umgang mit Strom angemessen ist.
    Zumindest bei 4 Personen wird dann 1/4 der Erhöhung für die Ökostromwende bezahlt und nicht alles. Außerdem hat man es in der Hand durch sparsamen Verbrauch weniger zu zahlen.

    Die sehr viel höheren Subventionen für Atomstrom werden aus Steuergeldern finanziert, die kann man nicht umgehen indem man weniger Strom verbraucht.
  10. #29

    Solche Pannen waren zu erwarten

    Der Staat, mit Zustimmung weiter Teile der Öffentlichkeit, hat sich im Energiebereich entschlossen, den Markt außer Kraft zu setzen und sich die Weisheit angemaßt, zu beschließen, welche Technologien "gut" und welche "schlecht" sind und sie entsprechend zu subventionieren (in diesem Fall durch die wehrlosen Verbraucher).
    So etwas geht regelmäßig schief, wenn nicht in einem Aspekt, dann in einem anderen. Denn staatliche Entscheidungsträger haben die Komplexität der Situation nicht wirklich im Griff. Sie sind keine Forschungs- und Entwicklungsexperten im Technologiebereich. Sie können Entwicklungen anderer Rahmenbedingungen nicht vorhersagen. Bei unerwarteten Entwicklungen können sie vielfach wegen rechtlicher Bindungen und Trägheit politischer Entscheidungsprozesse ihre Entscheidungen nicht schnell genug anpassen.

    Richtig wäre es gewesen, durch Steuern/Abgaben oder Umweltzertifikate die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass sich ein neuer, umweltfreundlicher Energiemix "von selbst" (d.h. als Ergebnis der Marktkräfte) einstellt. Der Markt hätte mit ziemlicher Sicherheit diese Absurditäten der deutschen Energiepolitik nicht hervorgebracht, er hätte möglicherweise Innovationen geschaffen oder, bei Erhöhung der allgemeinen Energiepreise, Energiesparen gefördert. Die nötige Hartz-IV-Erhöhung hätte man vielleicht sogar aus den Energieabgaben finanzieren können.

    Aber die deutsche Öffentlichkeit traut dem Markt nicht und die Lobbyisten mögen ihn nicht, und deshalb ist Deutschlands Energiepolitik teuer und absurd. Macht nichts, Hauptsache, wir glauben, "Gutes" zu tun. Aus gleichen Gründen kriegen wir wahrscheinlich bald das staatlich geförderte Elektroauto (aber nicht die mögliche Verbesserung konventioneller Technik). Es ist ein Trauerspiel.


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