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Steigende Preise: Teure Energie hält Inflation über zwei Prozent

dapdDie Teuerungsrate in Deutschland bleibt relativ hoch: Im April mussten Verbraucher für Dinge des täglichen Bedarfs 2,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Die Bundesbank dementiert entschieden, dass Deutschlands Währungshüter einen weiteren Anstieg akzeptieren könnten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...832609,00.html
  1. #1

    Diese unverblümte gestrige Aussage hat mich schon verblüfft. Nun eine Dementi. Auf mittlere bis lange Sicht werden wir uns aber auf eine höhere Inflation einstzellen müssen. Nur ohne explizite Ankündigung.
  2. #2

    Kafkaeske Wirtschaftspolitik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Teuerungsrate in Deutschland bleibt relativ hoch: Im April mussten Verbraucher für Dinge des täglichen Bedarfs 2,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Die Bundesbank dementiert entschieden, dass Deutschlands Währungshüter einen weiteren Anstieg akzeptieren könnten.

    Inflation bleibt wegen teurer Energie über zwei Prozent - SPIEGEL ONLINE
    Die Benzinpreise steigen und treiben die gemessene Inflation in die Hoehe.
    Kafkaesk ist die Antwort der Volkswirte: Hoehere Benzinpreise ziehen den Verbrauchern Geld aus der Tasche, deshalb muss die EZB die Leitzinsen erhoehen.

    Eine perverse Logik die sich endlich "outen" muss.
  3. #3

    Regierung muß endlich weg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Teuerungsrate in Deutschland bleibt relativ hoch: Im April mussten Verbraucher für Dinge des täglichen Bedarfs 2,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Die Bundesbank dementiert entschieden, dass Deutschlands Währungshüter einen weiteren Anstieg akzeptieren könnten.

    Inflation bleibt wegen teurer Energie über zwei Prozent - SPIEGEL ONLINE
    Gestern wurde in Panorama der neuste Coup dieser Dilettanten aufgedeckt - Betreiber wurden von Geschenken überrascht

    Ökostrom: neue sinnlose Subventionen - Panorama - Alle Sendungen - 2012 | DasErste.de
  4. #4

    Subventionierte Inflation

    Die Energiewirtschaft wird mit über 2 Milliarden Euro pro Jahr vom Staat subventioniert. Die einfache Logik würde jetzt besagen, dass wenn man die Subvenionen streicht die Energiepreise noch weiter steigen. Auf den ersten Blick würde das ja vielleicht Sinn ergeben, eine kränkelnde Branche, die sich nur mit Hilfe des Staates über Wasser halten kann...

    Tja, die Energiekonzerne haben allerdings Rekordgewinne eingefahren! Auf dem zweiten Blick, könnte man auch annehmen, dass eine Streichung der Subventionen zu einer Preiserhöhung führen würde. Die Verluste an Steuervergünstigungen und Hilfen werden einfach an die Kunden weitergereicht. Die meisten Leute lassen sich damit ja leider abspeisen.

    In Wahrheit sind Subventionen ein Steuerungsinstrument mit denen diejenigen Unternehmen gegenüber der Konkurrenz gestärkt werden, die von den Subventionen begünstigt werden. Zur Zeit sind das die wenigen Großen. Wenige Große heißen immer, dass der Wettbewerb geschwächt ist, und somit die Endkundenpreise steigen. Die Bundesregierung hat nun auch noch die Subventionen für die Kleinen gestrichen, mit dem Stopp der Solarförderung.

    Wenn man Energiepreise runter haben möchte, muss man für dort Wettbewerb sorgen, damit Preisabsprachen durch Konkurrenzkampf ersetzt wird.
  5. #5

    Zitat von localpatriot Beitrag anzeigen
    Die Benzinpreise steigen und treiben die gemessene Inflation in die Hoehe.
    Kafkaesk ist die Antwort der Volkswirte: Hoehere Benzinpreise ziehen den Verbrauchern Geld aus der Tasche, deshalb muss die EZB die Leitzinsen erhoehen.

    Eine perverse Logik die sich endlich "outen" muss.
    Was ist daran perverse Logik? Durch eine Erhöhung des Leitzinses wird dem Markt Geld entzogen und somit die Preissteigerung gebremst. Wo ist hier bitte eine perverse Logik?
  6. #6

    Teuerungsrate

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Teuerungsrate in Deutschland bleibt relativ hoch: Im April mussten Verbraucher für Dinge des täglichen Bedarfs 2,1 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Die Bundesbank dementiert entschieden, dass Deutschlands Währungshüter einen weiteren Anstieg akzeptieren könnten.

    Inflation bleibt wegen teurer Energie über zwei Prozent - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    washeißt hier "einen weiteren Anstieg akzeptieren könnten"?! Die haben doch gar keinen einfluss mehr auf die währung und die preise steigen weiter auc h weil die politik das will siehe strompreise usw.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Haltung seiner Institution habe sich nicht verändert: Als Teil des Euro-Systems sei es Aufgabe seiner Bank, die durchschnittliche Inflationsrate im Euro-Raum bei knapp zwei Prozent zu halten.

    Das könne "im Einzelfall" bedeuten, dass die Inflation in Deutschland "zeitweise über dem Durchschnitt und gleichzeitig in anderen Euro-Ländern unter dem Durchschnitt liegt."
    Ein klares Dementi sieht anders aus, diese Aussage heißt nichts anderes, als eine deutlich höhere (offizielle) Inflation als 2% in Deutschland, wenn man davon ausgeht, dass die deflationösen ZUstände in der Südschiene anhalten.
  8. #8

    nicht Bundesbank, sondern EZB entscheidet über Inflation

    Zitat von Artikel
    Bundesbankchef Jens Weidmann wies Berichte zurück, laut denen die Notenbank künftig höhere Inflationsraten akzeptieren will. Das sei eine "absurde Diskussion", sagte Weidmann der "Süddeutschen Zeitung". Die Haltung seiner Institution habe sich nicht verändert: Als Teil des Euro-Systems sei es Aufgabe seiner Bank, die durchschnittliche Inflationsrate im Euro-Raum bei knapp zwei Prozent zu halten.
    Die Bundesbank hat nur noch wenig Einfluß auf Inflation, auch wenn dies offiziell noch ihre Aufgabe ist. Darüber wird stattdessen in der EZB (Geldmengenausweitung) und der Politik (Energiewende, finanzielle Belastungen der Bürger) entschieden. Es ist allerdings richtig, daß man zwischen importierte Inflation (steigende Rohstoffpreise) und hausgemachter Inflation (Geldmengenausweitung der Zentralbank) unterscheiden sollte.
  9. #9

    Offiziell...

    Dazu kommt, dass das, was offiziell als "Inflation" bezeichnet wird, mit der réellen Inflation sowieso nichts zu tun hat. Offiziell wird in Frankreich von einer Inflation so um die 2% (2011: 1.8%; 2012: 2.1%) ausgegangen; Konkret liegen sie aber bei einem mittleren Einkommen eher zwischen 6% und 8%. Folge: die Kaufkraft sinkt seit gut zehn Jahren permanent.


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