DPADie steigenden Preise für Mais und Raps heizen den Streit über Biosprit an. Der Chef des Lebensmittelkonzerns Nestlé fordert nun, Treibstoffen künftig keine Nahrungsmittel mehr beizumischen. Biosprit-Hersteller Südzucker sieht sich dagegen zu Unrecht am Pranger.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...850874,00.html
Die kurze Zeit öffentlich zugängliche Webseite über EU-Subventionen für die Landwirte und Agrar-Industrie wurde gleich wieder abgeschaltet. Man konnte aber sehen, wie viel Geld deutsche Landwirte und solche Firmen wie Südzucker da geschenkt bekommen, allein in bayern bekommt Südzucker über 1 Million Euro!
Wenn man bedenkt, dass vom Zucker Millionen Menschen krank werden (Diabetes) und dieses Unternehmen sich erdreistet, auch noch aus Lebensmitteln Sprit herzustellen, diese Firma sollte eigentlich zugesperrt werden!
... zu diesem Thema. Nicht für die Bevormundung seitens Politik und Industrie. Auch was die EU mit ihren Vorgaben an die Mitgliedsstaaten weitergibt bedarf einer stärkeren Diskussion in den Staaten. Wenn mit unseren Steuergeldern subventioniert wird erst recht.
Ich würde es jedenfalls nicht gut heissen, wenn anderswo gehungert wird, weil wir die Mais- und Getreidepreise nach oben treiben. Ich würde ebenso dagegen stimmen wenn in der Konsequenz Brachflächen für einheimische Tierarten verringert oder Berufe wie die eines Schäfers aussterben, nur weil auf jedem Flecken Land Mais und Getreide für Sprit wächst.
Wenn man sich die gesamte ökologische Bilanz näher ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass die Verwendung von Grundnahrungsmitteln, Palmöl und sonstigen wichtigen pflanzlichen Ölen zur Erzeugung von Energien und Treibstoffen äußerst fragwürdig ist.
Steuerliche Subventionen zur Erzeugung von Bioethanol durch Destillationen in großtechnischen Verfahren machen dieses Geschäft lohnend. Zudem werden die Besteuerung von Biokraftstoffen unterschiedlich gehandhabt. Dabei sind gesamten ökologischen Nutzeffekte wohl eher negativ.
Ökolügen und PR-Tricks - Toralf Staud "Grün grün grün ist alles was | Andruck | Deutschlandfunk
Hier muss darauf hingewiesen werden, dass die im Artikel vertretenen Standpunkte eine versteckte Kapitalismuskritik darstellen. Jeder Bauer darf seine Erzeugnisse an den verkaufen, der ihm gefällt. Und derjenige, der den Kram kauft, darf damit machen, was er will. Z.B. verbrennen, was mit Weizen zuzeiten auch passiert. Oder die EU vernichtet Lebensmittel, um die Preise hochzuhalten.
Und der Endverbraucher darf mit seinem Geld Brot, Fleisch oder Wisky, oder Biosprit kaufen, ganz wie es ihm gefällt. Was man aus Weizen, Mais, Soja usw. so herstellt.
Alles andere ist Planwirtschaft oder Diktatur.
Ich wundere mich ueber die Diskussion, und frage mich was fuer eine Ideologie steckt dahinter? Natuerlich solange Biosprit in Europa und USA hoch subventioniert, sollte auf deren Abschaffung draengen. Aber nehmen wir die Situation an, Ethanol aus Mais waere konkurrenzfaehig bzw. lukrativer als den Mais zur Lebensmittelproduktion zu verwenden. Sollte dann Bioethanol verboten werden, um die Lebensmittelpreise niedrig zu halten? Dann frage ich mich, sollte man dann nicht besser die Fleischproduktion verbieten? (bspw. ein Schwein frisst ein Mehrfaches seiner eigenen Energie.) Sollten wir dann nicht vielleicht die Pferdehaltung verbieten, denn die grasen auf Weiden, die auch als Acker dienen koennten. Also ich habe nichts gegen eine Unterstuetzung der Dritten Welt und man muss auch den Hunger bekaempfen, aber doch nicht derartig daemlich, in dem man eine konkurrenierende Nutzung verbietet. Wenn wir meinen es duerfe keinen Hunger geben, dann waere es sogar sinnvoller, man wuerde Lebensmittelpreise gleich administrieren, obwohl dies ja nach aller Erfahrung auch alles andere als effiziente Ergebnisse beschert. Also Hungerbekaempfung sieht anders aus, und die derzeitigen Ueberlegungen zum Biosprit sind wie aus dem Irrenhaus.