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Steigende Kosten: 6000 Bäckereien vor dem Aus

DPABäcker haben mit steigenden Kosten für Energie, Personal und Rohstoffen zu kämpfen - und dürften Brot und Brötchen bald teurer verkaufen. Zudem rechnet die Branche damit, dass fast die Hälfte aller Bäckereien schließen muss - auch, weil sie keine höheren Preise durchsetzen können.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-857628.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bäcker haben mit steigenden Kosten für Energie, Personal und Rohstoffen zu kämpfen - und dürften Brot und Brötchen bald teurer verkaufen. Zudem rechnet die Branche damit, dass fast die Hälfte aller Bäckereien schließen muss - auch, weil sie keine höheren Preise durchsetzen können.

    Bäckereien könnten Brot und Brötchen teurer machen - SPIEGEL ONLINE
    Was heißt hier "keine höheren Preise durchsetzen können"? Die Salzbrezel ist hier in den letzten Jahren von 50 auf 60 auf 65 und jetzt teilweise schon auf 75 Cent pro Stück verteuert worden. Das sind 50 Prozent in wenigen Jahren.

    In den letzten Jahren hatte die Hofmeister-Bäckereikette immer ein 4 für 3 Angebot für "Berliner". Da diese Gebäck hier im Süden aus mysteriösen Gründen "Saisonware" ist (im Gegensatz zu Berlin, wo es den "Pfannkuchen" das ganze Jahr über gibt) verschwindet er immer einige Zeit aus dem Sortiment. In den zwei letzten Vorjahren hat das Angebot 3+1 immer 1,98€ gekostet. Also 50c/St. Diese Saison kostet das selbe Angebot 2,40€. Das sind 20% Preisaufschlag in einem Jahr.


    Ich will ja meine Brötchen nicht für umsonst haben, aber wenn ich an die teilweisen Hohlraummonster für 50 Cent aus der Bäckerei denke, dann nehme ich doch lieber die durchgängig teigigen von Penny für 15 Cent.
  2. #2

    schon immer

    die Preise beim Bäcker seigen nicht erst seit heute....
    Ein belegtes Schinkenbrötchen kostete (beim gleichen Bäcker) vor zwei Jahren noch 1,90 inzwischen sind es 2,40.
    Das ist ein Wert deutlich über der Inflation.
  3. #3

    wo bleibt der Aufschrei?

    als Nokia ein paar Tausend Arbeitsplätze in NRW streichen wollte, schlug die Stunde der Populisten, auch in der Politik, die medienwirksam ihre (ohnehin nicht mehr hippen) Nokia Handys entsorgten.

    Jetzt geht es ja nur um die kleine überteuerte Bäckerei an der Ecke, die in der Regel zwar so viel Personal wie eine Discounterfiliale beschäftigt, ansonsten im Geiz-ist-geil-Land keine Lobby hat.

    Danke an Spon, dass einmal die Auswirkungen dieser Aufbackautomaten aufgezeigt werden.
  4. #4

    grenzenlose Habgier läßt grüßen

    Kasse machen und Abkassieren um jeden Preis ist die Devise der heutigen modernen und "fortschrittliche" Zeit.
    Vor ca. 30 Jahren wurde nur Erdöl an der Börse gehandelt. Ich habe schon damals prophezeit, dass demnächst auch Getreide, Lebensmittel u.a. lebensnotwendige Dinge zum Spekulationsobjekt der Börse werden.
    Das ist der Fluch einer grenzenlosen Habgier und letzlich der politisch gewollten Privatisierungen aller Bereiche.
    Wenn die Spekulanten und Investoren es könnten, dann würden sie sicherlich auch noch den Sauerstoff in der Atemluft an der Börse vermarkten.
  5. #5

    Das ist doch für Politiker

    völlig in Ordnung,daß die Preise steigen.Sagen tut das keiner,aber über die Mehreinnahmen der Mehrwertsteuer freuen sie sich!
    Und handwerklich hergestellte Brötchen und Brot sind nun einmal teurer als aufgebackene beim Discounter.
  6. #6

    Wo bleibt die Rettung der EU?

    Wo bleibt die Rettung durch die EU, die Olivenbauern subventioniert, aber keine Bäcker?

    Aber im Ernst: Bevor ich mir das schreckliche Brot aus Automaten antue, backe ich lieber selbst und spare noch mehr als bei diesen Semmeln, die fatal an das Pappbrot aus der Zone erinnern. Selber backen kostet nämlich nochmal die Hälfte weniger - zumindest bei Roggenbrot und Co. Sollen die Backautomaten auch noch sterben.
  7. #7

    Immer wieder dieselbe Mär....

    Immer wieder liest man "Steigende Rohstoffpreise" , eine Behauptung , die einfach so übernommen wird, ohne selber mal nachzudenken.Wenn ich zum Discounter gehe, sehe ich seit Jahr und Tag konstante Preise : 1 kg Zucker 85 Cent (war sogar mal 92 Cent) , 10 Eier (Bodenhaltung) 1,09€ , 1 kg Mehl 45 Cent (manchmal günstiger),und Pfund Butter stets unter 1€ im Angebot -- die Bäckereiprodukte, speziell die der großen Ketten, haben dagegen kräftig im Preis zugelegt - so sieht die Realität aus.
  8. #8

    Kaum eine Chance gegen die Discounter

    Das Tückische ist ja, dass Qualität und Geschmack der im Discounter frisch gebackenen Backwaren mittlerweile mit dem angelieferten Zeugs klassischer Bäckereien nicht nur mithalten kann sondern sogar oft besser ist. Und das zu Dumpingpreisen wie 10ct pro Brötchen und 1,30€ für 1 kg Brot.
    Wir kaufen solche Dinge fast nur noch beim Discounter, nicht weil es billiger ist sondern besser schmeckt. Traurig aber wahr.

    Es steht zu befürchten, dass es den Bäckereien genauso geht wie den Metzgereien: Erst nimmt man ihnen das Geschäft mit den Standardartikeln weg und dann erreicht der verbliebene Restumsatz irgendwann nicht mehr, um Gewinn zu machen. Den Rest besorgen Kosten treibende Verordnungen/Gesetze und die fehlende Marktmacht eines "Kleinen", was ausreichende Qualität und auskömmliche Preise für die benötigten Rohstoffe und Energie angeht.
  9. #9

    Kauf mal in Hamburg ein Brötchen

    Preissteigerungen lassen sich nicht umsetzen?
    Das mag stimmen: Die wurden nämlich schon alle umgesetzt und das bei kontinuierlich sinkender Qualität.
    Zuhause aufgebacken ist ja mittlerweile schon besser als das Brötchen vom Bäcker. Die (Bäckerreiketten) haben es einfach überzogen und bekommen jetzt die späte Quittung.








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