Steigende Abgabenlast: Der gierige Staat

REUTERSMehr Netto vom Brutto? Von wegen. Die Deutschen zahlen immer mehr Steuern und Abgaben an den Staat, gleichzeitig sind die Sozialkassen prall gefüllt. Das befeuert die Debatte über mögliche Entlastungen. Viel zu erwarten hat der Steuerbürger nicht.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827330,00.html
  1. #360

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Wir stehen überhaupt nicht gut da: die Brutto-Reallöhne sind seit einem Vierteljahrhundert konstant.
    Von einem sehr hohen Niveau ist es schwer weiter zu wachsen. Da ist es eher wahrscheinlich dass man ein paar Stufen absteigen wird. So geht das manchen Menschen in Deutschland. Man muss sie aber nicht bedauern denn im internationalen so wie auch im historischen Vergleich geht es ihnen noch immer sehr gut.
  2. #361

    bitte mal informieren

    Zitat von londonium Beitrag anzeigen
    In Schweden und Daenemark ist die Abgabenlast die hoechte der Welt, wenn man zB die Einkommenssteuern betrachtet fuer Angestellte. Nach Abzuegen (vor allem Zinsen fuer Baukredite, wie in den USA) wird es etwas besser und es ist natuerlich besser als vor 20 Jahren, aber vor Abzuegen wird der Hoechssteuersatz bereits bei umgerechnet etwa EUR 25k / brutto jaerhlich faellig. Und die Lebenshaltungskosten sind nicht von Pappe...kenne kein Land auf der Welt dass das mit sich machen laesst. Gut, man bekommt etwas zurueck, als Familie rechnet es sich moeglicherweise. Als Unternehmer, wesentlich besser. Aber insgesamt bezweifle ich ob wir Deutschen uns die dortige Abgabenlast mitmachen wuerden und den tiefen Eingriff des Staates in das Leben der Individuen.
    So hoch ist die Abgabenlast in Europa | RP ONLINE

    Deutschland Platz 3 Schweden Platz 7 ergo hier müsste die Abgabenlast deutlich sinken um schwedische Verhältnisse zu erhalten

    und Abgabenlast ist nicht gleich Steuerlast weiterhin haben Lebenshaltungskosten nur teilweise was mit der Abgabenlast zu tun
  3. #362

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    Übrigens ist die soziale Marktwirtschaft keine Sonderform der Marktwirtschaft, sondern es ist die Marktwirtschaft.

    Die soziale Marktwirtschaft ist wie der weiße Schimmel oder der schwarze Rappen. Bei "schwarzer Rappen" nimmt man keine Kategorisierung oder Differenzierung vor (möglicherweise zur Unterscheidung von anderen Rappen in der Herde), sondern es ist rein deskriptiv gebraucht. Man könnte auch sagen: Ein Rappen ist schwarz bzw. die Marktwirtschaft ist sozial.
    Naja, ein Pleonasmus ist es sicher nicht.

    Lesen Sie hier:
    =>Wirtschaftssysteme » Politik und Wirtschaft, Wirtschaftssysteme » ZEIT für die Schule
  4. #363

    Gefangene

    Zitat von Hannovergenuss Beitrag anzeigen
    Sehr richtig!

    Und nicht vergessen, die SPD blockiert sogar die Ministeuerreform mit 6 Mrd. Entlastung und dürstet ständig nach Mehreinnahmen für soziale Gerechtigkeit!
    Das große Problem ist, daß seit der Euro/Bankenrettungsaktion alle etablierten Parteien ihre Glaubwürdigkeit verspielt haben. ESM ESFS EZB EURO RETTUNG.

    Hohe Steuern und Abgaben werden stets mit bestimmten angeblichen Wohltaten zur Behebung von Ungerechtigkeiten oder Notlagen und wichtigem Bedarf für die Zukunft der Kinder und Enkel begründet. Das klingt lieb und ist völlig wattig.

    Tatsächlich aber zahlen die Deutschen doch schon sehr zuverlässig sehr umfangreiche Summen, mit denen im Prinzip alle möglichen Probleme schon längst gelöst sein müssten.

    Aber so ist die Welt nicht - zumindest nicht in Deutschland.

    Sobald es so aussieht, als habe man die Probleme irgendwie im Griff, kommt IMMER der nächste Mega-Bedarf.

    Das ist im Prinzip seit Anfang der 70er Jahre so.

    Jeder weiß, daß es auch immer so weitergehen wird, wenn sich nicht die grundlegende Richtung der Politik ändert.

    Der Trend:

    Die diversen Lobbyisten aus Hochfinanz, Weltpolitik und Wirtschaft sorgen dafür, daß es bald überhaupt keinen Spielraum für demokratische Entscheidungen in der Verwendung von Mitteln geben wird sondern vielmehr alle Entscheidungen alternativlos vorgegeben sind.
  5. #364

    Gierig - und feige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr Netto vom Brutto? Von wegen. Die Deutschen zahlen immer mehr Steuern und Abgaben an den Staat, gleichzeitig sind die Sozialkassen prall gefüllt. Das befeuert die Debatte über mögliche Entlastungen. Viel zu erwarten hat der Steuerbürger nicht.

    Warum die Bürger nicht von den vollen Sozialkassen profitieren - SPIEGEL ONLINE
    Die echte Gemeinheit ist doch die kalte Progression. Dadurch werden Otto-Normal-Verdiener heute besteuert wie Spitzenverdiener gestern. Wenn man mal ausrechnet (z.B. hier Brutto-Netto-Rechner - Staufenbiel.de - Jobs, Bewerbung, Gehalt) was ein Durchschnittsverdiener mit 36-40.000 Euro an Abgaben zahlt, so sind das bald 50 Prozent. Das kann einfach nicht sein und so war es auch nie gedacht. Mich ärgert besonders die Feigheit: Keiner traut sich Steuern zu erhöhen, aber die stillschweigende Steuererhöhungen durch die Progression wird von allen Parteien gerne "mitgenommen". Und mit den Schulden und der Eurokrose macht man es jetzt wieder genauso und entledigt sich mithilfe der Inflation der Probleme. Das trifft wieder vor allem kleine und mittlere Einkommen und Menschen, die keine Immobilien etc. haben.

    Meine Meinung: Lieber offen und ehrlich Probleme kommunizieren und auch mal Steuern erhöhen als diese Feige Tour.