Getty ImagesGeld statt Emotionen: Der Anteil von Sitzplätzen wird in modernen Fußballstadien immer größer. Sie bringen zwar hohe Einnahmen, doch die Stimmung der Stehränge fehlt. Wie das Magazin "11FREUNDE" in seinem historischen Spezial berichtet, war eine Tragödie Auslöser dieser Entwicklung.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...822086,00.html
Seh ich genauso. Gott sei Dank ist auch in Deutschland der Anfang mit Hopp endlich gemacht. Leider hat der das englische Prinzip noch nicht so ganz kapiert und zieht seine Millionen wieder ab. Das mit den Hoffenheimer Fans hat dagegen ganz gut geklappt. Da braucht man eig keine Stehplätze mehr.
True Story!
Es gibt fast nix geileres!
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Emotionsdichte in den Kurven höher ist als in den Sitzplatzblöcken. Wohl auch weil man mehr als Kollektiv agiert. Das hat gar nix mit Krawall zu tun!
Inzwischen gehe ich (als inzwischen gesetzter Zuschauer ;-) ) aber auch mal gerne auf die Sitzplätze, weil ich da das Spielfeld einfach besser vor mir habe. Und dort ist es tatsächlich ein wenig ruhiger und "zivilisierter". Aber ich denke, das ist nun mal die Klientel für den Sitzplatzbereich.
Jeder kann also dahin gehen, wo ihm das Zuschauen am meisten Spaß macht. Der eine hat es eben gerne ein wenig ausgeflippter, der andere mag es ruhiger.
Warum man da immer so agressiv die jeweils andere Gruppe angeht, war mir noch nie klar.
Ist denn der eine weniger Fan als der andere, nur weil er anders tickt?
Ich sage: nein!
Viele Grüße
Markus
Darf man eigentlich in ihrer Nähe dann während des Spiels klatschen? Ich meine nicht nur bei Toren, sondern während des Spiels?
Wie sieht es mit Fangesängen aus? Es wird ja etwas schwieriger sich mit dem Nachbarn zu unterhalten, wenn in der Reihe vorher gesungen wird und ständiges Geklatsche kann ja durchaus die Konzentration, die für die Analyse des Spiels notwendig ist, aufweichen lassen.
Das sie es nicht mögen, wenn Fans aufstehen, haben wir ja schon gelernt. Aber es gibt ja noch mehr Dinge, die den wahren Fan, der sie sind ja stören könnte.
Meiner Meinung nach ein sehr guter Artikel, der die Problematik sehr gut aufgreift. Ich denke, dass Stehplätze eines der Dinge sind, die den Fußball ausmachen, schauen Sie sich die Südtribüne in Dortmund an und stellen Sie sich einmal vor, die 25000 leute müssten sitzen, ich bin mir sehr sicher, dass ohne diese Wahnsinnsstimmung, die wir in deutschen Stadien haben die Besucherzahlen deutlich zurückgehen würden. Und auch wenn das jetzt manche nicht wahrhaben wollen, aber die Fans haben oft einen großen Einfluss auf das Spielgeschehen oder glauben sie die diskripanzen zwischen Heim- und Auswärtstabellen entstünden dadurch, dass die Gastmannschaften den Rasen nicht gewohnt sind? Diesen zusätzlichen Push nach vorne erhalten die Spieler durch die Stimmung, welche die Fankurven erzeugen.
...ich bin leider kein Jugendlicher mehr...
Aber ich bin Mitglied und Dauerkarteninhaber eines Erstligisten und, ich stehe in dem Block, in dem auch unsere Ultras stehen! Und was soll ich sagen, ich fühle mich pudelwohl dort.
Obwohl ich in meinem Alter durchaus über einen Sitzplatz nachdenken könnte, will ich das gar nicht. Ich will in meiner Kurve stehen, die Emotionen miterleben, mitsingen und mitfiebern. Und ja, hin und wieder möchte ich meine Contenance verlieren, mich aufregen und schimpfen. Aber auch mitsingen und mitjubeln...
Und den ganzen Gutmenschen hier möchte ich sagen, dass sie null Ahnung haben. Der Ein oder Andere von ihnen mag bestimmt einige Jahre jünger sein als ich, aber so alt wie sie im Kopf heute schon sind, möchte ich nicht sein!!!
...waren nicht die Ausschreitungen 1985 im Heysel Stadion die Ursache dafür, dass in englischen Stadien nur noch Sitzplätze vorhanden sind?
Bin ja mal gespannt, ob bei den diesjährigen Public-Viewing-Veranstaltungen zur EM nur Sitzplätze vergeben werden. Macht sich in Berlin auf der Fanmeile bestimmt gut. :)