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Staudammbau in Äthiopien: Tödlicher Fortschritt am Turkana-See

Horand KnaupHunderttausenden Menschen droht eine ökologische Katastrophe: Ein gigantischer äthiopischer Staudamm könnte dazu führen, dass der Turkana-See in Kenia noch weiter austrocknet. Die Region gilt jetzt schon als eine der gewalttätigsten Afrikas - die Konflikte würden sich weiter verschärfen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...835030,00.html
  1. #1

    Ich frage mich wie da einige Fachleute darauf kommen, dass durch die verminderung der zuführenden Gewässer (durch Staudämme) ein Wüstensee austrocknen kann. Das ist doch vollkommen abwegig.
  2. #2

    Dasanach

    Guter Artikel zu einem ernsten Thema, und doch hat sich ein Fehler eingeschlichen. Die Dasanach wohnen auf beiden Seiten der äthiopischen Grenze, d.h. ein großer Teil dieses Volkes hat die kenianische Nationalität. Allzuoft werden sie jedoch in Kenia als "Äthiopier" ausgegrenzt, was die Friedensbemühungen, nicht nur zwischen Dasanach und Turkana, sondern auch zwischen Dasanach und Gabbra, deutlich erschwert. Auch wenn der kenianische Staat diese Regionen sehr vernachlässigt, gibt es übrigens zahlreiche Initiativen zur Verbesserung von Bildung und Gesundheitsversorgung, zum Ausbau der Veterinärsysteme und zur Friedensförderung, teilweise getragen von deutschen Organisationen.
  3. #3

    stattdessen Windpark

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hunderttausenden Menschen droht eine ökologische Katastrophe: Ein gigantischer äthiopischer Staudamm könnte dazu führen, dass der Turkana-See in Kenia noch weiter austrocknet. Die Region gilt jetzt schon als eine der gewalttätigsten Afrikas - die Konflikte würden sich weiter verschärfen.

    Turkana-See: Kraftwerk-Bau in Äthiopien raubt Kenia Wasser - SPIEGEL ONLINE
    Afrika gilt abgesehen von der Gegend um Senegal nicht als besonders windreich. In der Gegend des Turkanasees herrschen jedoch spezielle Windverhältnisse mit stetigen Winden von bis zu 13m/s. Ein Paradies für Windparks!
    Eine weitere Alternative ist Energie aus Erdwärme. Es muss kein flächen- und ressourcenfressender Stausee sein. Ich wünschte, die internationalen Organisationen würden das etwas mehr im Sinne des Guten steuern.

    Link: afrika.info | Kenia: Strom aus Erdwrme
  4. #4

    Wo bleibt das Wasser

    Zitat von d_grat Beitrag anzeigen
    Ich frage mich wie da einige Fachleute darauf kommen, dass durch die verminderung der zuführenden Gewässer (durch Staudämme) ein Wüstensee austrocknen kann. Das ist doch vollkommen abwegig.
    Wird doch im Artikel angesprochen.
  5. #5

    optional

    Klar. Einen Windpark ...
    Ich hoffe das ist Satire.
    Die wollen den Strom nutzen und nicht nach Zufall (Wind) Strom haben - Stromerzeugung aus Wind ist etwas für reiche Ideologen. Nichts für Afrika - ohne Infrastruktur von Leitungen und vor allem ohne Speicher.
    Aber ich bin sicher, wenn der Staudamm gebaut ist, und ein Speicher besteht, wird die Bundesregierung ein Windrad aufstellen, dass dann Wasser hoch pumpt :)))
  6. #6

    Ja, ja Gähn

    http://ltwp.co.ke/

    Schön das das die Kenianer stressfreier sehen. Die Räderchen aus China und billig kommt man an die Energie. Von irgendwelchen reichen Ideologen weit und breit keine Spur. Wie Deutschen machen damit aber keine Kohle. Stimmt,
  7. #7

    Solar?

    Waere hier nicht Solarenergie angebrachter?
  8. #8

    Zitat von eskommt Beitrag anzeigen
    Afrika gilt abgesehen von der Gegend um Senegal nicht als besonders windreich. In der Gegend des Turkanasees herrschen jedoch spezielle Windverhältnisse mit stetigen Winden von bis zu 13m/s. Ein Paradies für Windparks!
    ...und wo steht dann das dazugehörige Kohlekraftwerk das
    a) den Strom liefert, wenn mal Flaute ist und
    b) das den nötigen Anlaufstrom für die Rotoren liefert?
  9. #9

    Der Bericht ist zynisch

    1. Am meisten profitiert von diesem Projekt die lokale Bevölkerung, die regelmässiger Flutkatastrophen ausgesetzt ist; zuletzt 2006. Durch den Damm wird der Fluss berechenbarer. Durch dieses Projekt bekommen die Menschen in der Region Arbeit, Schulen, Krankenstationen usw. Es ist mir ein Rätsel, wie der Autor das Leben von diesen Menschen romantisiert und unverändert erhalten möchte, das ausschliesslich von saisonalen Überflutungen abhängig ist. Nur wegen der Foto-Motiven?
    2. Auch mit dem Damm bekommen die Menschen und der Turkana See weiterhin Wasser. Das Wasser erzeugt Strom und fliesst weiter, oder bleibt es in der Turbine?


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