Staudammbau in Äthiopien: Tödlicher Fortschritt am Turkana-See

Horand KnaupHunderttausenden Menschen droht eine ökologische Katastrophe: Ein gigantischer äthiopischer Staudamm könnte dazu führen, dass der Turkana-See in Kenia noch weiter austrocknet. Die Region gilt jetzt schon als eine der gewalttätigsten Afrikas - die Konflikte würden sich weiter verschärfen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...835030,00.html
  1. #10

    Zweischneidig ist das sicherlich...

    ... aber mit Sicherheit nicht so dramatisch wie hier geschildert. Die energetische Wassernutzung des Stausees lässt weiterhin das Wasser an seinem Ziel ankommen. Es wird allerdings in der Übergangszeit weniger Wasser ankommen, weil der Stausee ja erstmal gefüllt werden muss. Ausserdem verdunstet im Stausee einiges an Wasser.
    Als weitaus größeres Problem sehe ich die Nutzung des Wassers für die Landwirtschaft in Äthiopien. Dieses Wasser ist für das Ziel sicherlich verloren. Es ist davon auszugehen, dass dies auch ursächlich für die bereits jetzt erfolgende Austrocknung des Sees ursächlich ist.
    Auf der anderen Seite verschafft die landwirtschaftliche Nutzung den Äthiopiern dringend notwendige Fortschritte.
  2. #11

    Ja, aller Fortschritt ist Teufelswerk!

    Schon die Frage welche Experten hier Recht haben ist nicht zu beantworten. Experten sind wie Friedensforscher, jeder ist einer!
    Klar passt das nicht jedem, wenn ein Damm entsteht. Ich frag mich nur, wie anders als mit mehr Bewässerung die Nahrung für die extrem wachsende afrikanische Bevölkerung produziert werden soll?
    Die wichtige Frage der Hochwasserregulierung hat ein Mitforist ja schon angesprochen.
    Windräder sind einfach zu teuer, denn um Strom geht es doch nur als Nebenprodukt, vorn steht die Bewässerung.
  3. #12

    Dankeschön...

    .. für diesen informativen Artikel über ein für mich sehr interessantes Land (die Wiege der Menschheit stand im heutigen Kenya & Äthiopien!) und einen insgesamt sehr interessanten Erdteil. Ich wünsche mir mehr Berichterstattung im Spiegel über solche Themen und über die aufstrebenden afrikanischen Regionen.
  4. #13

    The Omo is an exclusive Ethiopian river and it belongs to Ethiopia and not to Kenya in accordance with International Law. Ethiopia has no obligation towards the Lake for it doesn't benefit from it in any way. If the Germans and the Wesetern masters of Kenya think otherwise, they could always come up with a scheme to compensate Ethiopia for efforts tailored to keeping the Turkana alive. Otherwise, another desert lake like that in the USSR doomed .........for good. Now the Turkanas have stumbled upon oil, leave Ethiopia alone