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Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm

dapdEin geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828175,00.html
  1. #1

    Who is who ?

    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut.

    Es wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Die Mitgliedsverbände gehören in der Regel einem dieser Dachverbände an. Weiter können Unternehmen und Institutionen der privaten Wirtschaft die Mitgliedschaft erwerben. Auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet es Analysen und Stellungnahmen zu allen Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, des Bildungs- und Ausbildungssystems sowie der gesellschaftlichen Entwicklung.

    Das Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen. Der Auftrag des Instituts, das sich als „führendes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland“ versteht, ist es nach seiner Selbstdarstellung, „das Verständnis wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Politik und Öffentlichkeit zu festigen und zu verbessern“.

    UND - nachdem man jetzt weiß - welche politische Position das WI
    vertritt, sollte man sich fragen,
    WARUM
    GERADE JETZT
    DAS "WI"
    DIESE STUDIE
    VERÖFFENTLICHT.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

    Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm - SPIEGEL ONLINE
  2. #2

    Wer ist arm oder besser gesagt arm dran?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

    Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm - SPIEGEL ONLINE
    Gehen wir doch einfach mal von Deutschland aus, weil Armut ist immer gefühlt ein Spiegel des eigenen Lebensbereiches eines Menschen direkter wahrnehmbarer Umgebung.

    In Deutschland ist man arm dran, wenn man nicht mehr einen Geldbetrag eines Monats im Vorraus auf dem Konto liegen hat und somit nicht weiß, ob man die Pflichtbeiträge wie Wasser und Strom und Heizung (also im Winter) noch bezahlen kann und ganz besonders arm dran ist man, wenn man noch nicht mal mehr garantieren kann sein Essen bis zum Monatsende zu erhalten aus eigener Kraft (also ohne Betteln und Tafeln) und noch ärmer dran ist man, wenn man dazu noch Kinder in Hartz4 hat. Also in Deutschland ist das so.

    In Afrika sind die Menschen oft mehr als arm dran, weil Kinder verhungern oder im Krieg erschossen werden oder als Waisen irgendwo landen.

    Also wo beginnt Armut als Mass und wo beginnt ein Menschenverbrechen?

    Armut beginnt erst mal immer dort wo Menschen das GRUNDRECHT des LEBENS durch Menschen verwehrt wird, egal wie und warum, genau dann beginnt die Armut.

    Arm ist nicht gleich arm, ist Schwachsinn, weil Armunt beginnt dann wenn die Lebensexistenz nicht mehr garantiert gesichert ist, mal ganz egakl wo das ist oder in welchem Land das ist!!

    Die Reaktionen der Abwehr sind immer die Gleichen und die Geschichtsbücher sind VOLL davon, das Menschen sich auf Dauer eben nicht verarmen lassen können!!

    MFG
  3. #3

    Gut.

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut.

    Es wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Die Mitgliedsverbände gehören in der Regel einem dieser Dachverbände an. Weiter können Unternehmen und Institutionen der privaten Wirtschaft die Mitgliedschaft erwerben. Auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet es Analysen und Stellungnahmen zu allen Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, des Bildungs- und Ausbildungssystems sowie der gesellschaftlichen Entwicklung.

    Das Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen. Der Auftrag des Instituts, das sich als „führendes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland“ versteht, ist es nach seiner Selbstdarstellung, „das Verständnis wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Politik und Öffentlichkeit zu festigen und zu verbessern“.

    UND - nachdem man jetzt weiß - welche politische Position das WI
    vertritt, sollte man sich fragen,
    WARUM
    GERADE JETZT
    DAS "WI"
    DIESE STUDIE
    VERÖFFENTLICHT.
    Sehr guter Beitrag und eine objektiv kritische Betrachtung, die Spon gut zu Gesichte gestanden hätte.
  4. #4

    Hier bleibt arm, was arm ist

    Aktien, Sparbücher und Immobilien gibt es für Frührentner, die eine Grundsicherung zu ihrer zu geringen Rente erhalten, um die monatlichen Bezüge auf das Hartz IV-Niveau aufzustocken, allerdings nicht. Bei ihnen wird die Vermögenssituation im Vorwege genau geprüft. Schlimmer noch: Frührentner, die durch eine Erkrankung voll erwerbsunfähig geworden sind, haben bis zu ihrem Ableben gar keine Chance mehr, mehr Geld zu erhalten, zu verdienen oder anzusammeln. Sie werden das Hartz VI-Niveau wegen ihrer Erkrankung niemals überschreiten können, während reguläre Hartz IV-Empfänger zumindest noch die Chance dazu haben, in den Arbeitsmarkt zurück zu kommen. Hier gilt nicht nur als arm, was auch arm ist, sondern das, was auch arm bleibt. So viel zum Thema Gerechtigkeit...
  5. #5

    agitprop unserer neoliberalen freunde

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut.

    Es wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Die Mitgliedsverbände gehören in der Regel einem dieser Dachverbände an. Weiter können Unternehmen und Institutionen der privaten Wirtschaft die Mitgliedschaft erwerben. Auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet es Analysen und Stellungnahmen zu allen Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, des Bildungs- und Ausbildungssystems sowie der gesellschaftlichen Entwicklung.

    Das Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen. Der Auftrag des Instituts, das sich als „führendes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland“ versteht, ist es nach seiner Selbstdarstellung, „das Verständnis wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Politik und Öffentlichkeit zu festigen und zu verbessern“.

    UND - nachdem man jetzt weiß - welche politische Position das WI
    vertritt, sollte man sich fragen,
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    VERÖFFENTLICHT.
    Das sagt eigentlich alles, was man zu diesen Statistiken aus der Abteilung Agitprop sagen muss. Warum tauchen derartige Infos nicht im Artikel auf? Was soll bei den Lesern hängen bleiben? HartzIV-Bezieher haben Aktien und Immobilien? Viele Arme sind garnicht arm?

    Ein weiteres Beispiel wie sauber "unsere" Statistiker und Journalisten arbeiten:

    Irreführende Darstellung der Entwicklung der Nettolöhne und Abzüge in Welt-dpa-Grafik: Absicht oder Irrtum?*|*NachDenkSeiten – Die kritische Website
  6. #6

    Zitat aus dem Artikel...

    "Somit unterstreiche ihre Analyse, dass die Auswahl des Datensatzes einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse von Verteilungsanalysen habe. "Zwar zeigen die Ergebnisse, dass sich die Vermögen vorwiegend bei Haushalten mit hohen Einkommen konzentrieren, aber auch ein gewisser Teil der einkommensschwachen Haushalte ist im Besitz von kompensatorischem Vermögen", hieß es."
    Ach was, das hätte ich nie gedacht: Die Auswahl des Referenzrahmens (hier der Datensatz) bestimmt das Ergebnis (hier bzgl der Verteilungsanalyse).
    Vor allem, was ist das eigentlich für ein tolles Wort: "kompensatorisches Vermögen"?
    Ich lach mich tot, die gleiche Klasse wie "Humankapital". Zur Provenienz des Institus hat ja ein Mitforist schon genug gepostet.
    Vor allem kann dieses "komepensatorisches Vermögen" auch nur einmal "verfrühstückt" werden. Auf dem Papier mag ja stehen, dass jemand ein Haus hat. Aber kann er es auch für den Verkehrspreis verkaufen? Hilft ihm das weiter, wenn er immer noch keine Arbeit hat?
    Nun ist Miete zu zahlen...

    Natürlich ist arm nicht gleich arm, aber wohl die wenigsten, die als arm gelten haben ein Aktienpaket, oder nennenswerten Grundbesitz.
    Aber es zeigt sich mal wieder, dass das Einkommen im engeren Sinne viel zu sehr im Blickpunkt steht. Vgl. hierzu etwa die Steuerpolitik: Die Steuern auf Arbeitseinkommen sind extrem hoch, die auf Einkünfte durch Kapitalanlagen, Miteten & Pachten hingegen eher niedrig!!!
  7. #7

    Und dazu noch

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    Gehen wir doch einfach mal von Deutschland aus, weil Armut ist immer gefühlt ein Spiegel des eigenen Lebensbereiches eines Menschen direkter wahrnehmbarer Umgebung.

    In Deutschland ist man arm dran, wenn man nicht mehr einen Geldbetrag eines Monats im Vorraus auf dem Konto liegen hat und somit nicht weiß, ob man die Pflichtbeiträge wie Wasser und Strom und Heizung (also im Winter) noch bezahlen kann und ganz besonders arm dran ist man, wenn man noch nicht mal mehr garantieren kann sein Essen bis zum Monatsende zu erhalten aus eigener Kraft (also ohne Betteln und Tafeln) und noch ärmer dran ist man, wenn man dazu noch Kinder in Hartz4 hat. Also in Deutschland ist das so.

    In Afrika sind die Menschen oft mehr als arm dran, weil Kinder verhungern oder im Krieg erschossen werden oder als Waisen irgendwo landen.

    Also wo beginnt Armut als Mass und wo beginnt ein Menschenverbrechen?

    Armut beginnt erst mal immer dort wo Menschen das GRUNDRECHT des LEBENS durch Menschen verwehrt wird, egal wie und warum, genau dann beginnt die Armut.

    Arm ist nicht gleich arm, ist Schwachsinn, weil Armunt beginnt dann wenn die Lebensexistenz nicht mehr garantiert gesichert ist, mal ganz egakl wo das ist oder in welchem Land das ist!!

    Die Reaktionen der Abwehr sind immer die Gleichen und die Geschichtsbücher sind VOLL davon, das Menschen sich auf Dauer eben nicht verarmen lassen können!!

    MFG
    habe ich selbst erlebt, dass Müttern mit Baby der Strom abgestellt wurde auch im WINTER, weil sie ihn nicht bezahlen konnten und auch dass Menschen das WASSER abgestellt wurde durch unsere Kommune, obwohl Wasser ein Grundexistenzmittel jeden Lebens ist und wir leider auf Grund totaler Vereuchung Wasser nicht mehr aus Flüßen entnehmen können.

    Babies ohne Strom und Menschen ohne Wasser?

    Wer also ist arm dran in Deutschland?

    Irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass die Medien wie spiegel-online eigentlich von der wahren Welt der Menschen genausowenig Ahnung haben mitlerweile wie Antoniette aus Frankreich die da angeblich (also hatte sie gar nicht gesagt) sagte: Wenn das Volk kein Brot hat, soll es Kuchen essen!

    Das hat sie ihren Kopf gekostet und ich weiß nicht genau, wenn alles so plump weitergeht inwieweit ich da einen Einwand brächte, wenn denn einer käme und genau diese Armut anspreche und die Verursacher, die da sicher auch in den Medien zu suchebn sind.

    MFG
  8. #8

    Wenn meine Mutter keine Eigentumswohnung

    hätte, könnte Sie von 620,- € Witwenrente ihren Lebensunterhalt (incl. Krankenkasse, Miete, Strom, Heizung, Grundsteuer und Umlagen)
    NICHT OHNE Stütze vom Staat finanzieren. Soviel zum*Vermögen* bei den unteren Einkommen!
  9. #9

    rechenspielchen

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    habe ich selbst erlebt, dass Müttern mit Baby der Strom abgestellt wurde auch im WINTER, weil sie ihn nicht bezahlen konnten und auch dass Menschen das WASSER abgestellt wurde durch unsere Kommune, obwohl Wasser ein Grundexistenzmittel jeden Lebens ist und wir leider auf Grund totaler Vereuchung Wasser nicht mehr aus Flüßen entnehmen können.

    Babies ohne Strom und Menschen ohne Wasser?

    Wer also ist arm dran in Deutschland?
    Glauben sie ernsthaft die selbsternannten "Experten" und Statistikgläubigen haben Erfahrungen mit echter Armut in D? Hier gehts nur um irgendwelche Rechentricks, die für politische Interessen instrumentalisiert werden.








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