Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm

dapdEin geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828175,00.html
  1. #60

    @ wohlmein Who is who ?

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut......
    Ja, vielleicht deswegen, weil 98% der "Journalisten", 100% der Parteien, Parteikader und Funktionäre nicht die Bürger vertreten und nicht aus Bürger-Sicht analysieren, sondern aus eigensüchtiger Sicht bzw. Propaganda verbreiten, um die Menschen zu überreden, den Parteifunktionären immer mehr Geld der Bürger zuzuschanzen, damit diese es ihren Klientelen weiterverteilen können bzw. selbst verbrauchen können.
    Die ganze "Armuts"-Debatte wird doch zu ca. 97% nur dazu missbraucht, um eben genau dies zu bewerkstelligen, z.B. gibt es seit einiger Zeit nicht nur die relative "Armut" (ein reiner Agitationsbegriff, denn damit ist gar keine echte Armut gemeint, sondern nur ein geringeres Einkommen), sondern auch die Armutsgefährdung, damit bloss noch viel mehr Menschen mit dem Begriff "arm" in Verbindung gebracht werden können, um noch mehr Diebstähle zu rechtfertigen.

    Deswegen wohl meldet sich das Institut und weist auf einen kleinen Teilaspekt der Verlogenheit der Statistiken hin.
  2. #61

    Zitat von Federal-States-Of-Europe Beitrag anzeigen
    Aktien, Sparbücher und Immobilien gibt es für Frührentner, die eine Grundsicherung zu ihrer zu geringen Rente erhalten, um die monatlichen Bezüge auf das Hartz IV-Niveau aufzustocken, allerdings nicht. Bei ihnen wird die Vermögenssituation im Vorwege genau geprüft. Schlimmer noch: Frührentner, die durch eine Erkrankung voll erwerbsunfähig geworden sind, haben bis zu ihrem Ableben gar keine Chance mehr, mehr Geld zu erhalten, zu verdienen oder anzusammeln. Sie werden das Hartz VI-Niveau wegen ihrer Erkrankung niemals überschreiten können, während reguläre Hartz IV-Empfänger zumindest noch die Chance dazu haben, in den Arbeitsmarkt zurück zu kommen. Hier gilt nicht nur als arm, was auch arm ist, sondern das, was auch arm bleibt. So viel zum Thema Gerechtigkeit...
    a) Leistungsbezug nach SGB II/SGB XII ist im Artikel explizit aufgeführt, inklusive der damit einhergehenden Vermögensprüfung - und damit des Nichtvermögens. Aber schön dass Sie das überlesen haben.

    b) Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer - die eh nicht gerade mit vollen Händen wild bewilligt wird - wird nicht auf der Leistungshöhe nach dem Sozialrecht gedeckelt. Woher kommt der Blödsinn? Das berechnet sich nach den Rentenansprüchen - in meinem Bekanntenkreis übrigens nur ein Fall, und dort ist die Rente deutlich vierstellig.

    Es sei denn Sie meinen jemanden OHNE Rentenansprüche auf Dauer voll erwerbsgemindert. Das wäre aber wieder SGB XII - und dazu siehe a)


    Sie haben also einfach populistisch Beispiele rausgetrötet und konstruiert, die im Artikel explizit aufgeführt und als "gesondert zu betrachten" erwähnt sind. Chapeau. Inhalt = 0.
  3. #62

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    habe ich selbst erlebt, dass Müttern mit Baby der Strom abgestellt wurde auch im WINTER, weil sie ihn nicht bezahlen konnten und auch dass Menschen das WASSER abgestellt wurde durch unsere Kommune, (...)
    Wenn ein Versorger so wahnsinnig wäre, liesse sich dass per Eilverfahren wegen Kindeswohlgefährdung innerhalb von Stunden per einstweiliger Verfügung aufheben.
    Nein, dazu braucht man weder Anwalt noch immense Verwaltungskosten zu bezahlen.
  4. #63

    Zitat von M_Veritatis Beitrag anzeigen
    Wenn ich Ihren Ausführungen folge, dann würde ich daraus auf einen sehr jungen unerfahrenen Menschen schließen, der noch nicht erlebt hat, was es heißt vom Leben wirklich hart angefaßt zu werden. Ihre Einlassung hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Es geht nicht darum mit Harz IV oder Sozialhilfe reich zu werden. (Oder meinen Sie etwa auch, daß wir im Rahmen ....
    Das ist ja alles superspannend (*gähn*) und echt neu. Aber der Artikel führt im Kern aus, dass der pauschale "Armutsbegriff" anhand des Einkommens irreführend sein kann, weil man auch ohne Einkommen (=arm nach Armutsbegriff) hohe Vermögenswerte haben kann. Was landläufig nicht als arm gilt, laut dem Armutsbegriff aber sehr wohl.
    Punkt.
    Das ist der Inhalt des Artikels.
    und er bezieht sich auf zwei unterschiedliche Arten des Armutsbegriffes.

    Den hier auflaufenden "Diese neoliberal-faschistische Propaganda"-Front scheint sehr.... nennen wir es mal "interpratationsfreudig" mit dem im Artikel gesagten umzugehen.
  5. #64

    bitte liebe spon redaktion

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

    Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm - SPIEGEL ONLINE
    veröffendlich sie doch mal wieviele rentner zur
    rente noch vom staat geld bekommen.
    leider ist meine information darüber etwas älter.
    in der welt von 2009 waren es (bitte berichtigen sie mich)
    gerade mal ca.416000 rentner die vom staat
    zusätzlich geld bekamen.2008 waren es sogar
    nur ca.396000. sind nun 21 millionen rentner arm.
    warum haben denn ausgerechnet hartz 4 empfänger
    laut statistik die meisten kinder.
    warum können es sich hartz 4 empfänger
    leisten zu rauch und alkohol zu konsumieren.
    oft in erheblichem maß.
    machen sie mal eine recherche bei den
    wohnmobil und wohnwagen verkäufern und frage sie wer ihr besten
    kunden sind.oder bei den mercedes verkäufern.
    veröffentlichen sie mal wieviele rentner in eigenheimen
    leben und die dann vererben.
    veröffentlichen sie endlich mal wieviele
    deutsche überhaupt in eigenheimen leben.
    wieviele pkw neuwagen zulassungen es jedes jahr gibt.
    usw.usw.ach was sind wir doch für ein erbärmliches
    armes volk.
  6. #65

    Babies ohne Strom... Wann sind sie denn ...

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    habe ich selbst erlebt, dass Müttern mit Baby der Strom abgestellt wurde auch im WINTER, weil sie ihn nicht bezahlen konnten und auch dass Menschen das WASSER abgestellt wurde durch unsere Kommune, obwohl Wasser ein Grundexistenzmittel jeden Lebens ist und wir leider auf Grund totaler Vereuchung Wasser nicht mehr aus Flüßen entnehmen können.

    Babies ohne Strom und Menschen ohne Wasser?

    Wer also ist arm dran in Deutschland?

    ... aus Nordkorea wieder zurückgekommen, wo Sie das erlebt haben?
  7. #66

    Tiraden und Forderungen

    Zitat von wahrheitsgemäß Beitrag anzeigen
    ...
    ach was sind wir doch für ein erbärmliches
    armes volk.
    Mit einer erbaermlich-armen Rechtschreibschwaeche...
  8. #67

    Zitat von lensenpensen Beitrag anzeigen
    Vor allem kann dieses "komepensatorisches Vermögen" auch nur einmal "verfrühstückt" werden. Auf dem Papier mag ja stehen, dass jemand ein Haus hat. Aber kann er es auch für den Verkehrspreis verkaufen? Hilft ihm das weiter, wenn er immer noch keine Arbeit hat?
    Nun ist Miete zu zahlen...
    Aber jemand, der kein Haus hat, muss auch Miete zahlen. Insofern ist das durchaus ein Punkt, den man in solchen Statistiken berücksichtigen sollte. Ich will damit nicht sagen, dass das Haus dann unbedingt verkauft werden muss, damit jemand für ein paar Jahre aus der Statistik rausfällt. Aber man darf nicht nur die reinen Einnahmen betrachten, sondern muss auch mit berücksichtigen, welche notwendigen Ausgaben dem gegenüberstehen. Das hat mich in den letzten Jahren bei jedem Bericht über Altersarmut geärgert; dort wird immer nur auf die Einkommen geschaut, aber nicht berücksichtigt, welche Ausgaben (insb. Miete ja oder nein) jemand hat.
  9. #68

    Zitat von moeschtijall Beitrag anzeigen
    hätte, könnte Sie von 620,- € Witwenrente ihren Lebensunterhalt (incl. Krankenkasse, Miete, Strom, Heizung, Grundsteuer und Umlagen)
    NICHT OHNE Stütze vom Staat finanzieren. Soviel zum*Vermögen* bei den unteren Einkommen!
    Genau das ist doch der Punkt: In der Statistik wird Ihre Mutter in den gleichen Topf geworfen wie jemand, der von 620€ Rente auch noch Miete zahlen muss. Dass der Besitz der Eigentumswohnung durchaus einen Unterschied macht, sagen Sie ja selbst - da ist also durchaus Vermögen da. Und gerade selbst genutztes Immobilienvermögen ist hier wichtig, weil es sich langfristig auf die Ausgaben auswirkt. Man darf Vermögen nicht nur mit Aktienpaketen gleichsetzen.
  10. #69

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... aus Nordkorea wieder zurückgekommen, wo Sie das erlebt haben?
    Das kann durchaus in Deutschland vorkommen. Wenn man Mahnungen, Sperrandrohungen etc des Versorgers völlig ignoriert, die Sperrung über sich ergehen lässt und danach ebenso nicht reagiert, kann man ohne Grundversorgung wie Strom/Wasser/Heizung enden.

    Das erfordert aber schon ein mit Überschallknall nach unten Durchbrechen des Mindestmaßes an Eigenverantwortung, welches ich an jeden mündigen Bürger anlege.