Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm

dapdEin geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828175,00.html
  1. #20

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut......
    Und was genau kritisieren Sie nun an der Studie?
    Zweifeln Sie die darin genannten Zahlen an oder die statistische Aufbereitung oder ....?
    Es kann ja durchaus sein, dass das IW arbeitgeberorientiert ist. Muß deswegen gleich alles falsch sein was dort publiziert wird? Dies kommt mir ähnlich vor wie im Bundestag: kommt eine Studie von der SPD, wird diese von der CDU aus Prinzip abgelehnt; ebenso umgekehrt.
    Sachliche Auseinandersetzung sieht anders aus.
    Gehen Sie doch einmal inhaltlich auf die Studie ein, auf die dort genannten Fakten.
  2. #21

    ...

    Zitat von lensenpensen Beitrag anzeigen
    "Somit unterstreiche ihre Analyse, dass die Auswahl des Datensatzes einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse von Verteilungsanalysen habe. "Zwar zeigen die Ergebnisse, dass sich die Vermögen vorwiegend bei Haushalten mit hohen Einkommen konzentrieren, aber auch ein gewisser Teil der einkommensschwachen Haushalte ist im Besitz von kompensatorischem.....
    in bezug auf mieten und pachten trifft dies nicht zu, die werden genau so wie arbeitseinkommen besteuert
    leider hingegen müssen auf diese einkünfte keinerlei sozialabgaben gezahlt werden
  3. #22

    Was ...

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Oh Mann, da kommt eine Studie raus, die sich umfassender mit dem Thema Armut beschäftigt als üblich und schon wird losgeplärrt.

    Die Studie ist gekauft, das IW unseriös, die Zahlen gefälscht, würden ohnehin nichts aussagen, usw. Es wird angeführt, dass ein Sechstel nicht die Mehrheit ist (Wow, voll die Erkenntnis!) und sowieso alles unfair ist weil wenn jemand kein Geld einnimmt, er mit Harz-IV oder Sozialhilfe auch nie reich wird und überhaupt.

    Hey Leute, wie albern geht's eigentlich noch? Wenn Euch das Ergebnis nicht ins Konzept passt, schnappt Euch die Panels oder andere Befragungen und macht's besser.
    .. wollten Sie eigentlich jetzt sagen? Es tut mir leid, aber aus Ihrem Geschwurbel kann ich nichts entnehmen.
  4. #23

    Wenn nicht heute, dann eben morgen!

    Die Studie hat festgestellt, dass einige Arme ca. 10 Jahre von ihrem Vermögen leben können. Ja toll! Was sagt uns das? Doch eigentlich nur, dass diese Menschen dann in 10 Jahren bettelarm sind und keinen Cent mehr haben - auch keine Aktie mehr, von der sie leben können.

    Letztendlich wird hier wohl die Forderung erhoben, dass kleine Vermögen erst aufgezehrt werden sollen, bevor es z.B. staatliche Unterstützung gibt.

    Wir lernen doch gerade, wie wichtig nachhaltiges Wirtschaften ist. Substanzverzehr gehört nun nicht gerade zu den Nachhaltigkeitsstrategien, die zu bevorzugen sind.
    Tatsache ist, dass die Vermögen in Deutschland extrem ungleich verteilt sind und dass es ein Skandal ist, wie viel die Reichen besitzen und verdienen und wie erbärmlich die Armen dahin vegetieren müssen.
  5. #24

    OHNE Stütze

    Zitat von moeschtijall Beitrag anzeigen
    hätte, könnte Sie von 620,- € Witwenrente ihren Lebensunterhalt (incl. Krankenkasse, Miete, Strom, Heizung, Grundsteuer und Umlagen)
    NICHT OHNE Stütze vom Staat finanzieren. Soviel zum*Vermögen* bei den unteren Einkommen!
    Das kann Sie jetzt ohne Pfandflaschen sammeln? Wie ist das möglich? Auch wenn keine Miete fällig wird, so müssen trotzdem Rücklagen gebildet werden. Nur falls Sie es nicht wissen sollten, wenn Ihre finanzielle Situation es erlaubt, eine Unterstützung Ihrer Mutter können Sie steuerlich absetzen.
  6. #25

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Oh Mann, da kommt eine Studie raus, die sich umfassender mit dem Thema Armut beschäftigt als üblich und schon wird losgeplärrt.

    Die Studie ist gekauft, das IW unseriös, die Zahlen gefälscht, würden ohnehin nichts aussagen, usw. Es wird angeführt, dass ein Sechstel nicht die Mehrheit ist (Wow, voll die Erkenntnis!) und sowieso alles unfair ist weil wenn jemand kein Geld einnimmt, er mit Harz-IV oder Sozialhilfe auch nie reich wird und überhaupt.

    Hey Leute, wie albern geht's eigentlich noch? Wenn Euch das Ergebnis nicht ins Konzept passt, schnappt Euch die Panels oder andere Befragungen und macht's besser.
    Ein Sechstel sind in Wirklichkeit gar nicht arm! Statt 12 Mio haben wir also nur 10 Mio von Armut bedrohte Menschen in einem der stinkreichsten Länder der Erde! Na da bin ich aber froh!

    Was glaubst du wohl, zu welchem Zweck solche Statistiken erstellt werden? Das Institut macht Politik auf dem Rücken der Schwächsten und wenn dann solche Reaktionen wie deine kommen ("Alles halb so wild"), wissen sie, dass sie ihr Ziel erreicht haben.
  7. #26

    Befragung

    Zitat von peter_1974 Beitrag anzeigen
    Oh Mann, da kommt eine Studie raus, die sich umfassender mit dem Thema Armut beschäftigt als üblich und schon wird losgeplärrt.

    Die Studie ist gekauft, das IW unseriös, die Zahlen gefälscht, würden ohnehin nichts aussagen, usw. Es wird angeführt, dass ein Sechstel nicht die Mehrheit ist (Wow, voll die Erkenntnis!) und sowieso alles unfair ist weil wenn jemand kein Geld einnimmt, er mit Harz-IV oder Sozialhilfe auch nie reich wird und überhaupt.

    Hey Leute, wie albern geht's eigentlich noch? Wenn Euch das Ergebnis nicht ins Konzept passt, schnappt Euch die Panels oder andere Befragungen und macht's besser.
    Meinen Sie dann geben alle zu, daß es ihnen schlecht geht? So komisch es klingt, bei der "älteren" Generation Deutscher gibt es so etwas wie Stolz, der ihnen verbietet anderen zur Last zu fallen.
  8. #27

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Aus Wikipedia:
    Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) mit Hauptsitz in Köln und einem Hauptstadtbüro in Berlin ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschunginstitut.
    Im Ernst? Haben sie nun Recherche gemacht für etwas das eh klar ist?
    Institut der Wirtschaft also arbeitgebernah....wer hätte das ahnen können!!

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Es wird von Verbänden und Unternehmen der privaten Wirtschaft finanziert. Trägervereine sind die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Bundesverband der Deutschen Industrie. Die Mitgliedsverbände gehören in der Regel einem dieser Dachverbände an. Weiter können Unternehmen und Institutionen der privaten Wirtschaft die Mitgliedschaft erwerben. Auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet es Analysen und Stellungnahmen zu allen Fragen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, des Bildungs- und Ausbildungssystems sowie der gesellschaftlichen Entwicklung.

    Das Institut vertritt wirtschaftsliberale Positionen. Der Auftrag des Instituts, das sich als „führendes privates Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland“ versteht, ist es nach seiner Selbstdarstellung, „das Verständnis wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse in Politik und Öffentlichkeit zu festigen und zu verbessern“.

    UND - nachdem man jetzt weiß - welche politische Position das WI
    vertritt, sollte man sich fragen,
    WARUM
    GERADE JETZT
    DAS "WI"
    DIESE STUDIE
    VERÖFFENTLICHT.
    OMG Verschwörung! Anders Breivik lässt grüßen!
    Warten Sie: Glauben sie den Gewerkschaften denn mehr?

    Ich finde die Begründung plausibel. Habe genug Rentner gesehen, die mit Häuschen in Spanien rumsitzten, genug gearbeitet haben, selbstständig waren und keine Rente bekommen.
    Total arme Schweine, echt...aber schön braun sind sie!
  9. #28

    Zitat von alterknacker Beitrag anzeigen
    ... welche Du nicht selbst gefälscht hast ...

    Auch Binsenweisheiten haben ihre Berechtigung und doch ist es immer wieder ein Treppenwitz, wie mit solchen Statistiken umgegangen wird.

    Wenn ich mir meine eigene Situation (Bin ich arm? | Freies in Wort und Schrift) anschaue und aktuell fast schon wieder einen Horror bekomme, wenn ich nur an die nächsten 14 Tage denke, wo ich außer Lebensmittel auch noch Medikamente brauche mit gerade mal 70 €uronen Barmittel, dann kommt mir persönlich das Grausen und keine Sau interessiert es, denn WIR haben uns inzwischen daran gewöhnt, Einzelschicksale interessieren niemanden mehr. Aber was solls, ich werde trotzdem nicht 'sozial verträglich ableben'.
    Schön das sie noch Geld für Internet und PC haben. Und wenn sie die Medikamente wirklich brauchen, sind sie eh umsonst.

    Und falls sie noch arbeitsfähig sein sollten: Arbeiten sie doch einfach mal was.
  10. #29

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    habe ich selbst erlebt, dass Müttern mit Baby der Strom abgestellt wurde auch im WINTER, weil sie ihn nicht bezahlen konnten und auch dass Menschen das WASSER abgestellt wurde durch unsere Kommune, obwohl Wasser ein Grundexistenzmittel.....
    Marie Antoinette kann dafür wenig , das war die Heiratspolitik der Habsburger um sich dadurch noch mehr Macht für das Haus Habsburg ) und für das Haus Habsburg mit Sitz in Wien und in Europa zu sichern .


    Die Marie Antoinette hatte damals sicher auch kein leichtes Leben, ganz sicher wird sie sich das auch nicht freiwillig ausgesucht haben, die Mama Kaiserin " Maria Theresia" ist da eher die Schuldige... andere Krieg führen lassen du Österreich ( österreichisches Herrschergeschlecht damals..die Habsburger eben..heirate..schmiede Bünde)
    Gut das wir dieses alte "Adelsgeschlecht" endlich los sind.
    zurück zur Gegenwart ohne adelige Geschlechter und dem tam ..tam runderherum.... besser schaut es auch leider auch heute nicht aus.
    Welche die, die Wirtschafts Finanz und Schuldenkrise erst ausgelöst haben , lachern sich noch eins dazu .. es hat sich kaum was geändert ....früher wars der Adel und Leibeigenschaft...haben wir heute alles wieder ..bzw. leider noch immer...es ist nur schöner verpackt als damals ....im Prinzip immer noch dasselbe...langsam wird es halt durch die Finanz Wirtschafts und Schuldenkrise wieder brutaler so dass es mehr und mehr Leute immer häufiger spüren.

    Fg