Statistik-Tücken: Arm ist nicht gleich arm

dapdEin geringes Einkommen bedeutet nicht zwangsläufig Armut - das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben. Demnach besitzt jeder sechste Erwachsene, der offiziell als arm gilt, ein nennenswertes Vermögen: etwa Aktien, Sparbücher, Immobilien.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828175,00.html
  1. #110

    Ein solches Szenario

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    aber diese Mutter war 4 Wochen vom Strom abgestellt mit Baby und die Behörde hatte so einen langen Atem. Glauben Sie mir, in unserem Deutschland ist das ganz bürokratisch möglich und kein Hahn kräht danach, solange es noch viele Träume gibt.
    scheint allerdings erst glaubhaft, wenn daneben auch die Fakten und Hintergründe glaubhaft belegt würden, ansonsten ist dies in unserem Land schwer vorstellbar.

    Denn wenn diese Mutter bei solcher Betroffenheit vier Wo. ohne Strom und Wasser ins Land gehen lässt, dann hat auch sie "versagt".
    Auch dass sie "nicht bezahlen konnte" wirft die Frage nach dem Warum auf. Ist sie Hartz-IV-Empfängerin, erhält sie mit Kind (neben Miet- und Energiekostenzuschüssen) ausreichend Geld, um diese ihre Bedürfnisse auch bezahlen zu können.
    Wenn man allerdings nicht wirtschaften kann mit dem, was zur Verfügung steht, und andere Prioritäten beim Ausgeben setzt, wird der Strom (nach mehrfachen Mahnungen) auch schon mal abgestellt, genauso wie z.B. ein Telefonanschluss gesperrt wird.

    Anderes Szenario:
    Mensch erwirbt eine Eigentumswohnung als private Altersvorsorge (zum mietfreien Wohnen im Ruhestand) und vermietet sie derweil, ist zur Finanzierung neben Eigenkapitaleinsatz auch noch auf die Mieteinnahmen angewiesen.
    Nun zahlt der Mieter nicht, während der Eigentümer seine Nebenkosten (Wasser, Heizung, Hausmeister, Müllabfuhr, Gesamtstrom etc.) an die Eigentümergemeinschaft abführen muss.

    Er darf diesem säumigen Mieter die Heizung und das Wasser nicht abstellen; das dürfen nicht mal die übrigen Eigentümer gegenüber einem säumigen Zahler, der Miteigentümer ist.

    Bis der Vermieter den säumigen Mieter aus der Wohnung erfolgreich rausgeklagt hat, kann er selbst insolvent sein und Eigentümer, die für andere Nichtzahler der Gemeinschaft mithaften, ebenso.
  2. #111

    Ja und wenn nun die Mutter versagt hat im System, wer

    Zitat von elikey01 Beitrag anzeigen
    scheint allerdings erst glaubhaft, wenn daneben auch die Fakten und Hintergründe glaubhaft belegt würden, ansonsten ist dies in unserem Land schwer vorstellbar.

    Denn wenn diese Mutter bei solcher Betroffenheit vier Wo. ohne Strom und Wasser ins Land gehen lässt, dann hat auch sie "versagt".
    Auch dass sie "nicht bezahlen konnte" wirft die Frage nach dem Warum auf. Ist sie Hartz-IV-Empfängerin, erhält sie mit Kind (neben Miet- und Energiekostenzuschüssen) ausreichend Geld, um diese ihre Bedürfnisse auch bezahlen zu können.
    Wenn man allerdings nicht wirtschaften kann mit dem, was zur Verfügung steht, und andere Prioritäten beim Ausgeben setzt, wird der Strom (nach mehrfachen Mahnungen) auch schon mal abgestellt, genauso wie z.B. ein Telefonanschluss gesperrt wird.

    Anderes Szenario:
    Mensch erwirbt eine Eigentumswohnung als private Altersvorsorge (zum mietfreien Wohnen im Ruhestand) und vermietet sie derweil, ist zur Finanzierung neben Eigenkapitaleinsatz auch noch auf die Mieteinnahmen angewiesen.
    Nun zahlt der Mieter nicht, während der Eigentümer seine Nebenkosten (Wasser, Heizung, Hausmeister, Müllabfuhr, Gesamtstrom etc.) an die Eigentümergemeinschaft abführen muss.

    Er darf diesem säumigen Mieter die Heizung und das Wasser nicht abstellen; das dürfen nicht mal die übrigen Eigentümer gegenüber einem säumigen Zahler, der Miteigentümer ist.

    Bis der Vermieter den säumigen Mieter aus der Wohnung erfolgreich rausgeklagt hat, kann er selbst insolvent sein und Eigentümer, die für andere Nichtzahler der Gemeinschaft mithaften, ebenso.
    ist dann verantwortlich für die Kinder??

    Was bedeuten überhaupt Menschen und deren Kinder in einem System, indem ganz anonym Gelder hin und her überwiesen werden ohne Absender?

    Wenn eine Mutter versagt, wer ist dann da für die Kinder einzuspringen? Gibt es da überhaupt noch irgendjemand der sich dann für diese unsere Kinder verantwortlich fühlt, oder ist das eigentlich nicht reine privatsache geworden, wobei manche wohl glauben ihre Rente zahlen irgendwelche Köter?!

    Das ist echt eine wichtige Frage?!

    Was sind uns in Deutschland unsere Menschenkinder wert??
  3. #112

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Glauben sie ernsthaft die selbsternannten "Experten" und Statistikgläubigen haben Erfahrungen mit echter Armut in D? Hier gehts nur um irgendwelche Rechentricks, die für politische Interessen instrumentalisiert werden.
    Diese Rechentricks kennt man ja besonders von den Linken und wenn diese einem erzählen, wie viele zu ihrem Gehalt noch mit Hartz IV aufstocken müssen.
    Dass es sich dabei großteils um Teilzeitstellen und Alleinverdiener handelt, wird natürlich verschwiegen.
    Genau auf solche verschwiegene Details weist hier der Artikel hin.
    Denn es handelt sich bei den statistischen Armutswerten meist um eine Einkommensarmut. Vermögen wird nicht berücksichtigt.
    Die Linken werden solche Fakten auch weiterhin unter den Tisch fallen lassen.
    Nächstes Jahr werden sie dann die Rechnung für ihre Rechentricks bekommen, wenn die Piraten sie aus dem Bundestag kicken.
  4. #113

    Polemische Bemerkungen

    Zitat von irreal Beitrag anzeigen
    ist dann verantwortlich für die Kinder??

    Was bedeuten überhaupt Menschen und deren Kinder in einem System, indem ganz anonym Gelder hin und her überwiesen werden ohne Absender?

    Wenn eine Mutter versagt, wer ist dann da für die Kinder einzuspringen? Gibt es da überhaupt noch irgendjemand der sich dann für diese unsere Kinder verantwortlich fühlt, oder ist das eigentlich nicht reine privatsache geworden, wobei manche wohl glauben ihre Rente zahlen irgendwelche Köter?!

    Das ist echt eine wichtige Frage?!

    Was sind uns in Deutschland unsere Menschenkinder wert??
    wie ", ...wobei manche wohl glauben, ihre Rente zahlen irgendwelche Köter" bringen die Gesellschaft nicht weiter; solchen "Glaubens" bedienen sich sicher nicht mal geistig Minderbemittelte.

    Das Elternrecht ist im GG verankert und schon so was wie die "alleinige Verfügungsgewalt" über das Kind als tatsächlich "reine Privatsache".
    Gerade auch die kontroverse Diskussion um das Betreuungsgeld zeigt auch, dass Eltern sehr auf dieses ihr GG-Recht pochen.

    Bevor Verwahrlosung + Schlimmeres (leider erst in späteren Stadien) bekannt werden, sind die Kinder den Eltern/Müttern/Vätern ausgeliefert.

    Das aus - welchen Gründen im Einzelnen auch immer - durch Elternversagen verschuldete Elend der unmenschlichem Leid bis hin zum Tod ausgesetzten Kinder wird tagtäglich medial publiziert, eine Dunkelziffer ausgenommen.

    Es gibt viele - sehr wohl verantwortungsbewusste - private Initiativen, die sich u.a. speziell für Schulkinder engagieren.
    So wurden/werden z.B. Betreuung + Räume eingerichtet (Tendenz steigend), in denen das (ungewaschene, ungekämmte + ohne Frühstück ankommende) Schulkind vor dem Unterricht erst mal die im Elternhaus fehlende vitale Versorgung erhält.

    Eine relative Armut alleine ist längst nicht Grund dafür, sondern vorwiegend organisatorische + emotionale Defizite.
    Menschen, die schon ihr eigenes Leben nicht auf die Reihe bekommen, können kaum noch angemessen für ihren Nachwuchs sorgen. So stellte sich gerade auch bei jenen der Nachwuchs häufig mangels Verantwortungsbewusstsein + entsprechender Verhütung "einfach" so ein. Wenn wundert, dass diese Kinder zu den Verlierern unserer Gesellschaft werden, trotz allen Reichtums im Lande.

    Diese Versorgung für die Kids ist dennoch lediglich sowas wie ein Reparaturbetrieb des Elternhausversagen. Er kommt insofern für die Entwicklung viel zu spät, als die Betreuung schon im Kleinkindalter hätte einsetzen müssen.

    Unser System hält zwar eine teure Sozialökonomie für überforderte (unfähige) Eltern bereit, die setzt allerdings oft auch erst zu spät ein, weil die inhausigen Probleme nicht früher bekannt wurden.

    Soziale Prävention ist der Schlüssel, dem ein viel höherer Stellenwert des Gesetzgebers/der Politik eingeräumt werden muss. Die setzt bereits bei der Schwangerschaft von Müttern ein, die einen in jeder Hinsicht "hilfebedürftigen" Eindruck erwecken.

    Abgesehen von Leidverhinderung ist Prävention auch ökonomisch geboten, weil "Vorsorgen bekanntlich besser ist als Bohren".
  5. #114

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Das sagt eigentlich alles, was man zu diesen Statistiken aus der Abteilung Agitprop sagen muss.
    Richtig, Ihre Statistiken sind Agitprop. Die Entlarvung dieser Statistiken als Agitprop ist dagegen keine.