Ich bekomme pro Monat ca. auch bis zu 10 Anfragen von solchen Windeiern. "Einzigartiges revolutionäres Konzept mit riesen Potential, suchen Entwickler, gegen Gewinnbeteiligung/Unternehmensanteile (ohne Mitspracherecht,...)".
Kein Wunder, dass die keine vernünftigen Entwickler finden, denn dieser soll für ein paar Erdnüsse Wunder vollbringen.
Anstatt das Geld gleich für 5 Geschäftsführer, schicke Büros, gedruckte T-shirts und sonstiges Brimborium rauszuhauen, sollte man die Entwickler entsprechend bezahlen (die meist noch gar nicht vorhanden sind), mit dem steht und fällt der Erfolg des Produktes. Wenn das mal fertig ist, kann man sich verstärkt ans Marketing machen und nicht umgekehrt.
Die sind meistens Vollhonks die die verfilmte Zuckerbergsaga gesehen haben und sich denken: "Das können wir auch!. Irgendwas wie facebook, jetzt brauchen wir nur noch einen Entwickler".
Da wundert das hier nicht:
Genau solche Typen schlagen oben jeden Monat bei mir und anderen Kollegen auf, rauben einem Zeit und Nerven.Deutlich schwieriger gestaltete sich dagegen die Suche nach einem Programmierer, der die theoretische Idee in praktische Software umwandeln konnte: "Nach einem IT-Spezialisten haben wir länger gesucht als nach einem Geldgeber", beschreibt der Jungunternehmer das derzeit größte Problem für Gründer. Jeden Tag schrieben sie 30 bis 40 Softwareentwickler an, fragten permanent im persönlichen Netzwerk herum, besuchten Technikertreffen, um sich Knowhow und die passende Fachsprache anzueignen.
Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen. Entwickler wollen Geld und nicht mit spinnertem Gequatsche genervt werden."Den Programmierern musst du ebenso eine Vision verkaufen wie dem Investor",
Aha, sehr seriös. Ein typisches Windei. Andere über den Tisch ziehen.beschreibt Heesen die Methode, die ihm schließlich zum Erfolg verhalf: "Er muss das Produkt für sein Baby halten."
Nein, weil die oft erkennen dass es eine Schnappsidee ohne Erfolgsaussichten ist. Die wollen vorher ihr Geld für ihre Arbeit.Ohne Unternehmensbeteiligung für den Technologen gehe es deshalb auf keinen Fall. Zwischen 10 und 20 Prozent sind derzeit offenbar der gängige Anteil für den Chefentwickler. Doch selbst die locken nicht, wenn der Spaßfaktor fehlt.
In seinen feuchten Träumen vielleicht. Der sollte sich mal fragen warum er keine Leute findet."Die guten Programmierer wollen sich selbst verwirklichen, etwas wirklich Einmaliges und Innovatives erschaffen", sagt der Gründer. Zumindest da passen sie ja perfekt mit den Start-ups zusammen.
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