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Start-up-Pioniere: Dann werd' ich eben Chef
CorbisSelbständigkeit ist ein Abenteuer - aber warum Risiken eingehen, wenn es auch Angestellten gut geht? Wer in Deutschland eine Firma gründet, hat oft keine andere Wahl. Doch die Wirtschaft lebt von neuen Ideen. Deswegen trommeln Politik und Wirtschaft: Der Nachwuchs soll bald doch davon träumen, Chef zu werden.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...828707,00.html
- #10 21.04.2012 05:51 von
Volle Zustimmung zu allen Punkten!
Gerade zu Willkür und und Tyrannei des Finanzamts könnte ich ein Buch schreiben. Über mehrere Jahre hinweg jede Woche 1-2 Briefe vom FA mit irgendwelchen Kinkerlitzchen, die alle Zeit und Kraft kosten. Nichts dagegen, regelmäßig und in voller Höhe Steuern zu bezahlen. Aber das ständige Störfeuer von Amts wegen nervt. Ein absoluter Witz, was da abgeht. Aber mit KMU's kann man es ja machen.
Dann die neue Umsatzsteuer-Regelung beim grenzüberschreitenden Warenverkehr: Neben den üblichen Faxen mit Zoll und/oder ATLAS (bei Ausfuhr von physikalischen Waren) ist jetzt auch die vom Spediteur (falls vorhanden) und Kunden zu unterzeichnende "Gelangensbestätigung" vorgeschrieben.
Extrem praxisfern und geschäftsschädigend für Online-Händler, die fast ausschließlich digitale Güter verkaufen. Denn diese Extraaufwand lohnt sich erst ab einem gewissen Warenwert. Nur macht die Regelung keinen Unterschied dabei, ob der Warenwert 5 EURO oder 5000 EURO beträgt. Der vollkommen überzogene Verwaltungsaufwand ist der Gleiche.
Einzige Lösung die bleibt, ist Waren auch dann weiterhin mit Umsatzsteuer zu bepreisen und zu verkaufen, auch wenn der Kunde zum steuerfreien Kauf berechtigt wäre. Oder die Umsatzsteuer als Kaution einzubehalten, bis der Kunde die Gelangensbestätigung beibringt. Klarer Wettbewerbsnachteil.
Unternehmertum in Deutschlad ist ein ständiger Kampf gehen die Mühlen der Bürokratie. Nach fast 15 Jahren bin ich soweit zu sagen:
Schlimmer geht immer, besser wurde es nie.
Letzter Ausweg (zZt. in Vorbereitung): Die Auswanderung. - #11 21.04.2012 08:49 von
Ich habe lange Jahre als Beraterin selbständig gearbeitet und bin jetzt aus persönlichen Gründen in festangestellte Mitarbeiterin. Im direkten Vergleich ist es heute für mich einfacher, aber für mich selber zu arbeiten und selber zu bestimmen wann und wie viel ich arbeite hatte schon Vorteile. Was aber viele Existenzgründer eben gerne vergessen, ist dass man sich gut vorbereiten muss und man muss ein Polster mitbringen, es dauert so seine Zeit bis man wirklich schwarze Zahlen schreibt. Leider glauben viele immer noch, sie eröffnen einen Laden und könnten am nächsten Tag einen Mercedes SL leasen.
- #12 21.04.2012 09:10 von
Typisch Deutsch. Kaum klappt der TRaum von der Selbstständigkeit nicht, sind alle anderen Schuld: Bürokratie, Steuern, IHK. Was für ein Quatsch. Ein echter Unternehmer muss auf ALLEN Gebieten gut sein, nicht nur mit "seiner" Idee. Ein Selbstständiger muss sich in Buchhaltung genauso auskennen, wie im Steuerwesen, den Behörden etc. Und wenn sich was ändert (z.B. Online-Abgabe von Zusammenfassender Meldung, mit nich gerade einfachen und einladenenden Websites), dann vergeude ich meine Zeit nicht damit, darüber zu jammern, sondern arbeite mich ein, schicke Verbesserungsvorschläge und erarbeite dann Leitlinien oder ein kleines Handbuch für meine Mitarbeiter. Für einen echten Unternehmer gibt es keine Probleme, sondern nur Herausforderungen. Nur der Deutsche möchte die Selbstständigkeit im super-deluxe-bequem-und-immer-versorgt-Paket. Kein Wunder, dass das schiefgehen MUSS. Wir leben nun einmal im 21. Jahrhundert (Gott sei Dank), da ist halt "Multi-tasking" gefragt....
Wegen der Kredite: Ich hab das meiste über Privatanleihen gemacht. Ist billiger, besseres Geld, das Risiko ist verteilt etc. Man darf sich halt nicht zu fein sein, auch mal privat um Geld zu bitten. Wer WIRKLICH selbständig sein will, für den darf es keine Tabus geben.
Ach ja, und: Ich zahle meine Steuern GERNE! Wir leben in einem Land mit fantastischer Infrastruktur und sehr guter Bildung. Das kostet halt was und ich bin GERNE bereit das mit zu finanzieren. Wer das anders sieht (und über dieses Verhalten nur den Kopf schüttelt), ist einfach nur ein egoistischer Schmarotzer, die sich nur selbstständg machen, weil sie dann gaaaaaanz toll mit ihrem geleasten Porsche angeben können. Die sind dann meistens bald wieder pleite und froh irgendwo als Angestellter unterzukommen.
Na ja, nach 15 Jahren erfolgreichen Kleinstunternehmertum (durch drei Wirtschaftskrisen hindurch) kann ich nur raten: Wer nicht zur Selbstständigkeit geboren ist: FINGER WEG!!! - #13 21.04.2012 09:40 von
Es ist einfach Schwachsinn was Sie schreiben. Klar gibt es die Leute die eine Bar oder Restaurant aufmachen und dann pleite gehen weil Sie einfach keine Ahnung haben.
Aber ich verkaufe weltweit digitale Produkte. Sie können sich ja mal gerne im Thema einarbeiten. Da gibt es soviele Regelungen zu beachten, es ist schlicht ein riesen Standortnachteil dies aus Deutschland aus zu machen. Das ist ein Fakt. - #14 21.04.2012 09:40 von
Und das ist erst der Anfang !
Die Beamtokratie in diesem Lande lebt von der Abzocke.
Es werden Gewinne unterstellt, die es nicht gibt (Abschreibungssystem/5 Jahre = erst Steuern, dann Investitionen - das Geld ist aber leider gleich fort), Gehaelter unterstellt (Mindestbeitraege in die Krankenversicherung weit oberhalb jedes Geringverdieners), Privatentnahmen unterstellt (Gewinnsteuer-Vorauszahlungen fuer EVENTUELLE Gewinne der Folgejahre), Privatnutzungen unterstellt ("Fuer was brauchen Sie denn einen Pkw fuer Ihr Gewerbe ?").
"Gleichzeitig ist die Angst vor dem Scheitern groß."
Es ist nicht die Angst vor dem Scheitern - es ist die Angst davor, als Unternehmer, Kaste 13, die Unebruehrbaren, gejagt zu werden von Beamten, Behoerden, Gewerkschaften, Arbeitsgerichten, Neid und Gier, nicht selten diebischen Angestellten hier und da, Vorschriften (erwaehnte ich BG und Kuenstlersozialkasse ?), Verwaltungsaemtern, Haftungsklauseln in tausenden von Gesetzen, Beweislastumkehr zu Lasten der Gruender, Zollkontrollen auf Schwarzarbeit, Umsatzsteuersonderpruefungenaller Nasen lang, persoenliche strafrechtliche Haftung fuer nichtzahlende Kundschaft ueber den Umweg der Kassenbeitraege...
Eh heute ein Selbstaendiger die Krankenversicherung fuer seine minderjaehrigen Kinder bezahlen darf, muss erstmal die Kfz-Steuer fuer das Gewerbefahrzeug bezahlt sein. Sonst kommt der Staatsanwalt irgendwann.
Das alles wird flankiert durch eine hetze in den Medien.
Unternehmer von heute erleben oft persoenlich das, was Juden vor 70 Jahren erleben mussten. Denn sie "haben ja Geld".
Den Beamten geht wohl das Abzockvolk aus ??? Hahaha. Gut so.Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #15 21.04.2012 09:54 von
- #16 21.04.2012 09:57 von
Sie geben es selbst zu: Sie haben noch nie ernsthaft Angestellte gehabt.
Und ich wette - dann koennen Sie eine merkliche Anteil Ihrer Umsaetze schwarz und am Amt vorbei machen.
Mit "keine Ahnung" kann man gut grosse Klappe haben.
(Oder: Sie sind Beamter und haben ein Nebengewerbe :D - Kleinstunternehmer, wie peinlich. Schon mal die BG auf dem Hof gehabt ? Nein ? Klappe halten.)Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #17 21.04.2012 10:24 von
denen fehlt jeder Realitaetsbezug:
Pläne von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen - Selbständige müssen künftig für die Rente vorsorgen - Wirtschaft - sueddeutsche.de
Woher diese Kohle kommen soll, ist den beamten egal. dass davon hauptberuflich beamte gefuettert werden, ist Bestandteil des Plans.
Eben eine weitere Abzocke.
Noch weniger Selbstaendige (mit Ertragskraft !).
Wie waere es, wenn man das ueber weitere Foerderungen fuer Selbstaendige - mit weiteren ausfuehrenden Beamten - kompensiert ?
Schafft einfach die ueberdimensionale Zahl staatlich alimentierter hauptberuflicher Schmarotzer ab, und alles ist gut.
Irgendwie tut das alles weh.Geändert von ( um Uhr)
Häuser werden nicht auf Sand gebaut und Träume nicht auf Ausreden.
Du bist der Architekt Deines Lebens. Du bist der Autor Deiner Erfolgsstory - niemand sonst. - #18 21.04.2012 10:32 von
irre Steuerbelastung, Bürokratie und Personalkosten haben eben nur eine logische Konsequenz... die zwei Unternehmensgründer die ich persönlich kenne sind daher zur Gründung ausgewandert... wer in Deutschland ein Unternehmen gründet (ausgenommen 1 Mann Unternehmungen) der muss wirklich doof sein... entsprechend wird das Unternehmen dann auch laufen...
es ist kein Zufall, dass keine der bedeutenden Innovationen dieses Jahrhundert aus Deutschland kommt... und es wird auch keine kommen... - #19 21.04.2012 10:41 von
Zustimmung
in , fast, allen Bereichen. Nur Steuer und Buchhaltung, das Detailwissen haben meine kauf. Ma und der Steuerberater. Ich muss da, allerdings im Groben Bescheid wissen. Kredite gibt es am Anfang, in der Regel, nicht. Ich habe auch einen Privatkredit aufgenommen.
Sie sind allerdings auch kein Kleinstunternehmer (17.000 pa) sondern Kleinunternehmer. So wie ich auch, seit >7 Jahre.
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