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Starker Jetstream: Turbowinde bremsen*Transatlantikflieger aus

Sorry, wir haben keinen Sprit mehr: Tausende Passagiere haben in den vergangenen Monaten auf dem Weg von Europa in die USA unplanmäßige Zwischenlandungen erlebt. Vielen Fliegern war laut "USA Today" das Kerosin ausgegangen. Schuld sind die heftigen Gegenwinde.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...808844,00.html
  1. #50

    Ehrlich gesagt

    Zitat von Alexander Hempel Beitrag anzeigen
    Dass die Airlines fuer solche Strecken unterdimensionierte Flugzeuge benutzen, will mir nicht so richtig in den Kopf. Die 757 hat in der -200 Variante eine Reichweite von 7900km. Das wird bei Transatlantikfluegen sehr knapp.

    Dummerweise hat die 767 auch nur in den ER-Varianten eine entsprechende Reichweite. Um auf Nummer Sicher zu gehen, muesste man schon die 777 oder die 747 auf solchen Strecken einsetzen. Die Tatsache, dass die Airlines die aelteren und kleineren Maschinen einsetzen, bedeutet wohl, dass nicht genuegend Passagieraufkommen herrscht.

    Ob das die hoeheren Betriebskosten sowie Extrakosten fuer die Zwischenlandung rechtfertigt, vom etwas hoeheren Risiko mal abgesehen, koennen wohl nur die Airlines selbst entscheiden...
    Die Strecke Hamburg - New York (6134 km) müsste auch eine vollgetankte Boeing757 locker schaffen. Die Notlandungen wegen Spritmangels kommen wohl eher daher, dass die Airlines mit dem Sprit knausern anstatt vollzutanken. Zudem können sie bei weniger Sprit mehr zusätzliche Fracht mitnehmen.

    Die Passagier sollten die Airlines bei derartigen Verspätungen verklagen, denn die Notlandungen sind provoziert, das Berechnen der korrekten Spritmenge an Hand der aktuellen Wetterbedingungen gehört zum ABC jedes Kapitäns.
  2. #51

    einspruch

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Die Strecke Hamburg - New York (6134 km) müsste auch eine vollgetankte Boeing757 locker schaffen. Die Notlandungen wegen Spritmangels kommen wohl eher daher, dass die Airlines mit dem Sprit knausern anstatt vollzutanken. Zudem können sie bei weniger Sprit mehr zusätzliche Fracht mitnehmen.

    Die Passagier sollten die Airlines bei derartigen Verspätungen verklagen, denn die Notlandungen sind provoziert, das Berechnen der korrekten Spritmenge an Hand der aktuellen Wetterbedingungen gehört zum ABC jedes Kapitäns.
    nein... erstens sind HAM-EWR 6154km und zweitens schafft das eine B757 auch voll betankt bei starkem gegenwind NICHT ohne die mindestreserven (sprit fuer 45min flugzeit) anzuzapfen.

    aus sicherheitsgruenden muss die maschine naemlich nicht nur die 6,154km schaffen koennen sondern noch 45min weiterfliegen koennen.
    d.h. die maschine muss sprit fuer deutlich mehr als 6,500km mitfuehren. wenn sie dann noch einen heftigen gegenwind haben, der ihre geschindigkeit ueber grund um 200kmh absenkt... dann haben sie ein problem. denn dann dauert der ganze flug wesentlich laenger und sie verbraten viel sprit.

    eine "notlandung wegen spritmangels" wirds nicht geben, aber der flieger muss irgendwo zwischenlanden und sprit aufnehmen.

    KEINE fluglinie der welt wird mit dem sprit "knausern" um dann spaeter eine zwischenlandung zum nachtanken einzulegen. die spritmenge wird sehr wohl korrekt berechnet und die windgeschwindigkeiten des jetstreams am abflugtag sind auch bekannt. die B757 fasst halt nur soviel sprit und ist nicht das beste flugzeug fuer transatlantik-strecken im winter.
  3. #52

    So ist es

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Genau. Bei exaktem Gegen und Rückenwind heben sich die Effekte zwar fast auf, aber eben nicht genau.
    Ja genau! ;)

    Da haben Sie recht. Das ist auch eine der Prüfungsfragen für den Pilotenschein. Das heisst wenn man gegen 100 km/h Ostwind und auf dem Heimweg gegen 100 km/h Westwind fliegt, hebt sich die Windkomponente nicht auf. Das heisst man darf nicht mit Windstille rechnen, wie es auf den ersten Blick logisch erscheint. Da spielt die Mathematik ein Schnippchen, da man mit qudratischen statt mit einem arithemitischen Mittelwert rechnen muss.

    Siehe:

    Arithmetisches Mittel

    Quadratisches Mittel
  4. #53

    ganz einfach

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    nein... erstens sind HAM-EWR 6154km und zweitens schafft das eine B757 auch voll betankt bei starkem gegenwind NICHT ohne die mindestreserven (sprit fuer 45min flugzeit) anzuzapfen.

    aus sicherheitsgruenden muss die maschine naemlich nicht nur die 6,154km schaffen koennen sondern noch 45min weiterfliegen koennen.
    d.h. die maschine muss sprit fuer deutlich mehr als 6,500km mitfuehren. wenn sie dann noch einen heftigen gegenwind haben, der ihre geschindigkeit ueber grund um 200kmh absenkt... dann haben sie ein problem. denn dann dauert der ganze flug wesentlich laenger und sie verbraten viel sprit.

    eine "notlandung wegen spritmangels" wirds nicht geben, aber der flieger muss irgendwo zwischenlanden und sprit aufnehmen.

    KEINE fluglinie der welt wird mit dem sprit "knausern" um dann spaeter eine zwischenlandung zum nachtanken einzulegen. die spritmenge wird sehr wohl korrekt berechnet und die windgeschwindigkeiten des jetstreams am abflugtag sind auch bekannt. die B757 fasst halt nur soviel sprit und ist nicht das beste flugzeug fuer transatlantik-strecken im winter.
    Wenn der Tank der Boeing 757 zu klein ist, dann darf die Maschine gar nicht erst starten, dann muss die Airline einen anderen Flieger benutzen, eigentlich hat die 757 über dem Atlantik nichts verloren.
  5. #54

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Wenn der Tank der Boeing 757 zu klein ist, dann darf die Maschine gar nicht erst starten, ...
    der tank ist nicht zu klein - der journalist hat das nur vereinfacht dargestellt.
    die airlines haben einen sicherheitscodex, der sie schon frühzeitig verpflichtet nachzutanken, obwohl noch jede mange sprit im tank ist. dieser codex beroht u a auf sehr strenge gesetze bezüglich spritreserven - die aber unmöglich auf alle möglichen windkombinationen schon im voraus bunkerbar sind.

    joy
  6. #55

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ... nicht nur die 6,154km schaffen koennen sondern noch 45min weiterfliegen koennen.....
    viel zu vereinfacht - das ist 1 von 3-4 sicherheitskomponenten - und zwar die einfachste.
    es wird wesentlich mehr sprit benötigt, und die 45 min reserve hat nichts mit weiterfliegen zu tun.

    insofern sind auch ableitungen aus dieser vereinfachung erstmal teilweise falsche schlussfolgerungen bezüglich ursprünglicher planung. denn der plan muss immer sauber sein, schon vor dem abflug, sonst kann nicht gestartet werden

    joyflight
  7. #56

    Zitat von volatus123 Beitrag anzeigen
    vereinfacht für nicht-kopf-ableiter und integratoren (weg und speed nach zeit):
    da ich im gegenwind langsamer bin, brauche ich ausgerechnet für die strecke im gegenwind mehr zeit. da wo ich effizienter bin (rückenwind) verbringe ich wesentlich weniger zeit. ergo ist es nicht nur "nicht exakt" eine aufhebung, sondern ein riesenunterschied - je nachdem wie windgeschwindigkeit prozentual zu der weglänge (und damit zeitdifferenz) stehen

    joyflight
  8. #57

    Dass nur 757 betroffen waren, ist doch gerade der Beweis, dass alles vollkommen normal abläuft.
    Für jeden Flug wird die Spritmenge mit den vorgegebenen Sicherheiten berechnet und entsprechend viel getankt. Hat der Flieger nicht die Kapazität das Erforderliche zu leisten, muss er eben zwischendurch noch einmal tanken. Kostet halt etwas Zeit. Genauso wie schon der Gegenwind. Auf dem Rückweg wird dafür Zeit gespart. Die Fliegerei ist eben wetterabhängig.
    Dass die kleinen Flieger an manchen Tagen auch mal zwischenlanden müssen, ist mit Sicherheit schon in der Planung mit drinnen. Ist eben am billigsten (und damit langfristig auch am umweltfreundlichsten) so.
    Abstriche bei der Sicherheit gibt es dabei nicht. Das Sicherheitspolster ist unabhängig vom Flugzeugtyp festgelegt.


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