Forum


 

Starker Franken: Schweizer fürchten Vertreibung aus dem Wirtschaftsparadies

Jahrzehntelang waren die Schweizer stolz auf ihre starke Währung - nun wird die massive Aufwertung des Franken zum Fluch: Tourismus und Exportindustrie*klagen über massive Einbußen.*Ein Besuch bei*den Sorgenkindern der Alpenrepublik.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...781163,00.html
  1. #1

    Luxusprobleme

    Ist das denn so schwer? Wenn die eigene Währung steigt, dann gibt es zahlreiche Maßnahmen, die man durchführen kann.

    Man kann z.B. hohe Gebühren für die Lagerung der ausländischen Gebühren verlangen, 5% oder 10% pro Jahr, das entspricht einer substanzverzehrenden Vermögenssteuer. Wenn's den Anlegern nicht passt, können sie ja inflationierende Dollars kaufen.

    Man kann aber auch einfach Geld drucken. Das hat aber den Nachteil, dass nach einem Abflauen des Hypes eine gewaltige Inflation kommt.

    Beide Maßnahmen erzeugen einen Überschuss, den man sinnvollerweise in Subventionen und Sozialhilfe steckt, so dass die exportabhängigen Menschen "überwintern" können.

    Wenn man allerdings Regierungen wählt, die dazu zu blöde sind... ja, dann gehört's denen nicht besser! Die Schweiz ist ja schließlich eine Demokratie.
  2. #2

    no title

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelang waren die Schweizer stolz auf ihre starke Währung - nun wird die massive Aufwertung des Franken zum Fluch: Tourismus und Exportindustrie*klagen über massive Einbußen.*Ein Besuch bei*den Sorgenkindern der Alpenrepublik.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...781163,00.html
    Tja, ist halt das Problem: Wer vorher schon sehr teuer war, ist nach einer Währungsaufwertung halt sauteuer. Hinzu kommt eine riesige Portion Arroganz und eine gepflegter, offener Deutschenhass. Irgendwie gönne ich den Schweizern ihre Luxusprobleme.
  3. #3

    Lerne zu klagen ohne zu leiden

    [QUOTE=sysop;8559624]Jahrzehntelang waren die Schweizer stolz auf ihre starke Währung - nun wird die massive Aufwertung des Franken zum Fluch: Tourismus und Exportindustrie*klagen über massive Einbußen.*Ein Besuch bei*den Sorgenkindern der Alpenrepublik.

    Dass der Tourismus jammert, ist Routine, nur die Anlässe wechseln. In diesem Jahr ist es halt der starke Franken. Eine Verkehrsmeldung im Radio, die letzte Woche ausgestrahlt wurde, zeigt ein anderes Bild: die Jungfraubahn gab bekannt, dass keine Reisenden mehr befördert würen, die nicht reserviert hatten. Bergstation und Züge waren zum Bersten voll. Krise? Brauchen wir nur, wenn wir vom Staat etwas fordern wollen, ansonsten kennen wir sowas nicht.
  4. #4

    Desinformationsueberschrift?

    Eine reisserische Ueberschrift verbessert nicht den Informationsgehalt.
    Der Verteurung schweizerischer Exportgueter wird wohl eine massive Importverguenstigung gegenueberstehen.
    Unterm Strich vermutlich sehr lukrativ fuer die Schweiz.
    Diese Gegenrechnung wird im Artikel nicht mal erwaehnt. Ich vermute also Desinformation aus journalistischer Umsatzdenke-Gruenden.
  5. #5

    Hohe Standortvorteile für Intenationale Unternehmen

    Bei den sonstigen hohen Standortvorteilen spielen 10 bis 15% Verteuerung wegen dem starken Franken keine Rolle.

    Unser Land bietet:
    - Schlanke Bürokratie und eine überdurchschnittliche Infrastruktur
    - niedrige Kriminalität (trotz zwei drei Überfällen auf Diplomaten in Genf)
    - Intakte, gepflegte Landschaften
    - gutes Bildungswesen

    Dies ist auch der Hauptgrund, dass gerade in den letzten Jahren verschiedene Internationale Konzerne ihren Hauptsitz in die Schweiz verlegt haben.
    Natürliche spielen auch steuerliche, teilweise auch kantonal unterschiedliche Standortvorteile eine Rolle. Nicht zuletzt spielt auch die Aversion gegen den sozialistisch-bürokratischen Kurs von Brüssel eine Rolle. Als Beispiel könnte man hier sicher Schrauben-Würth bei seiner Standortwahl Rorschach (Bodensee) aufführen.
  6. #6

    Der böse globale Finanzmarkt...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelang waren die Schweizer stolz auf ihre starke Währung - nun wird die massive Aufwertung des Franken zum Fluch: Tourismus und Exportindustrie*klagen über massive Einbußen.*Ein Besuch bei*den Sorgenkindern der Alpenrepublik.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...781163,00.html
    ..bietet doch genau für solche Szenarien ausreichend Sicherungsinstrumente. Wer lokal einkauft und größtenteils in andere Währungsgebiete exportiert, der sollte sich halt mit den passenden Finanzinstrumenten absichern.

    Im Gegensatz zu den reinen Zockern hat so ein Schweizer Käseexporteur ja ein realwirtschaftliches Risiko abzusichern, für Leute wie ihn wurden Futures und andere Derivate ursprünglich konzipiert.

    Aber es kostet eben heute Geld, Erträge von morgen abzusichern...
  7. #7

    .

    [QUOTE=sgritheall;8559779]
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrzehntelang waren die Schweizer stolz auf ihre starke Währung - nun wird die massive Aufwertung des Franken zum Fluch: Tourismus und Exportindustrie*klagen über massive Einbußen.*Ein Besuch .....
    Vollkommen richtig! Da wird auf hohem Niveau gejammert, aber als der Franken 1.60 zum Euro stand, hatte man von diesen Herrschaften keinen Ton gehoert. Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not. ;)
  8. #8

    ...

    Zitat von Toe Jam Beitrag anzeigen
    Tja, ist halt das Problem: Wer vorher schon sehr teuer war, ist nach einer Währungsaufwertung halt sauteuer. Hinzu kommt eine riesige Portion Arroganz und eine gepflegter, offener Deutschenhass. Irgendwie gönne ich den Schweizern ihre Luxusprobleme.
    .... Neid? Weil das Land Schweiz funktioniert?
    Das mit der Arroganz und dem Deutschenhass ist natürlich (leider) wahr. Aber als ich mal in Deutschland gewohnt hab war auch nicht jeder ein Nazi.
    Stammtisch-Verallgemeinerungen - dislike!
  9. #9

    .

    Zitat von openminded Beitrag anzeigen
    ...

    Im Gegensatz zu den reinen Zockern hat so ein Schweizer Käseexporteur ja ein realwirtschaftliches Risiko abzusichern, für Leute wie ihn wurden Futures und andere Derivate ursprünglich konzipiert.

    Aber es kostet eben heute Geld, Erträge von morgen abzusichern...
    Man fragt sich zudem, weshalb sich diese Kaeseproduzenten und -exporteure nicht zu Erzeugergemeinschaften zusammenfinden und sich gemeinschaftlich gegen Waehrungsrisiken absichern (Was sicher erst ab einer bestimmten Betriebsgroesse sinnvoll ist)? Ich kann doch als KMU-Chef mit hohem Exportanteil meiner Produkte nicht einfach nur darauf vertrauen, dass das Waehrungsgefuege und die Umtauschkurse ewig fix bleiben.








TOP



TOP