Star-Regisseur Cameron: "Wir entwickeln uns zur Avatar-Gesellschaft"

Sein 3-D-Spektakel "Avatar" ist der teuerste Film der Geschichte - und könnte das Kino grundlegend verändern. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview spricht Regisseur James Cameron über das boomende Blockbuster-Business, pöbelnde Science-Fiction-Fans und die Verfettung des Menschen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,667576,00.html
  1. #100

    ???

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Danke, das du uns darüber aufklärst worin für dich der Sinn und das Ziel des Lebens bestehen.
    ???
  2. #101

    ...

    Zitat von SuPo Beitrag anzeigen
    Die Charakterentwicklung des Paul Atreides ist differenzierter als die von Jake. Weniger vorhersehbar, voller Konflikte. Vor allem auch Loyalitätskonflikte. Die hat Jake nicht. Aber Dune ist ein großes Fass. Kleiner wäre Do Androids Dream of Electric Sheep?, der als Blade Runner verfilmt wurde. Minority Report, von Spielberg verfilmt. Dort haben die Protagonisten eine Vorgeschichte, die sie verfolgt und die ein echtes Handycap darstellt: Dekkard hat Morde als Cop auf dem Gewissen, Anderton den Verlust seines Kindes und eine gescheiterte Ehe, Drogensucht. Jake? Sorry, gelähmt, aber er kriegt ja einen flotten Avatar - erledigt. Bruder tot. Schlimm, scheint ihn aber nicht weiter zu belasten.
    Dem Protagonisten leicht lösbare Probleme zu liefern ist ein dramaturgisches NoNo und das ist genau das was ich dem Film vorwerfe. Zu viele leicht lösbare Probleme, die jeden inneren Konflikt des Protagonisten vermeiden. Das mögen andere als Korinthenkackerei bezeichnen, ist aber in Wahrheit das was gute Filme, egal aus welchen Genre, von dem schlechten unterscheidet. Mein Gott, das hat sogar Lucas in Star Wars 4 - 6 begriffen und in Star Wars 1-3 auch schon wieder vergessen, weil er das gleiche wie Cameron wollte: Einen SiFi, der mit so vielen neuen Effekten wie möglich daher kommt. Darunter leidet bei beiden aber die Story. SW 1 ist da noch schlimmer als Avatar.
    Das Buch gewinnt nicht immer. Aber natürlich habe ich nur Beispiele genommen, bei denen Buch und Film gleichwertig gut sind.Deshalb auch Dick. Blade Runner, Minority Report. Herrje, selbst Total Recall mit Schwarzenegger.
    Naja Blade Runner ist auch einer der besten SF/Fantasy Filme überhaupt wenn nicht der Beste.
    Minority Report hingegen ist als Film Mittelmaß auch wenn die Story ganz ok sein mag. Ich würde jedoch Avatar trotz der einfacheren Story jederzeit Minority Report vorziehen.
    Wenn man Dune von David Lynch mit Avatar vergleicht kann ich keine wesentlich bessere Charakterentwicklung bei Paul entdecken obwohl ich den Film auch gut finde. Und naja bei den neueren Versionen von Dune die eher Fernseh-Soaps sind von Charakter überhaupt zu sprechen ist gewagt.
    Avatar ist einfach ein guter Film nicht der Beste aller Zeiten und auch nicht besonders originell aber trotzdem sehr gut.
  3. #102

    -

    Der Plot war in etwa dergleiche wie 'Dances with Wolves', die gezeigte militaerische Struktur der US Military abgeschaut und als eine quasi "Blackwater" Formation mit den weltweiten gerne geglaubten Vorstellungen ueber die Intentionen amerikanischer Konzerne verpackt (Banana Republics redux).
    Somit war der weltweite Erfolg vorgegeben.

    Interessant dazu auch der Einsatz von HK Produkten z.B. MP7.:-)

    Das 3D ist sicherlich zukunftstraechtig, wenn auch noch stark verbesserungsfaehig. Insbesondere bei Vordergrund Fokus blieb der Hintergrund of bemerkenswert unscharf. Und bei schnellen Schwenks kam die Graphic nicht immer recht mit.

    Vielleicht lag es auch daran, dass meine Augen sich nicht schnell genug auf die optische Illusion einstellen konnten.

    Gegen Ende und nach dem Film empfand ich eine spuerbare Ermuedung meiner Augen. Als Nichtbrillentraeger.
    Meinen Sohn, den Brillentrager, stoerte die zusaetzliche Brille mehr.
  4. #103

    ...

    Zitat von SprechenderKaktus Beitrag anzeigen
    lol wut?

    Ist dir aufgefallen wie fantasielos Avatar wirkt im Vergleich zu Science Fiction Romanen wie die von Ian M. Banks, Peter Hamilton, William Gibson (Neuromancer), Stanislaw Lem usw.
    (gerade bei Büchern ist die Vorstellungskraft sehr gefragt!)

    Cameron hätte auch genauso einen Naturdokumentarfilm über Pandora machen können anstatt uns so eine flache und widersprüchliche Geschichte abzuliefern.
    :-) ... Wir sprechen über einen Film ... nicht über ein Buch. Ein Film zeichnet sich dadurch aus, daß er die Bilder vorgibt, daß der Regiseur seine Vision eines Stoffes dem Publikum zeigen möchte. Will ich mir also meine eigene Vorstellung eines Stoffes machen geh ich erst garnich ins Kino und bleib mit dem Buch zuhause. Dem Stoff die Fantasie abzusprechen find ich schon an den Haaren herbei gezogen. Wenn die Welt von Pandora nicht schon aleine Fantasievoll is dann weis ich´s aber auch nich.

    Finds auch intressant, daß tylerdurdenvolland sich darüber beschwert, daß einige Schreiber hier nur Ihre Meinung durchdrücken wollten und diese als die absolute Wahrheit propagieren würden. Ist das nicht genau daß was Er/Sie hier macht ... :-) ... mal ganz zu schweigen daß Er/Sie sich die Frechheit rausnimmt Andere hier als geistig minderbemittelt darzustellen, die nicht das richtige Denken/Schreiben, wobei er wohl die alleine ... vielleicht zusammen mit SuPo die Kompetenz hat das "Richtige" zu definieren. Offensichtlich wurde Ihnen beiden die Fähigkeit zum Staunen und sich einfach mal gehen zu lassen wirklich als Kind ausgetrieben, finde ich sehr schade für Sie.

    Erwachsenen Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen und nicht die Fantasie haben über den Tellerrand hinwegzuschauen wird der Film wohl nur dahingehen spaß machen, als daß sie danach mal wieder was haben über das man so richtig schön meckern kann. Alle die, die gerne gut unterhalten werden, coole (Upps ... jetzt hab ich mich wohl als im Geiste 12-Jähriger geoutet) Spezialeffekte mögen und fantasievolle Geschichten mögen (auch wenn man sie im Kern schon kennt) kann ich nur empfehlen sich den Film anzuschauen ... das is großes Kino !!

    Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr gehabt zu haben.
  5. #104

    Kultur der Intoleranz

    Zitat von Nosoj Beitrag anzeigen
    :-) ... Wir sprechen über einen Film ... nicht über ein Buch. Ein Film zeichnet sich dadurch aus, daß er die Bilder vorgibt, daß der Regiseur seine Vision eines Stoffes dem Publikum zeigen möchte. Will ich mir also meine eigene Vorstellung eines Stoffes machen geh ich erst garnich ins Kino und bleib mit dem Buch zuhause. Dem Stoff die Fantasie abzusprechen find ich schon an den Haaren herbei gezogen. Wenn die Welt von Pandora nicht schon aleine Fantasievoll is dann weis ich´s aber auch nich.

    Finds auch intressant, daß tylerdurdenvolland sich darüber beschwert, daß einige Schreiber hier nur Ihre Meinung durchdrücken wollten und diese als die absolute Wahrheit propagieren würden. Ist das nicht genau daß was Er/Sie hier macht ... :-) ... mal ganz zu schweigen daß Er/Sie sich die Frechheit rausnimmt Andere hier als geistig minderbemittelt darzustellen, die nicht das richtige Denken/Schreiben, wobei er wohl die alleine ... vielleicht zusammen mit SuPo die Kompetenz hat das "Richtige" zu definieren. Offensichtlich wurde Ihnen beiden die Fähigkeit zum Staunen und sich einfach mal gehen zu lassen wirklich als Kind ausgetrieben, finde ich sehr schade für Sie.

    Erwachsenen Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen und nicht die Fantasie haben über den Tellerrand hinwegzuschauen wird der Film wohl nur dahingehen spaß machen, als daß sie danach mal wieder was haben über das man so richtig schön meckern kann. Alle die, die gerne gut unterhalten werden, coole (Upps ... jetzt hab ich mich wohl als im Geiste 12-Jähriger geoutet) Spezialeffekte mögen und fantasievolle Geschichten mögen (auch wenn man sie im Kern schon kennt) kann ich nur empfehlen sich den Film anzuschauen ... das is großes Kino !!

    Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr gehabt zu haben.
    Bücher folgen in etwa den gleichen Erzählprinzipien wie Filme. Es ist also legitim Filme und Bücher zu vergleichen. In dieser Diskussion geht es den Kritikern des Films auch nicht um die Bildvielfalt, sondern um die flache und schlecht erzählte Story.
    Und dann komme ich gleich zum Punkt: Alle Befürworter des Films kommen, und da bildet dieser Beitrag keine Ausnahme, sehr schnell auf die Schiene des Persönlichen. Und es ist egal wie sachlich man versucht zu argumentieren. Rech schnell geht man zum lachen in den Keller, hat keine Fantasie, das Staunen wurde einmal als Kind abgewöhnt usw usw. Was sollen das bitte schön für Argumente sein? Das sind Totschlagargumente, die man nur bringen könnte wenn man jemanden gut kennt - ansonsten klingt das für mich so als würde euch nichts anderes mehr einfallen. Das ist auch worüber sich TD ärgert. Ich gehe zu Lachen nicht in den Keller und staune weiterhin. Vor allem auch über diesen intoleranten Diskussionsstil, der von euch gepflegt wird. Kommt mit Sachargumenten, aber hört auf so zu tun als würdet ihr mich oder TD seit Jahren und euch deshalb ein deshalb ein Urteil darüber bilden könnt, wie wir ticken nur weil wir diesen Film schlecht finden. Wer hier gesiezt werden will möge sich so fühlen.
  6. #105

    Diskusionsstil ... :-)

    Zitat von SuPo Beitrag anzeigen
    Bücher folgen in etwa den gleichen Erzählprinzipien wie Filme. Es ist also legitim Filme und Bücher zu vergleichen. In dieser Diskussion geht es den Kritikern des Films auch nicht um die Bildvielfalt, sondern um die flache und schlecht erzählte Story.
    Und dann .....
    Naja, irgendwie fand ich besonders die Äußerungen von TD schon sehr persönlich und einfälltig. Alle Leute, die den Film gut finden als geistig minderbemittelt zu bezeichenen, was unmissverständlich seine Absicht war, das würde ich als miesen Diskusionsstil bezeichnen. Ich glaube nicht, daß sich irgendeiner der Diskussionsteilnehmer anmaßen würde zu behaubten er würde Sie oder TD kennen, mag sein, daß sie ganz umgängliche Menschen sind, aber darum geht's hier auch nicht.

    Was ich so schade finde ist, daß einige sich einbilden sie wüssten als einzige was einen guten Film ausmacht und allen anderen unterstellen sie befänden sich in Sachen Intelligenz weit unter Ihren Niveau. Ich verlange von niemandem, daß er den Film toll finden muß, wer den Film nich gut findet hat dazu natürlich das gute Recht, glücklicherweise hat ja jeder einen anderen Geschmack. Ich maße mir dann aber nicht an zu behaupten, daß sie intellektuell auf dem Level eines 12-Jährigen rangieren.

    Was den Vergleich von Büchern und Filmen angeht muß ich zugeben, daß man die Storys miteinander vergleichen kann, man muß dann aber auch dazu in der Lage sein, die nicht eindeutig beschriebenen Beziehungen und Abläufe, die sich im Hintergrund abspielen deuten zu können und Stereotypen wie z.b. die Äußerung, daß ein Marine niemals von seinem Kodex abweichen würde, ablegen. Dabei reicht der Film, was die Komplexität angeht, bei weitem nicht an Werke wir Der Herr der Ringe von Tolkien oder einige der Werke von Arthur C. Clark (nur um zwei Beispiele zu nennen), das behauptet auch keiner. Der Film ist nicht der heilige Gral der Filmgeschichte, ich glaube nicht, daß das irgendjemand behauptet, aber er ist definitiv großes Kino, das gut unterhält, tolle Effekte hat, kurzweilig ist und eine gute Story hat. Die Geschichte kennt man im Kern schon, das ist richtig, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch, irgendwie geht es doch immer darum, daß Gut gegen Böse, Recht gegen Unrecht kämpft, ne kleine Lovestory dabei ist und der Held in irgendeinem zwiespalt steckt.
  7. #106

    Buch und Film

    Zitat von SuPo Beitrag anzeigen
    Bücher folgen in etwa den gleichen Erzählprinzipien wie Filme.
    Haben Sie jemals versucht, aus einem Buch ein Filmskript zu machen? Da gewinnt man eher den Eindruck, dass die Erzählprinzipien von Büchern und Filmen nichts miteinander zu tun haben.
  8. #107

    Schmerzmittel)))

    Zitat von Hercules Rockefeller Beitrag anzeigen
    In einem Film für mehrere Millionen Dollar schon in den ersten Minuten Fehler, wie sie manchem Youtube-Spielberg nicht unterlaufen würden (ohne Atemmaske sofort finito-im offenen Militärschrauber alle mit Maske, nur die hippe Pilotin nicht und die ruft den anderen noch zu, ja nicht die Maske zu vergessen-sowas tut einfach weh beim anschauen!).
    Um Ihnen den Schmerz zu nehmen: dass das Cockpit vom (offenen) Transportraum getrennt sein könnte, ist Ihnen nicht in den Sinn gekommen? ;)

    Natürlich ist die Story nichts Besonderes, aber die 3D-Effekte waren wirklich nicht schlecht. Für angenehme Unterhaltung hat es allemal gereicht, tiefschürfende Wirklichkeitsanalysen müssen im Popcornkino nicht sein, dafür sind Bücher besser geeignet..
  9. #108

    .

    Nochmal was zu den Diskussionen über die Treue von US Marines
    Die Militärs in diesem Film waren keine Marines, sondern Söldner im Auftrag dieses Rohstoffkonzerns. Für all die empörten Corpsexperten- der Protagonist hat also nicht sein Land verraten, sondern lediglich einen Vertrag gekündigt ;))))
  10. #109

    Hinsehen.

    Zitat von stonecold Beitrag anzeigen
    Um Ihnen den Schmerz zu nehmen: dass das Cockpit vom (offenen) Transportraum getrennt sein könnte, ist Ihnen nicht in den Sinn gekommen? ;)

    Natürlich ist die Story nichts Besonderes, aber die 3D-Effekte waren wirklich nicht schlecht. Für angenehme Unterhaltung hat es allemal gereicht, tiefschürfende Wirklichkeitsanalysen müssen im Popcornkino nicht sein, dafür sind Bücher besser geeignet..
    Ganz recht ... wenn man genau hinschaut ... bzw. sich den Film mal anguckt, kann man sehen, daß das Cokpit ein abgeschloßener Bereich ist und auch nach dem Beschuß, während dem das Cokpit geschossen wurde (während dem die Pilotin übrigens eine Atemmaske trug), sind die Löcher geflickt.

    ... erst gucken, dann meckern ... :-)