Was würde Star-Professor Rheinhard Merkel wohl dazu sagen: Das Grundgesetz fordert de facto eine wirksame Verbrechensbekämpfung
Ich halte das für ein revolutionäres Hammerthema, das die Juristen polarisieren und Deutschland verändern wird.
Illustration: Silja Götz1968 kraulte er bei Olympia, heute schwimmt der Strafrechtler Reinhard Merkel gern gegen den Meinungsstrom: Der Professor ist für Embryonen-Forschung und gegen medizinische Vollversorgung für alle. Wer seinen rasanten Vorlesungen folgen will, muss auf Uni-Denksport stehen.
Professoren der Extraklasse: der Hamburger Jurist Reinhard Merkel - SPIEGEL ONLINE
Was würde Star-Professor Rheinhard Merkel wohl dazu sagen: Das Grundgesetz fordert de facto eine wirksame Verbrechensbekämpfung
Ich halte das für ein revolutionäres Hammerthema, das die Juristen polarisieren und Deutschland verändern wird.
Dynamik in Vorlesungen- super. Nur Schwimmsport ist eben nicht Denksport; es muss auch darum gehen, mal über den Beckenrand hinaus zu blicken. Als einzige Teilnehmer einer nichtwissenschaftlichen Disziplin an den Unis aber ein generelles Manko der Juristen.
Dieser Artikel ist weder etwas für Lerner noch für Denker.
Gott, oh Gott, was für ein Übermensch. Ich hätte ihn allerdings bei den Denkern einsortiert, wenn er die Geste der Black-Power Sportskollegen sofort richtig eingeordnet hätte.
wegen des spon-einleitungs-teasers hatte ich gehofft, prof. merkel würde, so wie der bielefelder mathe-prof., jörn loviscach, seine "rasanten denksport vorlesungen" auch ins internet stellen.
seit spon über loviscach berichtete, habe ich schon so manche stunde, lektion für lektion, über ableitungen gebrütet und nach jahrzehnten mal wieder was gegen null laufen lassen - mit interesse, verständnisgewinn und als "sinnvollen"(?!) zeitvertreib.
an die juravorlesungen für ökonomie-studenten erinnere ich mich auch noch: meist hatten wir studenten keinen schimmer und der dozent, richter am landgericht, eröffnete seine ausführungen zu den falllösungen meist in rheinischem singsang mit dem satz:
"aus der tiefe des jemütes würden se sagen, dass...", was natürlich stets falsch war.
damals wurde mir klar, dass eine affinität zur mathematik, zum logischen, folgerichtigen denken "irgendwie" hilfreich in der jurisprudenz sei - jura-uni-vorlesungen im internet für jedermann fände ich klasse, vielleicht sogar so interessant und unterhaltsam wie gerichtsverhandlungen im film (z.b. judgment at nuremberg, 1961, mit spencer tracy)
... ist die dame in dem beispiel jetzt schuldig? wenn ja, warum oder nein warum net?
"Und nächste Woche Bomben auf Damaskus?", dass der Einsatz gegen geltendes Recht verstoße.
Aber hier wird der Blick auf geltendes Recht gelegt und wer sagt denn nicht, dass diese falsch sei.
Es lässt sich alles in Frage stellen und es gibt nicht nur schwarz und weiß, daß ist auch bekannt.
Und Recht ist immer das was als Recht verkauft wird und kann doch das größte Unrecht sein.
Die dümmliche Annahme, nur weil etwas jenseits des Mainstreams sei, sei dies ein Hinweis auf besondere Intellektuelle Fähigkeiten, teilt der SPON-Autor nicht nur mit dem Jura-Prof, sondern auch mit einer Mehreit der Studierenden, die sich lieber mit ihrer Meinung als mit Reflexion interessant machen. Der gute Prof möge auch nicht seine Aufgabe vergessen, seinen Studenten erst das juristische Handwerkszeug zu vermitteln, bevor er sie - arrogant, da vor einem nicht zu qualifiziertem Widerspruch fähigen Publikum - verwirrt. Von diesen selbstverliebten Wissenschaftskomikern haben wir an den Universitäten mehr als genug.