Donnerwetter -- acht von neun Fotos zeigen Beitz! So hübsch ist er nun auch wieder nicht.
APBuhrufe und Pfiffe auf der Hauptversammlung von ThyssenKrupp: Nach heftigen Attacken gegen Chefkontrolleur Cromme haben die Aktionäre den Vorstand und den Aufsichtsrat entlastet. Konzernchef Hiesinger versprach einen umfassenden Umbau des tief in die Verlustzone gestürzten Unternehmens.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-878482.html
Donnerwetter -- acht von neun Fotos zeigen Beitz! So hübsch ist er nun auch wieder nicht.
Seilschaften und Loyalität seien bei ThyssenKrupp oft wichtiger
gewesen als unternehmerischer Erfolg.
Hohe Wertberichtigungen wurden vorgenommen. Drei Vorständen hat
ThyssenKrupp entlassen. Wie wird es jetzt weitergehen?
Kaufen wenn die Kanonen donnern?
Mutige Anleger fragen sich jetzt, ob sie kaufen sollen. Andere erwarten eine lange Durststrecke der Restrukturierung des Konzerns.
Wer jetzt richtig entscheidet, kann sich später freuen! Dass die
Aktionäre so sehr geschimpft haben auf der Hauptversammlung
kommt davon, dass sie zwischen Angst, Aggression und Gier hin-und
hergerissen sind.
Die Aufsichtsratssitzung wurde zur Abrechnung mit Gerhard Cromme.
Aber dieser sieht seine Schuld nicht ein. Alle Vorwürfe prallten an ihm ab.
Das trifft bei "Teflon-Cromme" wohl zu. Aber er hat ja einen mächtigen Unterstützer: Berthold Beitz.Ein Aktionär zitiert die Sottise des legendären Deutsch-Bankers Hermann Josef Abs, es sei leichter eine eingeseifte Sau am Schwanz zu packen, als einen Aufsichtsrat zur Verantwortung zu ziehen.
Cromme soll ja sogar Beitz beerben. Dann hätte dieser die uneingeschränkte Macht. Und deshalb will/wird er auch nicht zurücktreten. Und ihn trifft - natürlich - keine Schuld an der Missere, Schuld daran sind immer die Anderen.Der 99-jährige Berthold Beitz blickt verwundert ins Rund. Und er schweigt. Schließlich hat er schon alles gesagt. "Cromme bleibt" verfügte der Ruhrbaron am 14. Dezember im "Handelsblatt". Da er über die Krupp-Stiftung mehr als ein Viertel der Stimmrechte kontrolliert, können die übrigen Aktionäre jetzt noch so sehr zetern – an Beitz kommt bei ThyssenKrupp keiner vorbei.
Und dennoch wird er mit 69,16% der abgegebenen Stimmen "entlastet".Der Münchener Rechtsanwalt Oliver Krauß traut Cromme wegen angeblicher Befangenheit nicht einmal mehr die Leitung der Hauptversammlung zu und fordert die Wahl eines neuen Versammlungsleiters. Cromme dreht dem Aktionär das Mikrofon ab. "Sie begründen den Antrag nicht", fährt Gerhard Cromme ihm dazwischen. Krauß konterte: "Sie begründen ihn doch gerade selbst. Mit Ihrem Verhalten." Cromme weigert sich, über den Antrag abstimmen zu lassen, was ihm an diesem hitzigen Vormittag im Bochumer Ruhrcongress die ersten Pfiffe einbringt.
Wenn die Aktionäre der Meinung sind, Cromme ist Schuld an der Misere, warum haben sie ihm nicht die Entlastung verweigert?
Auch die Vorgänge bei Thyssen-Krupp demonstrieren, dass Aufsichtsräte in einem Unternehmen unnötig sind und lediglich teure Spesengänger sind. Die kritischen Stimmen während der Aktionsärsversammlung tun mir leid - aber es ist klar, dass Kleinaktionäre die Geschicke einer AG nicht bestimmen können und somit deren Stimmen untergehen.