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Städtetipp Krakau: Lebende Hotdogs, tote Drachen

Tango auf Nähmaschinen-Tischen, Klezmer-Klänge in Kellerclubs:*In Krakau sind die Nächte lang.*Reiseführer-Autor Jan Szurmant verrät, wo Polens Party-Metropole tobt, wann sich ewiges Schlangestehen lohnt*- und wer zu später Stunde die beste Ketchup-Stulle schmiert.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...790596,00.html
  1. #1

    Keine gute Empfehlung

    Wie kann man nur Krakau empfehlen? Das geht nun mal gar nicht!
    Ich bin in den letzten Jahren viel rumgekommen - auch in Polen - und Krakau ist in ganz schlimmer Erinnerung geblieben!
    Die Stadt ist zweifellos schön, aber so extrem von englischen Touristen überlaufen, dass das Gefühl hat in einer englischen Kleinstadt zu sein. Ich habe ich's gegen Engländer so möchte ich im Urlaub z.B. auch nicht Horden von deutschen Touristen über den Weg laufen. Dementsprechend ist z.B. auch das Nachtleben.
    Ich möchte nicht alle unschönen Details gehen - die Liste ist nicht kurz. Hier ein paar Tipps:
    - am besten einen Tagesausflug dort hin machen, wenn es unbedingt sein muss oder max. eine Übernachtung. Auf keinen Fall mehrere Tage.
    - der Tipp mit dem jüdischen Viertel ist richtig. Club, Bars o.ä. am besten meiden (zu viele Engländer, Hobbynutten etc.).
    - keine zu hohen Erwartungen haben und sich auf ein Touristenmagnet einstellen. Am besten tagsüber die Hauptsehenswürdigkeiten (Schloß, Altstadt etc.) abarbeiten und dann wegfahren.
    - wenn es geht, nicht in der Hauptsaison (Sommer), dann ist es ruhiger
    - es gibt viel interessantere polnische Städte - wie z.B. Danzig. Auch Warschau hat sogar durchaus sehr interessante Seiten zu bieten.

    Wenn man den Artikel genau durchliest, kann man zwischen den Zeilen das auch lesen:
    "kalten Herbstabenden" -> also besser nicht Sommer, "ist zwar längst kein Geheimtipp mehr","die Anwohner den Ansturm".

    Ansonsten verstehe ich nun gar nicht, warum man *unbedingt* eine In Ketchup ertränkte Zapiekanka essen sollte ? *würg*
  2. #2

    Warum nicht öffentliche Verkehrsmittel?

    Krakau ist schon eine tolle Stadt, aber (leider) längst kein Geheimtip mehr. Das sieht man schon an den ganzen englischsprachigen Ausschilderungen in der Innenstadt.
    Und ja, seit dem die Billigflieger Krakau ansteuern, ist die Stadt auch mit den Sauftouris aus England überlaufen. Hostels, gerade in Kazimierz, sprießen wie Pilze aus dem Boden.

    Wo ich aber sofort widerspreche, ist dieser idiotische Tipp, nicht mit den Öffentlichen zu fahren. Da kommt schon ein kleiner Schnösel bei diesem Autor durch.
    Wie denn sonst? Taxi oder Mietwagen etwa? In der Stadt staut sich der Individualverkehr bis zum Erbrechen.

    Man kann sehr günstig Mehrtageskarten kaufen und die Straßenbahnen fahren hervorragend durch die Innenstadt und bis in die Außenbezirke. Klar, einige der Straßenbahnen sind älter, haben aber damit, finde ich, einen ganz besonderen Charme. Die hochmodernen Niederflurwägen mit Plastikinventar findet man doch überall.
  3. #3

    Warum nicht öffentliche Verkehrsmittel?

    Krakau ist schon eine tolle Stadt, aber (leider) längst kein Geheimtip mehr. Das sieht man schon an den ganzen englischsprachigen Ausschilderungen in der Innenstadt.

    Und ja, seit dem die Billigflieger Krakau ansteuern, ist die Stadt auch mit den Sauftouris aus England überlaufen. Hostels, gerade in Kazimierz, sprießen wie Pilze aus dem Boden.

    Wo ich aber sofort widerspreche, ist dieser idiotische Tipp, nicht mit den Öffentlichen zu fahren. Da kommt schon ein kleiner Schnösel bei diesem Autor durch.

    Wie denn sonst? Taxi oder Mietwagen etwa? In der Stadt staut sich der Individualverkehr bis zum Erbrechen.

    Man kann sehr günstig Mehrtageskarten kaufen und die Straßenbahnen fahren hervorragend durch die Innenstadt und bis in die Außenbezirke. Klar, einige der Straßenbahnen sind älter, haben aber damit, finde ich, einen ganz besonderen Charme. Die hochmodernen Niederflurwägen mit Plastikinventar findet man doch überall.
  4. #4

    Deutsche Kühe...

    Zitat von weltraumkuh Beitrag anzeigen
    Wie kann man nur Krakau empfehlen?...
    Ich weiß ja nicht, welche Stadt Sie da besucht haben, aber es kann unmöglich das gleiche Krakau gewesen sein, dass ich besuchte. Ihre vor dumm-deutschen Dünkel triefende Tirade macht Ihrem Screenname alle Ehre, vor allem dem zweiten Teil...
  5. #5

    Motion Trio

    danke für die Erinnerung. Motion Trio & Bobby McFerrin - The Heart ist ein wahrer Genuss auf youtube :)

    Krakau steht demnächst ohnehin auf dem Plan.
  6. #6

    Ein bisschen Wahrheit sollten auch Touristen vertragen können

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Reiseführer-Autor Jan Szurmant verrät, wo Polens Party-Metropole tobt, ...
    Jan Szurmant will den deutschen Krakau-Besuchern sicher nicht die Laune verderben, da er in seinen Reisetipps ein Thema geflissentlich ausblendet: die deutsche Besatzung zwischen 1939 und 1945. Aber kommt man bei einem Besuch der alten Königsstadt mit ihrem immer noch spürbaren k.-und-k.-Flair daran vorbei? Eigentlich nur, wenn einen die Geschichte der Stadt, die man besucht, nicht interessiert.

    "Abends darf man sich in dem Stadtteil, in dem Steven Spielberg seinen Film "Schindlers Liste" drehte, auf keinen Fall ein Klezmerkonzert entgehen lassen.", empfiehlt Szurmant. Damit hat er recht, doch wenn er schon Spielbergs mit sieben Oscars prämierten Film "Schindlers Liste" erwähnt, könnte er auch darauf hinweisen, dass man heute Schindlers Emaillewarenfabrik (heute ein Museum), den Ort des damaligen Konzentrationslagers Plaszow, das im Film eine Rolle spielt, und natürlich in ca. 60km Entfernung die große Gedenkstätte Auschwitz besuchen kann.

    Auch wer im jüdischen Viertel Kazimierz sich bei einem "typisch jüdischen" Klezmerkonzert nostalgischen Gefühlen hingibt, sollte wissen, dass diese Kultur, als sie noch lebendig und kein "jüdisches Disneyland" war, von Deutschen ausgerottet wurde.

    Also, ein paar Wermutstropfen im süßen Drink müssen sein, sonst wird das alles verlogener Kitsch.
  7. #7

    Screenname

    Zitat von Mardor Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht, welche Stadt Sie da besucht haben, aber es kann unmöglich das gleiche Krakau gewesen sein, dass ich besuchte. Ihre vor dumm-deutschen Dünkel triefende Tirade macht Ihrem Screenname alle Ehre, vor allem dem zweiten Teil...
    Ich weiß nicht welchen Beitrag Sie gelesen haben, es kann sich aber unmöglich um den von mir handeln!
    Trotzdem: Was stört Sie an meinen Beitrag - werden Sie bitte konkret anstatt hier so unsachlich rumzupoltern! Wo finden Sie eine "dumm-deutschen Dünkel triefende Tirade" ??? Ich verstehe auch den Zusammenhand mit den Screennamen auch nicht. Vielleicht klären Sie mich da auch auf?
  8. #8

    Ich mag die Stadt

    Ich habe mal ein paar Tage in Krakau verbracht und war begeistert. Die Stadt ist nicht nur wunderschön und für Touristen gut ausgeschildert, auch die Leute waren jung und gut drauf. Klar, sind auch mir nicht die nervigen Engländer entgangen, aber die waren eher eine Randerscheinung.
    Mein Hotel befand sich außerhalb der Innenstadt, daher war ich täglich auf den Bus angewiesen. Das war überhaupt kein Problem und außerdem sehr günstig. Mit dem Bus sind wir dann auch zu einem Salzbergwerk bei Krakau gefahren, das wirklich sehenswert ist.
    Kulinarisch hat die Stadt aber durchaus mehr zu bieten als Baguette und Eis. Es gibt viele kleine Restaurants in der man polnische Spezialitäten ausprobieren kann. Und wer es mehr westlich mag, geht eben zum Burgeressen ins Hooters.
  9. #9

    Nowa Huta

    Der Westen und die Plattenbauten...
    Nach diversen Rundreisen durch Europa und Blicken in die Vorstädte jenseits der herausgeputzten Touristenzentren glaube ich mir ein Urteil über die Bedingungen der dort lebenden "Ureinwohner" machen zu können.

    Und ich muß sagen: die heruntergekommendsten Plattenbauten mit der sichtlich schlechtesten Ausstattung (technischer Ausbau, Fenster, fehlende Treppengeländer etc.) fand ich in erzkatolischen, südlichen Ländern vor.
    Auch die über die eigentlichen Häuser hinausgehende Infrastruktur war extrem unterentwickelt, dafür brannte es besonders in den Nachtstunden an allen Ecken und Enden...
    Hier sah man den Bauten an, daß sie nur zu dem Zwecke errichtet worden waren, verarmte, abgeschobene Bevölkerungsschichten aufzunehmen.

    Wäre es der Tradition der oberflächlichen Meinungsbildung folgend jetzt richtig, statt von sozialistischen hier von katolischen Plattenbauten zu reden und entsprechende Touren mit permanenter ideologischer Unterfütterung anzubieten?


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