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Städtetipp Buenos Aires: Tangoparty im Sonnenuntergang

Getty Images / CoverTanzende Egomanen, Straßentrommler, Einradkünstler im Park: Buenos Aires strotzt vor Lebensfreude. Reisebuchautor Wolfgang Rössig lotst Argentinien-Urlauber in die besten Nachtclubs - und erklärt Tango-Frischlingen, wie sie ihre erste Milonga überleben.

http://www.spiegel.de/reise/staedte/...827343,00.html
  1. #20

    Sicherheit an Bahnhöfen

    Wo es Menschenmengen gibt, da sind Taschendiebe nicht weit. Die gibt es natürlich rund um den Bahnhof von Once (übrigens auch rund um den großen Busbahnhof Retiro) zu Genüge. Die findet man auch auf dem Flohmarkt von San Telmo oder rund um den Caminito von La Boca.

    Soll man da überall nicht mehr hin? Dann könnte man gleich die Altstädte von Barcelona, Lissabon, Neapel und vieler anderer Orte "streichen". Die Copacabana in Rio wäre völlig tabu. Sao Paulo, Mexico City, Lima... alles unmöglich. Sollen wir nur noch organisiert und mit Bewachung reisen?

    In Südamerika (aber nicht nur dort) gibt es einfache Regeln, die das Risiko, Opfer eines Diebstahls oder (in BsAs eher seltener) Raubes zu werden. Nur ein paar Geldscheine, verteilt auf mehrere Taschen mitnehmen (was braucht man schon groß für Erkundungen?), auf Schmuck, Uhr und teure Kameras verzichten (die Billigknipse tut es auch und sorgt für spontane Bilder), selbstbewusst auftreten, potentiellen Dieben (z.B. im Bus) direkt in die Augen sehen.

    Übrigens: Die meisten Touristen werden dort beklaut, wo sich die meisten Touristen aufhalten. Auf dem Petersplatz in Rom werden mehr Touristen Opfer als im Barrio Almagro.
  2. #21

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  3. #22

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  4. #23

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  5. #24

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  6. #25

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  7. #26

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht ja wohl auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Nochmal: rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  8. #27

    Ich lebe als halbwegs spießiger Deutscher schon seit 3 Jahren in Buenos Aires und muss mich doch über Wahrnehmung und Darstellung einiger Mitmenschen hier wundern.
    De facto ist Buenos Aires die sicherste Millionenstadt Südamerikas und genauso sicher (oder unsicher) wie New York.
    Nur ist das bei den Medien und den Bewohner noch nicht angekommen, die sich selbst im Vorhof der Hölle wähnen. Sensationsjournalismus hat schon immer die Auflage gesteigert. Und eine hohe Psychoanalytikerdichte spricht auch für sich.
    Ich selbst verwehre mich gegen diese Paranoia. Dafür muss nur der Fernseher ausgeschaltet werden und man selbst lernen, die übertriebenen Warnungen der Einheimischen richtig einzuschätzen. Was dem Durchreisenden vielleicht nicht auf Anhieb gelingen mag.
    Denn rein statistisch gesehen ist Buenos Aires keine besonders unsichere Großstadt.
  9. #28

    Buenos Aires ist nicht Bagdad!

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    Was Sie schildern ist mir bei meinem letzten Besuch auch überdeutlich aufgefallen, und ziemlich unangenehm. Buenos Aires wird zu einer mehrfach gespaltenen Stadt – das gesamte Barrio Norte, also das Wohngebiet der reichen Bevölkerung, scheint sich zu verschanzen. Selbst das normale Treiben auf den Straßen wirkt nicht mehr so locker wie zuvor, zum Beispiel in den Edel-Stadtteilen direkt am Rio de la Plata, in Recoleta oder Palermo. Für einige Tage war ich zu Gast in einem Haus an der Grenze zwischen Villa Pueyrredón und Coghlan – hier igelt sich die gehobene Mittelklasse ein, und wie. Ich kannte das Haus von einem früheren Aufenthalt, doch nun ist alles vergittert und verrammelt, ein neuer 3,5 Meter hoher Zaun grenzt das Grundstück von der Straße ab, und natürlich gibt es einen Wachdienst: Seguridad 24 horas, Rundumsicherheit Tag und Nacht. Sicherheit ist immer ein Thema. Das geht auch auf die Stimmung der Bewohner, sogar merklich. Wenn man nur mal in der Innenstadt herumgucken will oder etwas einkaufen will, dann kommen diese unsägliche Tipps: da nicht hingehen, das meiden, soetwas lieber lassen, und dann die Frage: „Wieso bleibst du nicht hier? Ich bring‘ dir mit was du brauchst.“ Tango, Lebensart, die feurigen Argentinier... mag ja sein, aber so richtig Spaß macht das alles in Buenos Aires nicht mehr.
  10. #29

    Buenos Aires, la reina del Plata

    (Textzeile aus einem Tango)
    Also, wenn so Königinnen aussehen :)
    80% der Bürgersteige in BA sind kaputt: Grosse Stolperfallen für nicht allzu gelenkige Touristen. Darüber wird im Artikel nichts berichtet. Genausowenig wie über raubende falsche Taxifahrer. Sehen aus wie Taxis, sinds aber nicht. (AuswärtigesAmt.de)
    Eine überbordende Kriminalität mit rücksichtlosem Schuss- u. Stichwaffengebrauch auch tagsüber in beinahe jeder Gegend von B.Aires. Auch darüber kein Wort. Vor wenigen Wochen wurde ein französischer Fotograf um ca. 8 Uhr morgens, bei seiner Arbeit vermutlich zum Falklandjubiläum an der Plaza San Martin erstochen. Dort steht u.a. das Monumento a Las Malvinas. Der Täter wollte nur die Kamera ging aber leer aus, weil zuviele Passanten in der Nähe waren. Die Plaza ist in Sichtweite des Sheraton-Hotels, an ihr münden auch die Strassen mit den vielen Edelboutiquen. Der Fotograf hat, statt dem Täter fest in die Augen zu schauen, in seinen Sucher geblickt.
    Das Elendsviertel Villa 31, in unmittelbarer Nähe zum Hbf Retiro und Central de Omnibus, ist ein riesiger Drogenumschlagsplatz u. Ausgangspunkt für eine immer brutalere Beschaffungskriminalität und fordert vom Reisenden allergrösste Vorsichtsmassnahmen. Nicht erwähnenswert?
    `Falsch´ programmierte Geldautomaten die einen schlechteren Geldwechselkurs ausgeben als auf der Preistafel zu sehen war. Das ist nicht skimming sondern Betrug von den Banken.
    Die schwindende Mittelklasse igelt sich in ihren, aus deutscher Sicht, bescheidenen aber vergitterten Häusern ein, und muss gleich 3 Alarmanlagen parallel im Haus aktivieren um sich vor bewaffneten Raubüberfällen zu schützen. Mit solchen Leuten kommt der deutsche Reisemichel aber nie in Kontakt. Kann also in einem Reiseartikel fehlen.
    Konnte man aber als Tourist, etwa 1990 noch häufig in einer warmen Sommernacht und nicht gerade in der diskreten Wohngegend Recoleta, Leute auf dem Bürgersteig auf Klappstühlen sitzend, Mate saugend sehen, sind heute die Strassen bei Sonnenuntergang, was die Schwätzchen betrifft, aus Angst vor Überfällen verwaist.
    Schon seit Jahren kann es einem hellhäutigen Europäer passieren, Opfer eines `secuestro express´ zu werden: Eine nur wenige Stunden dauernde Entführung für ein Lösegeld im 3 stelligen Dollarbereich. Mit etwas Glück wird das Opfer nur verprügelt und in irgendeiner gottverlassenen Gegend ausgesetzt.
    Nicht weniger häßlich sind die immer häufigeren Überfälle auf prallvolle Restaurants in der Innenstadt. Brutale Überrollkommandos stürmen das Lokal und plündern die Gäste aus.

    Nahezu alle meine dortlebenden Freunde u. Bekannte (habe selbst dort jahrelang gearbeitet) wurden schon Opfer einer schweren Straftat. Darüber kann der Reiseautor selbstverständlich nichts wissen.
    Und nachts (muss man gesehen haben), täglich so ca. 1 Uhr, kommt (so der Sprachgebrauch), `la marea negra´ die schwarze Flut: Horden von Kartoneros, also Lumpensammler, die Kartons und Verwertbares aus den Müllbeuteln/Müllkontainern zerrend durch die Strassen ziehen und eine Spur der Müllverwüstung zurücklassen.

    Der Staat zieht sich dort aus seiner Verantwortung zurück und überläßt am oberen u.am unteren Ende der Gesellschaft das Feld den Kriminellen. Kommt mir bekannt vor.

    Fazit: Ein geschönter Artikel der sich wie eine Werbeanzeige liest. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Kabul bietet den selben Nervenkitzel bei kürzerer Flugdauer, nur den Tango vermisst man dort...


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