Ich glaube das hängt wesentlich vom Wohlstand einer Stadt ab.
DPAKann man Kultur messen? Die Qualität nicht, die Quantität schon. Das befindet zumindest eine aktuelle Studie - und krönt die Schwabenmetropole Stuttgart zu Deutschlands Kulturmetropole Nummer eins.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...847936,00.html
Ich glaube das hängt wesentlich vom Wohlstand einer Stadt ab.
Hmm, Dresden steht auf dem zweiten Platz; Nun ja, Kultur wird es genannt, aber ist es auch Kultur? Kultur ist eine vitalisierende Organisation von Individuen zu einem größeren Gebilde. Einem Gebilde, das eine höhere Bedeutung hat als die Individuen. Wenn Dresden weit oben sein soll auf der Skala, dann Gnade uns der Himmel und mögen die Geister bei uns sein. Möge Mana uns durchfließen. Oder? Ist Kultur nicht doch etwas anderes als das, was Kultur genannt wird? Ich spüre bis jetzt in Dresden eine ungewisse negative Energie. Das könnte daran liegen, das Dresden eine westliche Großstadt ist, und solche grundsätzlich dem Höllenpfuhle näher sind als das Land. Der Lärm in der Nacht, die einsamen Straßen, die Kultur der Fortbewegung mit Automobilen...Kinder sieht man hier auch kaum auf den Straßen, wo sind die eigentlich?
Im großen und Ganzen ist der Kulturbegriff unserer Ära und unseres Kontinentes ein schlechter Witz, den man gar nicht radikal genug hervorheben kann. Die Macher und Konsumenten dieser Kultur sind alle auf dem Weg in die Hölle, auch wenn der Weg seicht hinabgeht, er ist lang, verschlungen und weist ein stetiges Gefälle auf.
Wenn mit der furchtbar originellen Bezeichnung "Schwabenstädtle" das auf Platz 10 liegende Augsburg gemeint wäre, ginge es noch an, denn das ist wirklich nicht so groß und außerdem tatsächlich die Hauptstadt von (Bayerisch-)Schwaben. Da Stuttgart aber mit 600000 Einwohnern (ohne den dazugehörigen Verdichtungsraum) ähnlich groß oder größer ist als die meisten Top 10-Städte dieses Rankings, spricht aus der von "Spiegel online" gewählten Bezeichung eine norddeutsche Arroganz, die ich ziemlich ekelhaft finde. Schwaben sind inzwischen so ziemlich die einzigen, gegen die man seine Vorurteile freizügig ausleben darf, sogar wenn sie von den Fakten widerlegt werden.
Gerade zeigt das ZDF diese Oper.
Warum sieht diese Oper aus wie das Treffen eines Gesangsvereins für Bahnhofssäufer?
ich bin in dieser stadt groß geworden. die oper war das winter-bayreuth mit den meisten der protagonisten der festspiele und anderen großen sängern wie wunderlich, traxel und co, das ballett war weltberühmt unter cranko und gehörte zu den führenden 3, das schauspiel war nr. 1 in im deutschsprachigen bereich wegen peter palitzsch und seinen großartigen inszenierungen, und das südfunk-sinfonieorchester glänzte unter der leitung von sergiu celibidache, der alle großen solisten seiner zeit einludt - und die auchb kamen. das erlebt man nur einmal in seinem leben ... trotzdem schön, dass es jetzt dieses größte dorf deutschlands (ist es in der tat, die größte landwirtschaftliche gemeinde!) wieder mal kulturell in die erste reihe geschafft hat!
ich bin in dieser stadt groß geworden. die oper war das winter-bayreuth mit den meisten der protagonisten der festspiele und anderen großen sängern wie wunderlich, traxel und co, das ballett war weltberühmt unter cranko und gehörte zu den führenden 3, das schauspiel war nr. 1 in im deutschsprachigen bereich wegen peter palitzsch und seinen großartigen inszenierungen, und das südfunk-sinfonieorchester glänzte unter der leitung von sergiu celibidache, der alle großen solisten seiner zeit einludt - und die auchb kamen. das erlebt man nur einmal in seinem leben ... trotzdem schön, dass es jetzt dieses größte dorf deutschlands (ist es in der tat, die größte landwirtschaftliche gemeinde!) wieder mal kulturell in die erste reihe geschafft hat!
Haben Sie eigentlich in der Studie gelesen, wieviele Stuttgarter ins Theater gehen? Die "wohlhabenden oberen 10 Prozent" koennen sehr viele sein, naemlich 2.000.000 per annum!
Und gerade in Stuttgart gibt es pro Sitzplatz in einem oeffentlich subventionierten Theater 3 in einem privat finanzierten ...
Stuttgart ist also Kulturstadt Nummer 1. Das wird den Herrn Schuster aber freuen! Und der Herr Turner kann seinen Wahlkampf mit der Auszeichnung aufbrezeln. Nur: warum sehen 99% der Stuttgarter keinen kulturgewinn im sinnlosen verballern von Steuergeld für hässliche ungeeignete Büchergefängnisse? Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut scheint wenig Ahnung zu haben von funktionierender Kultur.
Baumängel: Regelmäßige Krisenrunden in der Bibliothek - Stuttgart - Stuttgarter Nachrichten