Städte im Gesundheitscheck: Kölner leben länger

dapdEs ist das bisher größte Projekt dieser Art in Europa: Wissenschaftler haben die Gesundheit der Bewohner von 26 Städten verglichen, darunter Köln und Oberhausen. Vor allem die Domstadt bekommt ein gutes Zeugnis. Hier die Ergebnisse in der Übersicht.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...856237,00.html
  1. #1

    Ich lebe in Köln und

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist das bisher größte Projekt dieser Art in Europa: Wissenschaftler haben die Gesundheit der Bewohner von 26 Städten verglichen, darunter Köln und Oberhausen. Vor allem die Domstadt bekommt ein gutes Zeugnis. Hier die Ergebnisse in der Übersicht.

    So gesund leben die Menschen in europäischen Städten - SPIEGEL ONLINE
    glaube das liegt am Kölsch und an der Feierlaune ;-) und an der rheinischen Art, speziell Kölner Art. Ein paar Beispiele:

    Wenn et klapp, dann klapp et.
    (Übers.: Wenn es klappt, dann klappt es.) Auch bei der Verrichtung von Arbeiten ist der Kölner sehr leger.

    Wat kütt, dat kütt. – Et kütt wie et kütt.
    (Übers.: Was kommt, das kommt. – Es kommt wie es kommt.) Die sympathische Art des Kölner, sich mit den Gegebenheiten zufrieden zu geben.

    Wat nit es, dat kann noch wäde.
    (Übers.: Was nicht ist, kann noch werden.) Nie die Hoffnung aufgeben.

    Mer muss et nemme wie et kütt.
    (Übers. : Man muss es nehmen wie es kommt.) Siehe „Et kütt wie et kütt.“

    Et hätt noch immer jot jejange.
    (Übers.: Es ist noch immer gut gegangen.) Es gibt eine Vorsehung und gegen die kann man eh nichts machen. Also immer mit der Ruhe.

    Kütt mer üvver d’r Hungk, kütt mer üvver d’r Stätz.
    (Übers.: Wer über den Hund kommt, kommt auch über den Schwanz.) Wozu sich unnötig anstrengen. Es läuft eh alles, wie es soll.

    Un wenn de Düvvel op Stelze kütt.
    (Übers.: Selbst wenn der Teufel auf Stelzen einmarschiert.) Was sich der Kölner in den Kopf setzt, will er erreichen, koste es, was es wolle.

    Loss mer eine nünne, solang mer dat noch künne.
    (Übers.: Lass uns einen heben, solange wir noch leben.) Dieser Spruch legitimiert das Trinken nicht nur, sondern macht es sogar zum guten Vorsatz.

    Bis dohin läuf noch vill Wasser de Rhing eraf.
    (Übers.: Bis dahin läuft noch viel Wasser den Rhein herunter.) Man muß das mit der Zeitplanung nicht ganz so eng sehen, denn bis zum nächsten Termin ist noch viel Wasser den Rhein heruntergeflossen.

    Besser en Luus em Döppe wie jar kein Fleisch.
    (Übers.: Besser eine Laus im Topf, als gar kein Fleisch.) Man kann sich auch mit wenigem zufrieden geben.

    Wer lang schläf, dä schläf sich wärm, wer fröh opsteit, dä friss sich ärm.
    (Übers.: Wer lange schläft, schläft sich warm, wer früh aufsteht, der frisst sich arm.) Also immer mit der Ruhe und keine Hetze!
  2. #2

    Auch wenn Köln wahrhaftig nicht schön ist, aber....

    Köln ist ein Gefühl! Vor allem für Kölner wo nicht nur *K* drauf steht sondern auch Köln drin ist! Und gute Gefühle sind nun mal sehr gesund!!!
  3. #3

    Höchststrafe für die armen Kölschen!

    Erst letzte Woche war überall zu lesen, dass die Kölner die nach Essen zweitunglücklichsten Großstädter der Republik sind. Und nun erfahren wir, dass sie ihre Malaise auch noch länger ertragen müssen als andernorts die Wonnen genossen werden können. Das Leben ist halt oft ungerecht. ungerecht.
  4. #4

    Der Jeck

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist das bisher größte Projekt dieser Art in Europa: Wissenschaftler haben die Gesundheit der Bewohner von 26 Städten verglichen, darunter Köln und Oberhausen. Vor allem die Domstadt bekommt ein gutes Zeugnis. Hier die Ergebnisse in der Übersicht.

    So gesund leben die Menschen in europäischen Städten - SPIEGEL ONLINE
    Warum der Kölner älter wird hat mit seinem Jeck sein zu tun, seinem rheinischen Humor.
    Der rheinische Jeck.
    Unterschieden wird zwischen dem Karnevalsjeck, der nur zur fünften Jahreszeit sein Jecksein auslebt, und dem Menschen, bei dem das Jecksein zur grundsätzlichen Lebenseinstellung gehört und ein Kennzeichen für den lokaltypischen Humor ist.
    Der Jeck an sich nimmt nämlich weder sich selbst noch die Welt um ihn herum besonders ernst und ist immer bereit, die Umstände auf den Kopf zu stellen.
    Diese Eigenschaft macht den Jeck durchaus liebenswert und insofern ist die Bezeichnung auch als Kompliment zu verstehen.
  5. #5

    Savoir vivre

    Am gesündesten lebt es sich offenkundig in den beiden französischen Städten. Inwieweit die Ergebnisse allerdings insbesondere für große Flächenstaaten generalisierbar sind, bleibt offen. Vermutlich sehen die Ergebnisse in Marseille und Lille, in München und Franfurt an der Oder, in Exeter und in Canterbury anders aus.
  6. #6

    liegt sicher an dem wässrigen Kölsch mit weniger Stammwürze und weniger Alkohol. Mag zwar gesünder sein durch den wenigen Alkohol aber dafür verzichten die Kölner auf Geschmack.
  7. #7

    Also für mich als Provinzler, der es bis nach Hamburg geschafft hat, ist Köln irgendwie immer peinlich bis unsympathisch gewesen.
    Dieses etwas verkrampft wirkende Frohnaturen-Image, die seltsamen "Jekken" und die typische Kölner Arroganz bezogen auf ihre Stadt, schrecken doch eher ab.

    Ich muss auch gestehen, dass die typischen Kölner Formeln (kütt wie et kütt, etc.) eher selbstgerecht als irgendwie "locker" rüberkommen.
  8. #8

    naja...

    ...jede Jeck es eben anders! Nix für unjut un hoffentlich ein langes Leben ;-))

    Zitat von dieterdax Beitrag anzeigen
    Also für mich als Provinzler, der es bis nach Hamburg geschafft hat, ist Köln irgendwie immer peinlich bis unsympathisch gewesen.
    Dieses etwas verkrampft wirkende Frohnaturen-Image, die seltsamen "Jekken" und die typische Kölner Arroganz bezogen auf ihre Stadt, schrecken doch eher ab.

    Ich muss auch gestehen, dass die typischen Kölner Formeln (kütt wie et kütt, etc.) eher selbstgerecht als irgendwie "locker" rüberkommen.
  9. #9

    Bierkunde :-)

    Zitat von pömpel Beitrag anzeigen
    liegt sicher an dem wässrigen Kölsch mit weniger Stammwürze und weniger Alkohol. Mag zwar gesünder sein durch den wenigen Alkohol aber dafür verzichten die Kölner auf Geschmack.
    Kölsch ist ein obergäriges Bier, so wie Weissbier (Weizen) und andere.

    Wikipädia:
    Obergärige Hefe benötigt bei der Gärung höhere Umgebungstemperaturen (15–20 °C) als untergärige Hefe (4–9 °C) und ist daher anfälliger für Verunreinigungen mit Fremdpilzen und Bakterien. Die Vergärung verläuft jedoch dafür wesentlich schneller und war schon möglich, als noch keine modernen Kühltechniken existierten.

    Was sie an Geschmack vermissen sind allein die Bitterstoffe, die bei obergärigem Bier geringer sind und dem geringeren Alkoholgehalt geschuldet, der alles "intensiver" vorkommen lässt.

    Geschmack ist eine Sache, jedem selbst überlassen. Mit "Stammwürze" hat das hier aber nichts zu tun!