Ich stimme Ihnen in so fern zu, dass einige Verkehrsplanungen einfach nicht weit reichend genug sind.
Stadtflucht und das eigene Häuschen sind und waren aber oft den drastisch steigenden Mieten geschuldet. Eine Stadt kann man in Innenbereich sicher auch Autofrei machen. Was wäre daran so schlimm, wenn man in den Randgebieten saubere P+R Plätze bietet mit Toiletten, eventuell Kiosk etc. wo man weiß das Fahrzeug steht sicher und gut und organisiert kostenfreie Shuttle? Dafür spart man Geld für Instandhaltung von Strassen, Verkehrsleitsysteme etc.
Aber egal was man macht, es entbindet keinen Verkehrsteilnehmer vor der gegenseitige Rücksichtnahme! Nicht der Größere, nicht der Schnellere, nicht der Stärkere hat das Recht auf Vorzug. Jeder sollte sich in die Gedanken des Anderen hineinversetzen, in das Wahrnehmungsvermögen.
Nicht zu Blinken beim Spurwechsel oder das Abbiegen nicht anzuzeigen, einen Radweg ohne Kennung entgegen der Fahrtrichtung zu benutzen, mit dem Rad über die Fußgängerampel zu fahren, ist alles nicht cool sondern gefährlich, für alle Beteiligten!
Wenn ich mit dem "Rennrad" unterwegs bin muss ich einkalkulieren, dass der abbiegende PKW vorne mich nicht mehr wahrnimmt und kann nicht auf mein Recht pochen. Es gibt viele Situationen wo das Gehirn einschalten hilft. Nicht Rücksichtslos ist cool sondern gegenseitige Rücksichtnahme. Aber wundert es wirklich jemanden, das in einer Gesellschaft in der man sich über Macht und Geld definiert, in der soziales Verhalten als Heldentum gelobt werden muss, statt als etwas selbstverständliches von Herz und Verstand geleitetes gesehen wird, sich das auch auf das Verhalten im Straßenverkehr auswirkt? Na und dann ist da noch die Rechtssprechung. So lange Richter und Versicherungen physikalische Unmöglichkeiten als Tatsache nehmen um gewünschte Urteile zu sprechen, so lange wird dieser Trend der Rücksichtslosigkeit weiter unterstützt. Höhere Strafen dienen doch nur der Mehreinnahme staatlicher Institutionen und so lange solche Beträge in die Planung einfließen wird das Bestreben etwas für eine sinnvolle und verbessernde Verkehrssituation zu tun wahrlich eingeschränkt. Schließlich werden die "Kassen" immer kleiner und die Ausgaben wachsen.
#Nachgedacht

Antworten / Zitieren

