Dass es nicht noch viel mehr verheerende Beispiele für eine einseitige Verkehrsplanung in Hamburg gibt, hat vor allem mit dem Widerstand der Bürger gegen diverse Straßenbauvorhaben zu tun. Als in den fünfziger Jahren ein autobahnähnlicher Innenstadtring geplant wurde, sollte dafür unter anderem auch der Isebekkanal zugeschüttet werden, um Platz fürs Asphaltband zu schaffen.
Das Projekt wurde nach heftigen Protesten der dortigen Geschäftsinhaber und Anwohner gestoppt. Ebenso der 1960 projektierte "Knoten Sternschanze" oder der Autobahnzubringer quer durch Ottensen. Heute gehören das Schanzenviertel und Ottensen zu den beliebtesten Wohn- und Ausgehvierteln der Stadt. Nicht zuletzt deshalb, weil es dort keinen oder nur im begrenztem Maße Durchgangsverkehr gibt.