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Staatsfinanzen: Der doppelte deutsche Selbstbetrug

DPAHöchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,832019,00.html
  1. #70

    Marode Strukturen am Leben halten?

    Im Prinzip wäre nichts gegen eine Art Not- oder Entwicklungshilfe zu sagen, aber was im Augenblick abläuft, ist Geld in Fässer ohne Boden zu kippen, deren marode Strukturen auch in hundert Jahren noch nicht funktionieren werden-nur wären wir bis dahin vollkommen verarmt!
  2. #71

    Du liebe Güte!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer sich die Welt so malt, wie sie ihm gefällt, hat es kurzfristig einfacher, keine Frage. Aber irgendwann, das lehrt die Erfahrung, erweist sich jede Illusion als ebensolche. Weil wir gleich einem doppelten Selbstbetrug unterliegen, sollten wir uns lieber früher als später ehrlich machen.
    Was soll dieser altkluge Salmon? Die Meinung des Autors ist diskussionswürdig, da bedarf es nicht solcher kitschig-pathetischen Einleitungen. Das ist schlechter Stil und wirkt unseriös.
  3. #72

    Zitat von sistermercy Beitrag anzeigen
    Da bin ich Ihrer Meinung, nur wo sollten dann SPD/GRÜNE/Linke angesiedelt sein? Im Minus-Bereich?

    Wir haben keine Partei, die wirklich deutsche Interessen vertritt, die sich weigert, nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg noch bis in alle Ewigkeit die europäische Assimilation Deutschlands zu dulden und quasi das ökonomische Mittelmaß dieses Landes zur Abwehr neuerlicher Führungsansprüche sowie auch Hegemonialgedanken zwangsweise beizubehalten. Wir haben keine Partei, die diese uns zwangsweise eingebaute Handbremse löst und Vollgas geben möchte im Sinne unseres deutschen Volkes. Alle anderen Parteien haben es im Einklang mit den Mainstreammedien unter dem Deckmantel der parlamentarischen Demokratie bislang geschafft, das Hochkommen einer solchen Volksmeinugn und auch einer solchen Bewegung zu verhindern. Nur werden wir sehr bald am Scheideweg stehen, den wir 1929 in ähnlicher Form schon einmal hatten. Und wo das hinführt, wenn der Staat die Interessen des eigenen Volkes bewusst mißachtet, konnte man doch nun wirklich damals sehen. Eine Wiederholung solcher Zustände können doch auch die ehemaligen Siegermächte nicht wollen.
    Sie kennen sich ja bestens mit der deutschen Geschichte aus, weil deutsche Interessen mißachtet wurden, gab es die Nazis... interessante und kreative Deutung. Weltwirtschaftskrise, Fehler der Weimarer Verfassung, undemokratische Tendenzen in Militär und Justiz und antisemitische Vorurteile im Volk hatten damit also nichts zu tun, Sie sollten ein Buch darüber schreiben!

    Dementsprechend möchten sie schnell eine rechte Partei ("im Sinne unseres deutschen Volkes Vollgas geben") damit nicht wieder eine rechte Partei erfolgreich wird... klingt logisch, zwingend logisch (*ironie aus*)
  4. #73

    Einfacher Betrug durch Politik und Medien am Volk …

    … ich denke eine solche Schlagzeile wäre korrekter. Auch der Spiegel verkennt, dass es unser kaputtes Geldsystem ist welches die Ungerechtigkeiten schafft. Jetzt auf die Bürger einzudreschen und die totale Transferunion zu fordern, so etwas kann man machen wenn man die richtigen Grundlagen geschaffen hat. Außer einem riesigen Geld-Betrugssystem haben wir aber keine, stattdessen möchte man dem Bürger Panik in die Taschen reden. Aber auch die Umverteilung in Richtung der Banken ist nicht die Lösung sondern nur die Finalisierung des Übels.

    Falls noch jemand nicht begriffen hat, dass es die sogenannte Guthabenkrise ist die uns umbringt, dann kann er sich hier Hilfe holen:
    Schuldenkrise eskaliert, jetzt auch noch Guthabenkrise … es ist einfach haarsträubend so an den Ursachen vorbei zu schreiben. Und erst wenn der Betrug an der Mehrheit vorbei ist, dann können wir auch über Solidarität reden, die ja bislang doch nur den Geldbeuteln gilt, wie unsere Regierung eindeutig durch die Beschlüsse zum ESM und der bankenrettung belegt.
  5. #74

    "
    Zitat von crocodil Beitrag anzeigen
    schaftt den EURO wieder ab, und lasst alle anderen Länder ihr eigenes Süppchen kochen.
    "

    Endlich mal eine fundierte Meinung und keine unbewiesene Wirtshausmeinung !!

    Wir hätten endlich wieder eine richtig starke Währung, unsere Waren könnte sich weltweit keiner mehr leisten und wir bräuchten nichts mehr zu exportieren. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssten wir abwerten, was nur über endlos viel Geld (DM) drucken geht. Endlich wäre die Inflation da und ich letztendlich meine Schulden los ;-).
    Alternativ könnten wir auch massiv unsere Löhne kürzen um unsere Produktkosten zu reduzieren bzw. schlichtweg unseren Lebenstandard an den Chinesischen anpassen um die harte DM "weich" zu machen (passiert bei der dann folgenden Arbeitslosigkeit dann sowieso automatisch).

    Das Deutsche Erfolgsgeheimnis liegt im "weichen" Euro und der hohen Produktivität Deutschlands. Aber lasst uns ruhig mal neue Dinge ausprobieren. Der Markt wird es schon richten.
  6. #75

    Die negative Rolle der Massenmedien

    Zitat von Old Beitrag anzeigen
    Das viele Deutsche sich für dumm verkaufen lassen, zeigen die Stimmen bei den Wahlen. Die CDU/CSU sollte eigentlich gleichauf mit der FDP liegen.
    Das Problem ist doch, dass die regierungstreuen Massenmedien, in erster Linie das Fernsehen und BILD die Bürger in voller Absicht uninformiert lassen.

    Der Beweis:
    WO wurde bisher der ESM objektiv und ehrlich diskutiert?
    NIRGENDS!
  7. #76

    Schnapsidee

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

    Deutschland ist kein Vorbild für Haushaltsdisziplin - SPIEGEL ONLINE
    Wenn sich hier einer was zurecht malt, dann ja wohl der Autor dieses Berichts.

    Seiner Ansicht nach ist eine Transferunion also zwingend notwendig.

    Mag sein. Kann auch sein.

    Aber erst wenn in allen Euro-Staaten gleiche Bedingungen gelten hinsichtlich der sozialen Absicherung, Rentenrecht, Wettbewerbs- und Steuerrecht.

    Also kurzum, wenn alle Hartz-I-IV erfolgreich umgesetzt haben, können wir anfangen darüber nachzudenken, eher ja wohl kaum.
  8. #77

    Die Alternative? Noch mehr Schulden?

    Das ist das Wunderbare an der Demokratie und an der Diskussion hier im Forum. Gegen die CDU hetzen, und im Gegenzug noch mehr Sozialismus fordern.

    Gegen Europa hetzen, aber für die Eurobonds wie SPD und Grüne, damit wir garantiert sofort pleite sind.

    Immer schön schizophren bleiben, denn wenn man sich schon selbst widerspricht, muss das kein anderer mehr tun.

    Die Wahrheit ist noch viel trauriger, denn vielleicht stimmt es ja und "Demokratie ist Ramsch". Sprich, wenn man das Geldausgeben per Mehrheitsbeschluss zulässt, ist die Pleite unvermeidbar.

    Wenn das noch ein kleines Stück offensichtlicher wird, dann leihen die Bürger dem eigenen Staat, in dem sie mit abstimmen dürfen, das eigene Geld nicht mehr. Denn sie wissen, dass sie es garantiert NIE zurückbekommen, weil die Mehrheit es verfrühstückt.
  9. #78

    Selten Seicht

    Eine selten seichte Analyse. Aus der bloßen Existenz einer Währungsunion erschließt sich in keinster Weise, dass es zwangsläufig einen wieauchimmer gearteten Transfermechanismus geben muss.

    Man tut hier ja gerade so als wäre das das erste mal, dass sich verschiedene Staaten in einer Währung zusammentun.

    Ein transeuropäischer Sozialausgleich würde die Akzeptanz der EU dann entgültig vernichten.
  10. #79

    nabend,

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    5. Für mich ist die Grundidee - EUROPA - sehr gut. Die Umsetzung allerdings ist Flickschusterei.

    6. Wie soll es auch werden, wenn Deutschland an seiner mittelalterlichen Kleinstaaterei festhält?
    für mich ist schon die Idee nicht viel Wert.
    Eine Wirtschaftliche Freihandelszone wäre ausreichend gewesen.

    Die Grundlage jeder gemeinschaftlichen Gesellschaft ist eine gemeinsame Identität, oder ein identitätsstiftendes Ereignis.
    Das gibt es in Europa nicht, egal wo sie hinsehen, Südtiroler wollen nicht mit Sizilianern verglichen werden, Basken nicht mit Mardilenen, Schwaben nicht mit Badenern.

    Und ohne die Bürger mitzunehmen wird Europa immer zum scheitern verurteilt sein.
    Und mal ehrlich, Hand aufs Herz, wer fühlt sich durch Barroso oder Malmström gut vertreten?
    Wer möchte diesen Leuten folgen?

    Ich nicht.


    Warum gibt es hier nur die Alternativem kein Euro, oder mehr Europa?

    Da liegt doch viel an Möglichkeiten dazwischen.

    Ich hab da keine Lösung, ich bin Maschinenbau Techniker, aber etwas mehr als das was momentan als Wege gezeichnet wird sollte es schon geben.

    Im übrigen, meine Kinder durften lange keinen Alkohol trinken, kein Auto fahren usw, trotzdem habe ich das getan.

    Das Argument der Schreibers, mann müsse immer vorleben was man fordert ist Kindergarten Niveau.

    ich verlange von einen Technischen Zeichner auch Normgerechte Zeichnungen und mache selbst Skizzen, das ist halt so.
    Ich werde für meine Ideen bezahlt, er für die Zeichnungen.

    Und wir haben AAA und D droht kein Zahlungsausfall, Griechenland wäre ohne Hilfen schon Pleite, da sehe ich schon unterschiede.

    Wer um Geld bitten muss kann nunmal keine Ansprüche stellen.


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