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Staatsfinanzen: Der doppelte deutsche Selbstbetrug

DPAHöchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,832019,00.html
  1. #190

    Ausgerechnet Böll klärt auf!

    Zitat von Gerdtrader50 Beitrag anzeigen
    "Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden,"

    Merken Sie sich mal eines:

    Das einzige, was man muss, ist sterben. Alles andere sind freie Entscheidungen. Den Euroschrott sollte man einstampfen, die Eurowaehrungsunion auf den Schrotthaufen der Geschichte werfen und die ganzen Schrottpolitiker, welche die Billionen Euro verschwendet haben fuer ihre laecherlichen sogenannten Rettungsschirme, die sollte man gleich mit auf den nächsten Politrentnerschrotthaufen entsorgen. Ab in die Altersheime, Sanatorien, Hauptsache fort aus der Politik. Niemand braucht die Typen. Merkt Euch das mal,

    Mainstreammeinungsregierungswortdruckmaschinen aus dem Print- und Online-Medienbereich. Es muss gar nix. Comprende ? Signores ?
    Zustimmung! Was mich verwundert ist, dass Herr Böll sich unverändert als Besserwisser aufspielt. Und das angesichts der Tatsache, dass er vor gerade mal zwei Jahren hier bei SPON eine haarsträubende Analyse abgeliefert hat: Warum deutsches Geld in Athen gut angelegt ist. Dass man es schon damals besser wissen konnte, zeigen noch heute die Antworten auf diesen Beitrag.
  2. #191

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

    Deutschland ist kein Vorbild für Haushaltsdisziplin - SPIEGEL ONLINE
    Mit dem ESM und einer unbegrenzten Haftung wird Deutschland mit untergehen.
    Zunächst werden dann Sparmaßnahmen auch in Deutschland getroffen und dann wird auch der Michel nicht mehr ruhig bleiben und zwar wenn es an seine Geldbörse geht. Nach der nächsten Bundestagswahl werden wohl erste Sparmaßnahmen beschlossen werden um weitere Gelder nach Europa abführen zu können.
    Bisher weiß die Mehrheit doch noch gar nichts über diesen ESM und seine Auswirkungen.
    Die zweitstärkste Partei in Griechenland z. B. will bei einer Regierungsbeteiligung keine Schulden mehr zurückzahlen.
  3. #192

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

    Deutschland ist kein Vorbild für Haushaltsdisziplin - SPIEGEL ONLINE
    So langsam deuscht dem Bürger Übles.
    Soviel Schulden können die Parteien gar nicht machen,
    wie eine EU-Transferunion frisches Geld braucht.
    Die einzigste Lösung in der derzeitigen Situation,
    ist sparen und Schulden abbauen.
    Alles Andere hiesse, die EZB druckt Kohle bis
    zum Exitus.
  4. #193

    Deutsch ist schwer?

    Zitat von igasch Beitrag anzeigen
    Wenn die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland privat so wirtschaften würden wie es die Spitze des Landes mit unserem Geld tut, wären wir allesamt schon in der privaten Insolvenz. Also weg mit dem Euro, raus mit den Griechen und Schluß mit dem Milliarden-Geschenken bei einem Gläschen Sekt. Noch hält der Deutsche-Michel still, aber wie lange noch?!
    Wenn sie tatsächlich ein Deutscher sind, dann versuchen Sie bitte ihre Sprache richtig zu schreiben.
  5. #194

    weniger Sozialleistungen

    Zitat von bunterepublik Beitrag anzeigen
    Deutschland spart nicht. Wir geben Geld aus. Die Wirtschaft brummt. Und dennoch: Wird erwogen, irgendwo zu kürzen, kommt es regelmäßig zum Volksaufstand.

    Das Volk ist offensichtlich zu dumm, einzusehen, dass Sparen auch bedeutet, dass bei allen gespart werden muss, v.a. auch weniger Sozialleistungen.
    Sie meinen, die Hälfte der Summe der Hatz4-Leistungen sollte man doch gleich auf die Konten der 1000 reichsten Deutschen buchen.
    Dort wären sie ja viel besser aufgehoben.
    Oder wollen Sie persönlich etwas mehr absahnen ?
  6. #195

    Einfacher Betrug durch Politik und Medien am Volk …

    … ich denke eine solche Schlagzeile wäre korrekter. Und ein unendlichfacher Betrug an allen EU-Völkern wird es, nimmt man die Finanzindustrie auch noch hinzu. Auch der Spiegel verkennt, dass es unser kaputtes Geldsystem ist welches die Ungerechtigkeiten schafft. Jetzt auf die Bürger einzudreschen und die totale Transferunion zu fordern, so etwas kann man machen wenn man die richtigen Grundlagen geschaffen hat. Außer einem riesigen Geld-Betrugssystem haben wir aber keine, stattdessen möchte man dem Bürger Panik in die Taschen reden. Aber auch die Umverteilung in Richtung der Banken ist nicht die Lösung sondern nur die Finalisierung des Übels.

    Falls noch jemand nicht begriffen hat, dass es die sogenannte Guthabenkrise ist die uns umbringt, dann kann er sich hier Hilfe holen:
    Schuldenkrise eskaliert, jetzt auch noch Guthabenkrise … es ist einfach haarsträubend so an den Ursachen vorbei zu schreiben. Und erst wenn der Betrug an der Mehrheit vorbei ist, dann können wir auch über Solidarität reden, die ja bislang doch nur den Geldbeuteln gilt, wie unsere Regierung eindeutig durch die Beschlüsse zum ESM und der bankenrettung belegt.
  7. #196

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

    Deutschland ist kein Vorbild für Haushaltsdisziplin - SPIEGEL ONLINE
    Mich ärgert schon ziemlich, das im Juni mit der nächsten
    Tranche von 40-50 Milliarden, des zweiten Rettungspacketes
    von 130 Milliardebn, Gehälter und Renten für griechische
    Beamte gezahlt werden.
    Dafür ist eigentlich der grieschiche Staat zuständig,
    und nicht der deutsche Steuerzahler.
    Wir leben doch nicht im Schlaraffenland.
  8. #197

    Lauter Falschheiten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Höchste Zeit für zwei unangenehme Wahrheiten: Die Deutschen sind alles andere als ein Vorbild für Haushaltsdisziplin. Und die Euro-Zone muss zur Transferunion werden, wenn sie überleben soll. Doch die Bundesregierung will das nicht wahr haben und malt sich lieber eine heile Welt.

    Deutschland ist kein Vorbild für Haushaltsdisziplin - SPIEGEL ONLINE
    Hoechste Zeit, dass sich Sven Boell einer unangenehmen Wahrheit stellt: Es behauptet niemand, dass Deutschland ein lupenreines Haushaltsvorbild ist; es wird lediglich behauptet, dass Deutschland ein _besseres_ Haushaltsbild abgibt als vieles andere.
    Und hier kommt die naechste unangenehme Wahrheit: Journalisten und andere konstruieren gerne Bilder, die nicht wahr sind (Deutschland ist Musterschueler und Totales Haushaltsvorbild), um diese dann nachtraeglich zu zerstoeren. Was bleibt, sind Informationen, die am Wesentlichen vorbeigehen, hier naemlich: Deutschland steht _relativ_ besser und vernuenftiger dar als die anderen, und kann deshalb mit _relativ_ gutem Beispiel vorangehen.
    Ich weiss, das ist schwer zu verstehen fuer die Journalisten. Dann gibt es nicht mehr die schoenen Schwarz-Weiss Bilder, die man sich selbst aufgebaut hat (und von denen man behauptet, dass die Bevoelkerung, also "wir" sie haetten).
    Dann kann man nicht mehr diese einfachen, aber voellig irrefuehrenden Artikel wie den vorliegenden schreiben, dessen einziges Ziel es ist, Deutschland und den Deutschen Hochnaesigkeit vorzuwerfen.

    Kommen wir zur naechsten Wahrheit: Die Transferunion besteht laengst, wie man aus den immerwaehrenden Nord-Nettozahlern (Deutschland pro Kopf einer der groessten von ihnen) unzweifelhaft erkennt.
    Agrarbeihilfen und Regionalfonds sind die Mittel, die die Transferunion ausmachen.
    Worauf genau der Autor hinauswill, ist deshalb vollkommen unklar. Will er diese Mittel erhoehen? Das waere moeglich. Auch die Forderung nach einer Steuer, die Europaweit erhoben wird und direkt in die Kassen der EU fliesst, ist nicht neu, scheitert aber immer wieder an den Widerstaenden der Mitgliedsstaaten.
    Es gibt auch keine Verfassung, die sich ausdruecklich zum Ziel gesetzt hat, europaweit einheitliche Lebensstandards zu realisieren (so etwas gibt es in Deutschland, was die Grundlage des Laenderfinanzausgleichs und der Bundeshilfen fuer Ostdeutschland ist).
    Mit anderen Worten, der Artikel bringt nichts neues, ausser der (falschen) Behauptung, Deutschland wuerde sich als Musterbeispiel fuehlen und praesentieren.

    SPON, bitte fangt an, die Artikel eurer Beitragsschreiber zu kontrollieren!
  9. #198

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Genau das nennt man sparen. Weniger ausgeben als man einnimmt
    Schön, dann spart Deutschland also nicht. Denn wir geben im laufenden Haushalt 30 Milliarden mehr aus als wir einnehmen. Und das bei historischer Rekordkonjunktur. Dass die auf Dauer anhält

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    (Bricht die Konjunktur ein) Oder der Supervulkan unter dem Lacher See aus, oder, oder, oder
    Klar, dass eine historische Rekordkonjunktur mal zuende sein könnte ist natürlich genauso unwahrscheinlich wie ein Vulkanausbruch. :-D
  10. #199

    Defizite

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Berechtigte Fragen, aber Sie sehen nur die Staatshaushalte. Die sind wichtig, aber man muss auch die private Verschuldung sehen. Und das umfasst auch den Unternehmenssektor. Das Verteilen mittels der EU ist nur ein kleiner Ausschnitt, die eigentliche Umverteilung findet über die Zahlungsbilanzen der Volkswirtschaften statt. Die grosse Gefahr einer Transferunion besteht darin, dass sich Leistungsbilanzdefizite verfestigen und da Dr. Merkel recht muss man auch ansetzen - fragt sich nur, ob durch eine rigorose Sparpolitik in den öffentlichen Haushalten, weil die nichts an den Diskrepanzen ändert, sondern eben diese verstetigt.
    Klar, die Leistungsbilanzdefizite (und Ueberschuesse) sind erheblich hoeher (im Falle Gr. ueber 10% des BIP) und ein Ausdruck der Konkurrenz(un)faehigkeit. Wichtig ist aber auch, dass die laender, die Reformen nicht nur beschlossen sondern auch umgesetzt haben (Portugal, Irland, Spanien) hier riesige Fortschritte machten in juengster Zeit. Es klappt also. Man erinnere sich, auch Deutschland hatte Leistungsbilanzdefizite nach der Wiedervereinigung, da Ostdeutschland eben nicht wettbewerbsfaehig war, und so die ganze Bilanz nach unten zog.
    Im Unterschied dazu ist aber die Alimentierung von einem Staat an den anderen etwas, was nicht aufgrund von Wettberwerb und aufgrund freier Entscheidung der Verbraucher zustandekommt, sondern von der Politik beschlossen wird, mit dem Effekt, dass der Steuerzahler dafuer aufkommt, ob er will oder nicht. Das ist ja schon innerhalb eines Landes manchmal schwierig, das Verschieben von einer Gruppe an eine andere, aber von einem Land ins andere (das sich evtl. weigert zu reformieren) ist einfach zuviel.
    Viele Gruesse.


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