Staatenbericht: Uno attackiert deutsche Sozialpolitik

Diskriminierung, Kinderarmut,*Pflegenotstand - und kaum Programme gegen das soziale Gefälle: Die Vereinten Nationen haben Deutschland wegen seiner Gesellschaftspolitik scharf kritisiert. In ihrem aktuellen Staatenbericht gibt sich die Uno "tief besorgt" - und fordert die Bundesregierung zum Handeln auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...772620,00.html
  1. #640

    Schon wieder

    Zitat von rotkehlchen31 Beitrag anzeigen
    Ich kann nur den Kopf schütteln über die Leute, die selbstmitleidig von sich behaupten, sie würden den Staat monatlich ja nur 365 Euro kosten, da könnt man ja auch etwas für verlangen und überhaupt auch noch etwas mehr.
    ....
    Rechnet das mal zusammen und überlegt mal, wie viel ihr verdienen müsstet, um überhaupt das alles + die 360 Euro rauszubekommen, die euch zum Leben bleiben. Es sind etwas um 1200 Euro....
    Erstens,wenn Sie so leiden, dann melden Sie sich doch bei der ARGE an.
    Zweitens,ich habe bereits in diesem Forum vorgerechnet,wieviel ein alleinstehender Arbeitsloser bekommen hat.(2010)
    Es waren mit H4,Miete,KV so an die 900€.Und keine 1200€ oder sonst welche Summen aus der "ich kenne jemanden,der..."-Geschichten.

    Mein Fall ist Wirklichkeit.

    Und ob das jetzt genug,zuviel,gerade mal ausreichend oder sonst was ist, spielt keine Rolle.

    Lege nur mal die Karten auf den Tisch und nicht irgendwelche Märchen wie Sie.
  2. #641

    Bringt nichts

    Zitat von Medien-Kritiker Beitrag anzeigen
    Gott sei Dank ist die SPON-Meinung von der "Volksmeinung" doch ein ganzes Stück entfernt.Die "paar User" sind jedenfalls nicht repräsentativ.Aber ich finde es mehr als traurig, .....
    Die Arroganz, die aus Ihrem Beitrag spricht, zeigt, dass sie die Realität nicht wahrnehmen wollen. Ich befasse mich mit diesem Thema seit Jahrzehnten. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass mancher/manche, der/die beschönigend als "sozial schwach" bezeichnet wird, entweder asozial ist oder sogar stark, nämlich trinkstark.
    Auf imaginären Steuerhinterzieher zu schimpfen, bringt nichts. Sie können doch jeden Steuersünder anzeigen wenn Sie sich sicher sind, dass er den Staat betrügt. Allgemein über Steueründer zu klagen, bringt nichts.
  3. #642

    ...

    Zitat von Finnländer Beitrag anzeigen
    Woher wollen Sie denn die Gründe der Ausgewanderten kennen? Als Ausgewanderter kann ich Ihnen sagen, dass es die immer mehr umsichgreifende Abzocker-, Egomanen- und Ellbogenmentalität in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung ist, die mich und viele Andere meiner Bekannten aus Deutschland getrieben hat.
    Also ich als "ExAuswanderer"(4 Jahre Studium im Ausland + ein Jahr arbeiten) bin eigentlich voller Energie nach Deutschland zurueck aber bin jetzt wieder an einem Punkt (nach 3 Jahren), an dem es kaum noch auszuhalten ist. Ich hatte heute die Zeit mal ca. 10 Seiten von diesem Tread zu lesen und da wird einem einfach schlecht.

    Bis auf die Diffamierung von "asozialen Hartz4er", "schmarotzer Immigranten", die "alt Kommunistenbande" (UNO!?) und "gruen/rot Gutmenschen" habe ich hier kaum ein Argument gelesen.

    Die unglaubliche Argumentationslosigkeit wird durch die uebelsten Relatievierungen und Unterstellungen geradezu gefeiert!

    -anderen Laendern geht es noch viel schlimmer als uns, deswegen ist es bei uns ja alles gut!

    -Eltern die ihren Kindern keine Schulbrote schmieren sind asozial!

    -Migranten(eigentlich nur Moslems) bekommen mehr Sozialleistungen als Deutsche und sind dazu noch uber den Einzelfall hinaus kriminell!

    ...

    Ich habe den Bericht im Orginal nicht gelesen aber ich interpretiere die Schulbrotdiskussion mal als die berechtigte Frage, warum es in (West-)Deutschland keine Schulspeisung (fuer geringes Geld) gibt. Wo ist da das Problem? Ein warmes Mittagessen fuer (vorallem junge) Schulkinder ist nicht der erste Schritt zurueck in den Sozialismus.

    Ich als Selbststaendiger kann nur sagen, das ich panische Angst vor Hartz4 habe. In Monaten in denen es nicht so gut laeuft, komme ich schonmal unter die 360Eur Regelsatz. Dafuer bin ich frei und arbeite so viel ich will, wann ich will und vorallem mit wem ich will! Aber ich bin noch jung und habe sehr geringe Ansprueche.

    Was die Migrantendiskussion angeht, so kenne ich hier in Berlin/Neukoelln mehr Menschen mit Migrationshintergrund, die einfach nur arbeiten und ihre Famielie durchbringen wollen als die kriminellen und asozialen Auslaender, ob im 24Std. Kiosk oder als Immobielienmakler. Es gibt riesige Problem hier im Kiez aber ich habe das Gefuehl das es
    weitaus mehr positive Beispiele gibt. Bestes Beispiel die Ruetlischule! Kenne dort ne Lehrerin und die sagt es musste wol erst richtig schlimm werden bis etwas passiert.
    Nur von den poitiven Veraenderungen liest man dann nix in der B.Z., Bild, FAZ oder Spiegel.
  4. #643

    xxx

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Asylsuchende bekommen ein Jahr lang nach der Einreise keine Arbeitsgenehmigung. Sollen sie so lange schwarz arbeiten bzw. hungern oder betteln?
    Nein, Sie bekommen Vollverpflegung und eine Unterkunft etc.
    Das reicht nicht?
    Wirtschaftsflüchtlingen soll alternativ die sofortige Arbeitsaufnahme erlaubt werden , mit allen sonstigen Rechten?
    Wozu fürhrt das?
    Zu Lohndumping und noch mehr Wirtschaftsflüchtlingen.
    Der normale Deutsche will das nicht, komisch was?
  5. #644

    Ach, @Hardliner 1

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Fertilitätsprämien sorgen für einen Anstieg der Geburten, hauptsächlich in der Unterschicht.
    Bildungsgutscheine sind wenig gefragt, hauptsächlich in der Unterschicht.
    Dass vor diesem Hintergrund der Anteil des Prekariats an der Gesamtgesellschaft steigt, kann daher nicht verwundern. Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Analysen durch Soziologen.
    Wo haben wir, bei 1,3x Kindern je Frau, einen Anstieg der Geburten? Es gibt allenfalls ein Schicht, die beim Abbau nicht ganz so rasant mitmacht.

    Wir haben einen "Anstieg des Prekariats", weil jeder halbwegs gebildete Mensch klug genug ist, um sich seine Kindervermeidungsstrategie zurechtzulegen.
    Bildungsutscheine gibt es ja sowieso nur in der Unterschicht, sie treffen aber auf ein Grundproblem der Dummheit: Wie erkenne ich einen Mangel, wenn ich nicht weiß was mir fehlt? Kann man auch auf sich selbst anwenden!

    Wir hätten doch alle Mittel, um eine nicht rassistisch differenzierende Bildungslandschaft zu bauen: die Wissenschaft ist sich einig, wie das geht: Ganztagsschule bis zum 12. Lebensjahr / 7. Klasse. "Sitzenbleiben" dort nicht aus Wissensmängeln, sondern allenfalls Entwicklungsrückstand. Binnendifferenzierung in der Klasse durch vor und nach den Unterricht gestellte Kleingruppenangebote. Verbesserte soziale Bildung durch gemeinsame Pausen mit gemeinsamen Mahlzeiten.

    Aber wir wollen das ja nicht! Weil Schule ein Thema mit 70 Millionen Experten ist, schließlich war ja jeder mal in einer - und wenn es 50 Jahre her ist!
  6. #645

    Das ist doch nichts neues.

    Und dass so ein Bericht auch nicht von den Deutschen kommt sollte keinen wundern.
  7. #646

    konsuuuuum

    Zitat von komparse Beitrag anzeigen
    oder glauben Sie etwa, dass der Großteil unseres Prekariats entrpechend motiviert ist.
    Mehr Geld auf Antrag für Konsum aller Art, wäre sicher unverzüglich abgerufen worden.
    Für die Probleme der Kinder sind natürlich andere da. Ist doch viel zu unbequem.
    Nur Sozialromantiker und Sentimentallisten haben sich gerne falsche Vorstellungen gemacht, da kam der Flop sicher überraschend.
    Jeder, der mit dieser Klientel zu tun hat, wusste wie es ausgeht.
    Ach so?

    Na, dann wird ja auch bei der geplante SGB II – Erhöhung um 10 € die Motivation der Schwarzgelben demnächst völlig klar.

    Ich hoffe, Sie protestieren energisch bei UvL, Schrö. und Merkel
  8. #647

    Danke

    Zitat von mistersteve Beitrag anzeigen
    Wo soll es denn kein Brot geben?
    Kleiner Tipp: Bei denen, deren "Brotlosigkeit" Sie unterstellen, einfach mal darauf hinweisen, dass man statt Fluppen und Dosenbier auch Brot und ......
    Danke, dass sie wissen, was ich wem unterstelle. Jetzt bin ich beruhigt und weiss, was ich denken soll. Hätte Maria Antoinette nur solche Berater wie Sie gehabt, vielleicht wär der Kopf drangeblieben.
  9. #648

    .

    Zitat von Schweijk Beitrag anzeigen
    kann dazu nur sagen, was in diesem land gerade für ne Nummer läuft ist unter aller Sau.
    Es gibt eben Menschen die können nicht mehr arbeiten, entweder weil sie Krank sind oder unfähig dazu, man sehe sich die 1€ Jobber an.
    Aber, ach stimmt, man brauch ja jemand auf den .....
    Wie ich neulich mal las, so betreuen die Argen mittlerweile auch Suchtkranke und Obdachlose, und zwar in einer speziellen Abteilung. Die neulich in Frankfurt in einem Jobcenter erschossene Frau wurde von dieser Abteilung betreut. Solche Menschen sind bei den Argen absolut deplatziert. Kein Wunder, dass hier in Hamburg im reichen Blankenese so viele obdachlose Bettler wie nie zuvor auf dem Bürgersteig sitzen: an der Blankeneser Hauptstraße in etwa 20 m Abständen je ein Bettler.

    Beschämende Zustände in diesem reichen Land, besonders auch, wie psychisch kranke Menschen von den Argen drangsaliert werden:
    http://www.derwesten.de/staedte/esse...id3606397.html

    So etwas verstößt gegen jegliche Menschenrechte, ist einfach nur menschenverachtend. Was ist aus diesem Land bloß geworden? Wie eiskalt muss man sein, um so etwas zu akzeptieren!
  10. #649

    Sie scheinen sich ja auszukennen !

    Zitat von Hardliner 1 Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit Drogenhandel? Das geschieht doch sowieso, wie man an einschlägigen Orten in unseren Städten tagtäglich sehen kann.
    Wo sehen Sie denn diese einschlägige Orte ? Ich wohne mitten in Berlin und habe noch nie einen Drogendeal persönlich beobachtet. Oder wohnen Sie etwa gar nicht in einer grösseren Stadt und kennen all dies nur vom Hörensagen, wie die meisten Schwarzmaler hier .