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St. Petersburg: Russe muss Bußgeld für "Schwulen-Propaganda" zahlen
APIn St. Petersburg verbietet seit kurzem ein Gesetz die "Propaganda von Homosexualität". Nun ist erstmals ein Aktivist verurteilt worden. Er hatte bei einer Demonstration ein Plakat gezeigt mit dem Spruch "Homosexualität ist keine Perversion" - für das Gericht Grund genug für eine Geldstrafe.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831442,00.html
- #1 04.05.2012 18:08 von
Wieviel Schwule gibts
eigentlich in Russland?
Sicherlich einige Millionen. Damit schadet sich Russland doch nur selber, mit solchen mittelalterlichen Diskriminierungen. - #2 04.05.2012 18:18 von
Das ist schlimm, aber wir können wohl kaum Druck auf diese Länder ausüben. Allerdings können wir uns im eigenen Land schon gegen homophobe Ideologien schützen, auch wenn diese leider momentan durchwegs verhätschelt werden.
Ein Blick nach England reicht da schon, um zu sehen, wie solche Leute mit Plakaten gegen Homosexuelle hetzen. Da die Briten aber bis zum Erbrechen "politically correct" sind, müssen die das dort wohl "aushalten", oder eben wieder soweit "inkorrekt" werden, bis es mit den allgemeinen Persönlichkeitsrechten harmoniert. Leider sieht es aber nicht danach aus. - #3 04.05.2012 18:31 von
Eine ganz, ganz üble Entwicklung. Ich halte jede Wette, dass die Russen eine Menge wirtschaftlicher und sozialer Probleme haben, um die sie sich kümmern könnten und sollten. Statt dessen prügeln sie auf Schwule ein und katapultieren sich gesellschaftspolitisch um 100 Jahre zurück.
- #4 04.05.2012 19:22 von
Wieso
Die Botschaft zur AIDS-Vorsorge ist doch denkbar schlicht: Vermeidet es, virenbelastete Körperflüssigkeiten in den eigenen Körper zu bekommen. Oder schlichter: "Wenn ihr vorhabt, euren Penis wo reinzustecken oder ihn euch reinstecken zu lassen, zieht was drüber." Das läßt sich auch so formulieren, daß die konkrete Spielart der Sexualität mit keinem Wort erwähnt wird.
- #5 04.05.2012 19:26 von
Es zeigt doch nur eines ...
nämlich das Russland, allen Beteuerungen Zar Putins zum Trotz, noch Lichtjahre von einem Rechtsstaat entfernt ist.
Bei uns werden Schwule immerhin "nur" in diskriminiert, wie der Fall aus dem katholischen Dorf Rechterfeld zeigt ... aber gerichtlich bestraft können sie nicht mehr werden. Zumindest dieses Relikt aus dem faschistischen Deutschland, haben wir hinter uns. - #6 04.05.2012 19:29 von
Russland
Russland steht in der Fragen Menschlichkeit nach wie vor in der Vergangeheit, gleichzusetzen mit dem Zarenreich, sie haben sich nicht/kaum verändert.
Man glaubt wenn man Freiheit den Menschen gewehrt, dass dann die Macht verloren geht, sie handeln nach außen alle nur verlogen und scheinheilig.
HR - #7 05.05.2012 06:47 von
Die wirtschaftlichen und sozialen Probleme sind doch genau der Grund für dieserlei Gesetze. Und Putin ist nicht dumm. Er weiß genau, dass Russland nicht in der Lage ist, diese Probleme zu lösen. Also greift er auf eine Taktik zurück, die in der Vergangenheit immer bestens funktioniert hat. Immer, wenn es Russland (oder früher die UdssR) schlechtging, wurde ein Hassbild im Volk geschührt; und schon war es beschäftigt und abgelenkt von den wirklichen Problemen. Erst war es Afghanistan, dann Tscheschenien und jetzt sind halt mal zur Abwechslung die Homosexuellen dran. Russland hat aus der Vergangenheit nichts gelernt (wie auch, wenn ein Ex-KGB-Chef Präsident auf Lebenszeit werden will). Sie katapultieren sich nicht 100 Jahre zurück - sie sind nie weiter als bis vor 100 Jahren gekommen!
- #8 05.05.2012 14:10 von
Russland ist einfach noch nicht soweit,um dieses Thema als normal zu empfinden oder damit offen umgehen.Die ganze Gesellschaft ist Homophobe und nicht nur Putin und seine böse Partei,die dieses Gesetz durch die DUMA gebraucht hat(alle anderen parteien waren übregens auch fürs gesetz).
Die Gesellschaft hat in den 90er Anarchie erlebt und erst seit 10 Jahren leben sie einigermassen "normal",mit Stabilität und Wachstum,das Land ist wieder mächtig geworden und die Wirtschaft ist gewachsen,wenn man bedenkt,dass ende der 90er die Wirtschafts-Leistung etwa wie in Holland war.
Und wenn die Gesellschaft Schwulen-Demos nicht will,dann soll es ihr Recht sein. In USA musste der Sprecher von Mitt Romney gehen,weil er Schwul ist ..
Daher hat es nichts mit Putin zu tun,sondern mit der Gesellschaft.
So wird es suggeriert wenn Putin nicht da wäre,dann würde die Hälfte der Russen sich zu Schwulen bekennen und endlich alles ausleben. - #9 06.05.2012 17:00 von
Amüsante Argumente
Und wie wäre es mit Juden-Demos oder Migranten-Demos, dürften die dann auch verboten werden? Sie haben wohl noch nichts von universellen Menschenrechten gehört.
Es ist schon amüsant, mit welchen absurden Argumenten Homophobie von bestimmten Kreisen verteidigt wird. Da wird auf großen Plakaten für Zigaretten geworben, im Fernsehen laufen ständig gewaltverherrlichende Sendungen - das scheint alles die Jugend nicht zu gefährden, aber sich gegen Schwulenfeindlichkeit einzusetzen und darüber zu sprechen soll so schädlich für die russische Jugend sein, dass es verboten wird. Als wäre jemals jemand durch "Propaganda" homo- oder heterosexuell geworden. Einfach nur lächerlich, diese Spießer.
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