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St. Pauli vs. Hansa Rostock: Gefährliche Gefahrenabwehr

Abschreckung statt Dialog: Mit harten Maßnahmen versuchen DFB und Polizei, das Gewaltproblem in deutschen Stadien in den Griff zu bekommen. Dies führte sogar dazu, dass sich Fans des FC St. Pauli mit den verfeindeten Rostockern verbündeten. Doch der Frieden könnte am Sonntag vorbei sein.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...685479,00.html
  1. #20

    Antwort

    Zitat von f.renner Beitrag anzeigen

    Die wiederum würde e schlicht nicht geben, wenn die Deppen draußen bleiben und nur noch Zuschauer ins Stadion kommen, die sich wie normale Menschen benehmen. In anderen Sportarten gehts doch auch. Ich habe z.B. nach einer Leichtathletik-WM noch nie von randalierenden Horden gehört.
    Sie verkennen die Realität. Sie wollen ins Stadion gehen können, wie in einen Park. Da streunen tagsüber besoffene Jugendliche und Punks rum, die einen anpöbeln. Toll.

    Und eine Leichtathletik-WM mit Fußball zu vergleichen, ist Äpfel und Birnen... Fußball ist ein Volkssport. Und zeigt nunmal einen Querschnitt unserer Gesellschaft. Und viele Menschen steigern sich in ihren Emotionen deutlich mehr rein, als bei einem Leichtathletik-Wettkampf.

    Das, wovon Sie träumen, ist die perfekte Welt mit Menschen ohne Fehl und Tadel. Die wird es nie geben. Ach ja, und die Behauptung, dass die Polizei keine Sanktionen mehr verüben würde, ist Quatsch. Die Polizei hat ihre eigenen Interessen daran, dass es eben nicht so läuft, wie Sie es sich erträumen. Wer will schon nicht mehr gebraucht werden. Man sucht sich eben was aus und spielt es hoch. Terrorgefahr, Fußballfans, Rockerbanden.

    Es tut mir trotzdem leid, was den drei Enkeln (Ihre Kinder oder eben Neffen/Nichten) passiert ist. Wie gesagt, ich habe auch schon miterlebt, wie plötzlich 100 Leute auf einen Zug der Gästefans zugerannt sind und Ihn mit Steinen beworfen haben. Ich habe aber auch schon erlebt wie ein 10-Jähriger von einem Polizisten einen Schlagstock in den Bauch bekam.

    Sagen Sie mir einfach Bescheid, und wir gehen gemeinsam ins Stadion :) Ich befürchte aber, Sie sind kein Frankfurt-Fan. Wenn man sich auskennt, weiß man, welche Orte man "meidet", wo etwas passieren kann. Übrigens gabs aber in 17 Heimspielen meist nur in 2, 3 Heimspielen überhaupt irgendwelche ernsteren Vorfälle.
  2. #21

    Verursacherprinzip

    Zitat von f.renner Beitrag anzeigen
    Dieses Vorgehen nach dem Verursacherprinzip ist Bestandteil unserer Rechtsordnung und somit durch Gesetze abgedeckt.
    Verursacher sind einzelne Gewalttäter und nicht Vereine und die friedlichen Zuschauer. Entsprechend sind auch die Gewalttäter und nicht die Vereine zu bestrafen und zur Kasse zu bitten.
  3. #22

    erschreckende entwicklung!

    die personalmäßig angeblich so unterbesetzte polizei in der brd und den meisten anderen europäischen staaten, darf doch bitte niemals, angesichts der beunruhigenden kriminalitätsraten, auch nur eine sekunde ihrer zeit mit belange der pyrotechnik in stadien vergeuden. die polizei gehört dorthin, wo tatsächliche verbrechen passieren. mord, vergewaltigung, raub, schwere körperverletzungen etc. wieviele schüler klagen darüber IN DER SCHULE opfer von gewalt gewesen zu sein? über 50%! dort sollten sie eigentlich ungestört lernen können. wieso stehen sich dann keine hundertschaften von polizisten die beine an den schulen in den bauch. sind schulen weniger wichitg als fußballstadien?
    wir sind an einem punkt, an dem das abbrennen von fackeln schon als "ausschreitung" bezeichnet wird! gewalt beim fußball gibt es seit den 70er - 80er jahren nur hat es anfänglich keinen interessiert. heutzutage scheint es manchmal so, daß gewalt beim fußball das schlimmste gewaltproblem in unserer gesellschaft sei. richten wir unser augenmerk lieber auch menschen die sich gegen gewalt nicht schützen können. z.b. kinder die von ihren eltern geschlagen werden.
  4. #23

    .

    Zitat von Werner86 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich auskennt, weiß man, welche Orte man "meidet", wo etwas passieren kann.
    Und meistens sieht man auch rechtzeitig, wo es gleich ungemütlich wird. Schon klar, hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Allerdings gibt es die nirgendwo, wenn x-tausend Menschen, Alkohol und Emotionen zusammenkommen. "Merkwürdigerweise" zieht genau dieses Flair viele Leute an.
    Angesichts der Sicherheitsmaßnahmen und -diskussionen darf man sich fragen, wie wir in den Siebzigern eigentlich die Bundesligaspiele überlebt haben. Damals gab es in der Richtung nämlich so gut wie nichts von dem, was heute normal ist.

    Offensichtlich bewirken besonders die Maßnahmen, die Einschränkungen für Zuschauer mit sich bringen, wenig bis gar nichts. An Ärger, Schäden und Verletzungen im Zusammenhang mit Fußballspielen hat sich nämlich nicht viel geändert.

    Dafür hat der brave Arbeitnehmer aus Rostock, der nächstes WE einfach mal Lust bekommt, sich das Spiel in Hamburg anzugucken, dank dieser Maßnahmen schlechte Erfolgsaussichten.

    Das betrifft aber dann letztendlich nicht nur Paulis und Rostocker, sondern alle Fußballfans.

    Also Vorsicht mit Zustimmung zu personalisierten Eintrittskarten, Ausschluss von Gästefans und so weiter.

    Außer Nachteilen bringt das nichts.

    Wer Straftaten begeht, muss - Fußball hin oder her - entsprechend behandelt werden. Mit einer gewissen Gefährdung müssen und können wir leben. Wer die komplett ausschließen will, hat immer noch die Option, eben gar nicht zum Fußball zu gehen.
  5. #24

    Auf gehts

    Zitat von a2m Beitrag anzeigen
    die polizei gehört dorthin, wo tatsächliche verbrechen passieren... schwere körperverletzungen etc.
    Na dann ab ins Stadion.
  6. #25

    ...

    Zitat von f.renner Beitrag anzeigen
    Na dann ab ins Stadion.
    In Stadion, übrigens dort, wo die Vereine wirklich etwas ausrichten können, passiert so gut wie gar nix. Die meisten Gewalttaten gibt es auf den Wegen von und zum Stadion im öffentlichen Raum, Verantwortungsbereich der Polizei.
  7. #26

    @Werner86

    @Werner86: Vielen Dank für deine Beiträge! Man merkt direkt wer hier nur reflexartig der einseitigen Mediendarstellung hinterher hechelt (zumeist der im Sessel sitzende HIMMEL-Abokunde) oder wer seine Stadionerfahrung objektiv schildert.
    Ich kann mich deinen Schilderungen nur anschließen. Auch mir wird es übel wenn Bahnen der gegnerischen Fans mit Steinen beworfen werden (bei uns zuletzt im Spiel gegen den MSV Duisburg), die Polizei aber im gleichen Moment gegen unschuldige Frauen und Kinder mit Pfefferspray vorgeht (was leider nie in den Medien erwähnt wird und somit für den Sessel-Himmel-Abonnenten auch nicht existiert).

    Vielleicht schafft es der Erlebnisbericht eines ("normalen") Fans der Spvg. Greuther Fürth zum Spiel in 60 München mal ein wenig zum Nachdenken anzuregen: http://www.spvggfuerth.de/leserbrief.pdf
  8. #27

    xxx

    Da kann man sich als aufgeklärter Hamburger nur verwundert die Augen reiben wenn man liest, dass sich die verfeindeten Lager nun verbünden wollen.

    So einfach verwirft man die Ideale, die man als überzeugter Antifant hat, wenn es doch eigentlich Tradition ist, es den Nazis von FC Hansa Rostock wieder richtig zu zeigen?

    Schliesslich wird ein Feindbild gepflegt und was liegt da näher, als grundsätzlich alle Anhänger ostdeutscher Mannschaften als Nazipack zu verunglimpfen und so um das Verständnis breiter Schichten für die Prügelorgien zu werben.

    Jetzt, ohne Hansa Rostock Fans muss es ohne Vorbereitung direkt zur Konfrontation mit der Polizei gehen. Doch dann wird ein breiteres Publikum erfahren, welch Geistes Kind unsere gern regulativ auftretende Antifa wirklich ist: Randalierende Chaoten!
  9. #28

    Profaschist???

    Zitat von trendy_randy Beitrag anzeigen
    [...] Jetzt, ohne Hansa Rostock Fans muss es ohne Vorbereitung direkt zur Konfrontation mit der Polizei gehen. Doch dann wird ein breiteres Publikum erfahren, welch Geistes Kind unsere gern regulativ auftretende Antifa wirklich ist: Randalierende Chaoten!
    Ihre haarsträubenden Ansichten haben mit Fußball nichts zu tun. Auch der allerdümmste St. Pauli-Fan und Schanzenbewohner legt nicht sein eigenes Viertel in Schutt und Asche indem er dort Autos anzündet und die Fensterscheiben seines Zigarettenhändlers einschlägt.

    Eimsbüttler - Antifaschist und Inhaber einer Dauerkarte fürs Millerntor.
  10. #29

    Win-win-win

    Mein Vorschlag:

    1. Die Spiele der 1.-10. Liga in noch zu bauende Stadien
    in den deutschbesetzten (tschuldigung: befreiten!) Teil
    Afghanistans verlegen. Die Anreise würde Chaoten
    ziemlich schwierig werden. Und wenn doch was passiert:
    deren Städte sind doch eh schon kaputt.

    2. Chaoten die´s doch nach Afghanistan geschafft haben,
    bekommen auf Kosten von RTL2 scharfe Waffen (und
    Munition!) und dürfen damit nach Herzenslust rumtollen.
    Unnötig zu erwähnen, dass RTL2 das Ganze live
    überträgt, vergesst das Dschungelcamp, das wird viel
    besser! Das gibt dem Begriff Reality-TV eine völlig
    neue Bedeutung!

    Fazit: ganze Städe in Deutschland, ein neues TV-Format für
    RTL2 zum Schnäppchenpreis und schlussendlich hat
    sogar der Afghanistaneinsatz einen Sinn. Wäre das
    nicht was?


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