DPAWer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825136,00.html
Ranga Yogeshwar hat Recht!
Menschen die einen Verbrennungsmotor befeuern sind in der Regel schwer abhängige Junkies, die die Gesundheit ihrer Mitmenschen beeinträchtigen. Sogar Todesfälle nehmen die billigend in Kauf.
Solch kranke Kreaturen darf man nicht an die Wahlurnen lassen.
Diese Sendung hat ein konzeptionelles Problem: Sachlich unbedarfte Moderatoren, die mit viel Engagement, eine Diskussion genau dann abwürgen, wenn es interessant wird. Sowohl Jauch, wie auch Will vermitteln den Eindruck dabei, dass sie intellektuell nicht in der Lage sind, der Diskussion zu folgen, geschweige denn, sie zu steuern. Vielmehr halten sie sich an Kärtchen fest und hangeln sich von Einspieler zu Einspieler um die Sendezeit zu überstehen.
Das nächste Problem sind die vielen Prominenten aus Film, Sport und Boulevard, die allenfalls den typischen Zusachauer von Nachmittagstalksendungen anziehen und intellektuell ansprechen.
Weniger Gäste, bessere Gäste, ein Moderator, der sich auf das Moderieren beschränkt (d.h. maximal 5 % der Redezeit statt 25 %) und sonst inhaltlich die Klappe hält. Dann könnte man sowas wieder mal ansehen.
"Denn so lange Spritsparmodelle wie zum Beispiel der Lupo 3 L, der mit drei Litern Benzin auf Hundert Kilometern auskommt, Ladenhüter bleiben (auch darüber wird in der Runde gesprochen), stattdessen aber große SUV mit durstigen Motoren der Renner sind, ist der Sprit noch nicht teuer genug. Das aber traute sich bei Jauch niemand zu sagen."
Na gut zu wissen woher der Wind da weht. Ich schätze, bei Talkshowberichten ist die Vermischung von Nachricht und Meinung gestattet. Auch besser so, da weiß man, woran man ist.
Wenn bei diesen Fahrzeugen dann auch künstlich der Preis oben gehalten wird...
Wenn ich für das Geld eines 3 Liter Lupo auch ein "vollständiges" Fahrzeug bekomme, nehme ich dann doch lieber Zweiteres.
Aber wenn man am Sprit weniger verdient, muß ja wenigstens im Vorfeld bei der Anschaffung nochmal ordentlich abgezockt werden.
Warum subventioniert denn unsere ach so umweltbewusste Regierung nicht die Anschaffung solcher Fahrzeuge, anstatt ineffizienter Solaranlagen auf den Hausdächern?
Warum wrd bei dem Beispiel Lupe nie erwähnt, dass dieser wie der Audi A2 völlig überteuert war um das ersparte beim Tanken wieder reinzuhauen.
da wurde ein Technikträger verkauft, der Kunde sollte zahlen, und VW wurde hochgejubelt. Nur reiche Spinner konnten sich dieses Auto für damals 20000 DM Leisten, der normale Lupo kostete nur die Hälfte.
Heute ist die Autoindustrie schlauer:
Da werden Autos mit 3,5 Liter im Schnitt angeboten um den Flottenverbrauch z senken und den Co2 Ausstoß, aber nur auf dem Papier, da diese Auto bei jedem Test um 1/3 mehr verbrauchen. Da wird aber nicht dagegen vorgegangen, da ja die Deutsche Autoindustrie die heilige Kuh ist, obwohl durch diese Trinkereien dem Staat Steuer entgeht.
Zu der FDP mit dem 80.000 Kilometer Vertreter:
Es gibt in der heutigen Zeit kein Argument mehr pro Außendienst, da man dies auch mit modernen Kommunikationsmitteln erledigen könnte. und es muss kein großer Wagen mit 6 Zylindern sein, auch der Einstiegs 5er BMW mit 4 Zylindern täte es für 6 Liter Diesel auf hundert. Ein Golf war auch mal ein gefragter Dienstwagen früher.
Ich finde es irgendwie pervers, dass zwar aufgegriffen wird, wie wenig ein Tankstellenpächter am Sprit verdient, ansonsten aber gar nicht über die Benzinpreisbildung geredet wird. Der Löwenanteil der Kosten an Deutschland's Zapfsäulen jedenfalls wird verursacht durch die Summe von Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer:
Hier gibt's einen passenden Rechner für: Minerallsteuer & Minerallsteuerrechner
Der ist zwar nicht ganz aktuell, demonstriert aber recht gut den Anteil der Mineralölsteuer: 67% des Spritpreises sind durch die Steuer verursacht.
Anders ausgedrückt: ohne diese Steuer würde der Liter Super nicht 1,70 kosten, sondern 56 Cent.
Wo ist das Problem für den Staat, da regulatorisch einzugreifen und die Steuer zu senken?
Offenbar ist der Wille nicht da, den Autofahrer zu entlasten. Und damit ist die Debatte von vornherein verlogen: der Staat HAT die Mittel, aber sieht sich im Interessenkonflikt mit den Einnahmezielen. Also wird eigentlich Steuerpolitik auf Kosten der Autofahrer gemacht - und auf die Mineralölkonzerne wird geschimpft.
Liebe Regierung: Benzinpreisbindung? Überhaupt kein Problem. Die Preise z.B. über eine Woche stabil halten? Auch kein Problem. Dafür wurde u.a. AUCH die Mineralölsteuer mal eingeführt, die sollte regulatorischer Natur sein. Also nutzt die Möglichkeit aus?
Nein, daran besteht kein Interesse, richtig, liebe Bundesregierung?