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Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer

DPAWer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825136,00.html
  1. #70

    Spritpreis

    Zitat von pampura Beitrag anzeigen
    ...Personen die teuere SUVs Fahren sind in der Regel besserverdiener,
    für die ist der Sprit wohl noch nicht teuer genug.....

    aber wollen wir die mit den Normalverdienern gleichsetzen?
    In meiner Wohngegend (nur Mehrfamilienhäuser mit ganz normalen Leuten, keine Besserverdienende) stehen genügend teure Autos herum. Auch (oder gerade?) der Normalverdiener kauft nicht selten ein Auto, das so überhaupt nicht zum Geldbeutel passt. Kann ja jeder halten wie er will. Er soll mir aber nichts vorjammern.
  2. #71

    Mal ein Statement

    Was für eine unsinnige Debatte!
    Die Spritpreise interesssieren sich wohl relativ wenig dafür, welche Autos bevorzugt gefahren werden.
    Die Sportwagen und SUVs sind eher weniger an den hohen Spritpreisen schuld.
    Eigentlich schätze ich Herrn Yogeshwar sehr, aber was dieses Thema angeht, sollte er besser schweigen: Was sollen diese pauschalisierenden, vor Vorurteilen triefenden Bemerkungen über Autofahrer, die ihr Fahrzeug pflegen und für die es mehr als nur ein reines Fortbewegungsmittel von A nach B ist? Alle Menschen, die ihr Auto putzen ernähren sich also schlecht und haben einen dreckigen Kühlschrank?
    Kommt jemand mal auf die Idee, dass es auch vor allem der Werterhaltung des Fahrzeugs dient, wenn man es regelmäßig pflegt? Dass es vielen Menschen eine Freude bereitet, wenn das teuer bezahlte Auto in einem guten Zustand ist, dass man lieber in einem sauberen Auto fährt als in einem völlig verdreckten, heruntergekommenen? Was hat das alles eigentlich mit den Spritpreisen zu tun?
    Doch wieder die alte Neiddebatte unter dem Deckmantel einer Benzinpreisdiskussion?
    Es geht auch nicht um die Frage, ob jeder Autofahrer genau das Auto "braucht", dass er gerade fährt. Unbestritten, werden teure große und schwere SUVs eher selten wirklich "gebraucht". Aber wir leben in einem freien, demokratischen Land und jeder der es sich leisten kann hat das Recht das Auto zu kaufen, dass er möchte. Andererseits hat auch jeder selber die Verantwortung darüber, ob er ein umweltfreundliches Auto fahren möchte oder nicht. Aber kein Staat kann bestimmen, was der Mensch zu kaufen hat und was nicht.
    Diese Bärbel Höhn... "der STAAT muss aber...!" "Die Menschen sollen aber...!" und die pöse pöse Autoindustrie mit ihrer Werbung, der sich keiner entziehen kann (auch Yogeshwar springt auf diesen Zug auf)
    Ich blättere sehr viel in Fachzeitschriften für Automobile und es ist doch eher so, dass in den letzten Jahren sehr viel mit niedrigen Verbräuchen und Leichtbau geworben wird, selbst bei Sportwagen wird heute mit der Effizienz und dem relativ guten Verbrauch geworben, anstatt mit gutem Fahrwerk, starker Motor, etc. .
    Was momentan geschieht ist, dass man sich wieder gegen unsere Autoindustrie positioniert, sich auf sie einschießt, gegen sie hetzt, anstatt Leistungen anzuerkennen, froh und stolz über den besten Autostandort der Welt zu sein. BMW baut beispielsweise mit die besten Dieselmotoren der Welt, dynamische und agile Motoren mit sehr niedrigen Verbräuchen. Debatte? Es wird immer rumgemeckert, die deutsche Autoindustrie hätte den Anschluss an die Elektromobilität verloren, man müsse sich ein Beispiel an den Japanern nehmen.
    Wer sagt denn wirklich, dass darin die Zukunft liegt? Momentan ist es nur Augenwischerei, der hochgelobte Ampera von Opel hat durch seinen zusätzlichen Verbrennungsmotor (range extender) und durch seinen kurze Elektroreichweite einen (in der Praxis!) höheren Spritverbrauch als viele moderne, effiziente Autos mit reinem Verbrennungsmotor. Aktionismus, Imageträger.
    Mir fehlen in diesen Debatten wie bei Jauch gestern die wirklichen Autoexperten, Leute die mal etwas mit Sachverstand und Inhalt beitragen können und nicht laufen Leute wie Yogeshwar oder die dicke Grüne, die mit Halbwahrheiten nur Stimmung machen und überhaupt nicht im Thema drin sind, sondern von ihrem Elfenbeinturm der Wissenschaft (Yogeshwar) oder der Politik (Höhn) Weisheiten verbreiten, die sich alle nett anhören, bei denen aber oft wichtige Punkte verschwiegen werden.
  3. #72

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hirsch erwirtschaftete in seiner Zeit als Pächter einen Gewinn von 66.000 Euro pro Jahr mit Benzin - die Pacht für seine Tankstelle belief sich dabei auf 120.000 Euro pro Jahr.
    Tatsächlich? Also 186.000 EUR Umsatz gemacht? Oder (darauf läßt der Satzbau schließen) will uns der Autor hier etwa sagen, dass der Herr Hirsch mit Benzin 66.000 EUR Deckungsbeitrag erwirtschaftet hat?

    Wie auch immer, vielleicht bin ich damit ja altmodisch, aber ich erwarte mir von einem (selbsternannten) Qualitätsmedium wie dem Spiegel doch, dass seine Journalisten in der Lage sind, halbwegs verständlich und richtig zu schreiben.
  4. #73

    rationiert

    Zitat von dynamitharry Beitrag anzeigen
    Denn in naher Zukunft wird der Kraftstoff rationiert werden müssen.
    Könnten Sie dazu ein konkretes Datum nennen? Das wär auch praktisch, weil ich dann in naher Zukunft, nachdem Ihre Vorhersage eingetreten ist, noch viel mehr auf Ihre prophetischen Gaben vertrauen kann als bisher.
  5. #74

    Raserwahn....

    ...solange es steuerlich begünstigte Dienstwagen gibt, solange es kein Tempo 100 auf Autobahnen (das eben nicht zu Staus sondern genau im Gegenteil zu freier Fahrt führt), solange der Endverbraucher beim Fahren drauf drückt wie verrückt (erlebe ich jeden Tag auf Autobahn, Bundesstraße und anschließend im Stadtverkehr von Ampel zu Ampel)...solange ist die Sprit-Jammerei hausgemacht. Wenn ich auf der A66 morgens gen Frankfurt fahre und bei erlaubten Tempo 100 ungefähr 3/4 aller Automobilisten mit geschätzten 140-180 an mir vorbeizischen kann es noch nicht so schlimm sein mit dem Spritrpreis...leider ist auch die Automobilindustrie Schuld...immer wieder den Lupo 3 L als Beispiel anzuführen ist hirnlos...der Lupo 3 L war ein Kleinstwagen ohne Ladefläche für "bequem" höchstens 2 Personen...sowas ist kein Bespiel für ein Familien- oder Transportauto oder ein Auto für lange Strecken. Ich fahre einen Kombi, der leider immer noch soviel verbraucht wie das Vorgängermodell...bei gleicher Motorleistung/Hubraum/Gewicht....also null Fortschritt...und das ist wohl auch so gewollt....die Käufer müssen Spritsparmodelle fordern...und das tun sie nicht weil die Raseritis ein Virus ist gegen den kein Kraut gewachsen ist.
  6. #75

    Spritpreis und Märchenstunde

    Zitat von Andreas-Schindler Beitrag anzeigen
    Die Dinger Verbrauchen nur wenig mehr als Kleinwagen in der Stadt oder Autobahn. Nur wenn man das mehr an Leistung Abruft steigt auch der Verbrauch.

    Sie wollen jetzt doch nicht ernsthaft behaupten, ein VW-Tuareg, Porsche Cheyenne oder sonstiges in dieser Liga verbraucht in der Stadt annähernd genauso viel wie ein Kleinwagen. Geht’s noch?
  7. #76

    ich hätte da mal einen anderen Vorschlag -

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen
    Zitat: „...und wettet, dass die Bundesbürger ihre Autos öfter reinigen als ihren Kühlschrank. Das mag sein, nur was, bitte schön, hat das noch mit dem Benzinpreis zu tun?...“
    Sehr viel sogar. Des Deutschen liebstes Kind ist nun mal das Auto. Da werden Unsummen für Fahrzeuge ausgegeben, die vielfach zu groß und zu übermotorisiert für den persönlichen .....
    warum werden eigentlich Taxis und 100.000e meistens unbesetzte Fahrzeuge des ÖMV geduldet ? Warum werden die nicht alle abgeschafft ? Oder die Polizei ? Die kann Fahrradfahren und Reiten.
    Oder alle Dienstfahrzeuge des öffentlichen Dienstes und der Verwaltungen ? Ich glaube, dass eigentlich NUR der kleine PRIVATFAHRER die gesamte Steuerlast trägt - und das ist der allergrößte BEschiss.
  8. #77

    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Bei einem Arbeitsweg von 50km am Tag verfährt Hans M. ca 4l Sprit. Das Arbeitsjahr hat ca 230 Arbeitstage (21 x 12 - 22), d.h. Hand muss mit einem Spritverbrauch von 920l allein für die Fahrerei rechnen.

    ...

    Kurzum: Hans M. hat 92 Euro weniger Geld in der Tasche, seine Kaufkraft sinkt um jenen Betrag.

    ...

    4 von 12 Nettomonatsgehältern landen bei Hans M. im Auto.
    Es gibt eben kein Grundrecht auf Bequemlichkeit ... wenn Hans M. (würde ich gerne 'mal kennenlernen) es wert ist, für seine (!) Bequemlichkeit vier Netto-Monatsgekälter p.a. 'rauszublasen, ist das seine (!) freie Entscheidung ...
  9. #78

    !!!

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... der lernt nämlich zu anfang des 1. semesters, dass sich der preis einer ware aus nichts anderem als dem wechselspiel von angebot und nachfrage bestimmt. Nein, bevor dieses argument gebracht wird: Nicht durch die kosten!

    Hohe nachfrage = hoher preis. Das ist hier aber nicht nur auf deutschland angewandt zu sehen, dieser markt ist global.
    Sie reden hier von Preis und Nachfrage.....und der Staat langt am Preis bis zu 80% zu
  10. #79

    Spritpreis und Zukunft

    Zitat von irgendwer_bln Beitrag anzeigen
    ...Aber die Medaille hat auch eine zweite Seite.
    Das Öl wird n paar Jahre nach 2050 alle sein. Ich meine weg, restlos erschöpft, aus der Erde gesaugt. Und dann???
    Und der Witz ist: Es wird nicht nur Benzin aus Erdöl hergestellt. Insofern berauben wir uns zur Zeit nicht nur unserer künftigen Mobilität








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