DPAWer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825136,00.html
und bitte Sie um eine mitteilung, warum Sie meinen beitrag nicht übernommen haben? ich kann mir nicht vorstellen, daß ich gegen eine regel verstoßen habe. falls Sie nicht glauben, daß mein deutsches auto, 5-sitzer, 5-türer sich 1992 mit 3,5l im durchschnitt fahren ließ, dann haben Sie keine ahnung vom autofahren, aber das ist das hauptproblem bei den meisten, da wären Sie nicht alleine. also bitte eine email und eine erklärung was zu meinem ausschluß geführt hat.
Sie fragen, wer denn "die Schuld" an den explodierenden Spritpreisen trage, wer denn "die Verantwortlichen" dafür seien?!
Die Schuldfrage, das darf man wohl unwidersprochen behaupten, gehört zu den Lieblingsfragen der Menschheit - und warum sollte (gerade deshalb) die Plappernde Kaste darum einen Bogen machen, verdient sie sich doch ihre Alimentierung auch von seiten der "neuen Herrscher" (Jean Ziegler 2005) seit undenklichen Zeiten mit dem Auf- und Abwerfen "der Schuldfrage".
Wenn schon im Pater noster dem Gläubigen das schlechte Gewissen auch mit der Bitte "vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern" eingeimpft wird, dann ahnt man, welche Kraft im Vorwurf liegt, auf dem jede Schuld ja beruhen muss: eine riesige.
Dies erklärt die Führungsposition des Schuldvorwurfs in den zwischenmenschlichen Beziehungen, die ihren schärfsten Ausdruck in der bösartigen Unterstellung findet, gegen die der Laie sich in seiner ganzen erbärmlichen Ohnmacht und Hilflosigkeit vergeblich zu wehren sucht.
Nicht so allerdings der Profi, der den Umgang mit Vorwürfen gelernt hat, gibt es doch eine Reihe von Reaktionsalternativen zum normalen Muster der "beleidigten Leberwurst."
Die ganze Crux der auf Interviews basierenden Medienformate - und hier insbesondere die der sich politisch gebärdenden Talk-Shows - besteht für mich darin, dass nach "Schuldigen" einer Misere und nicht nach ihren "Verursachern" gesucht wird.
Statt sich also mit den "normalen" Interessen eines Wirtschaftszweigs und seines sich daran anhängenden und ihn instrumentalisierenden Schmarotzers - ich spreche von der Montanindustrie und dem raffenden Kapital - so auseinander zu setzen, dass die Normalität der Ausbeutung jedem Mitdenker einsichtig würde, wird die Sendezeit dazu missbraucht, mit dem Werfen von Nebelkerzen, der Flucht ins Vulgärpsychologische ("die Gier der Manager"), dem Provozieren von albernen (aber als Unterhaltung interpretierten) Streitereien etc. beim Zuschauer (w/m) das dominante Gefühl der persönlichen Ohnmacht zu vertiefen!
Statt die Resignation zu vertiefen - über 80% der Erwachsenen in Deutschland wissen oder ahnen immerhin, das die Ursache unseres auf Pump basierenden Wachstumsmodells mit eingebauter Enteignung die dominanten finanzkapitalistischen Strukturen sind - sollten sich die aus Steuergeldern alimentierten Parteien und Rundfunkanstalten des zielführenden Grundgesetzartikels 21 erinnern, und unter Mitwirkung "bei der Willensbildung des Volkes" nicht die Entmannung desselben, sondern im Gegenteil: seine Qualifizierung / Ausbildung zur Ausübung der Staatsgewalt verstehen und praktizieren!
Doch dazu bräuchte es allerdings "Männer und Frauen, die führen können" (Franz Müntefering) - und nicht länger mehr jene Männer und Frauen, die über die Ursachen der Krisen hinwegmoderieren, indem sie tagtäglich die uralte Masche des Priestertrugs reanimieren: die absolut vergebliche - und deshalb so profitable - "Suche nach dem Schuldigen"!
Diese These ist unsinnig. Selbst bei längeren Strecken ist der Zeitgewinn marginal. Ich weiß wovon ich spreche, habe selbst seit Jahren ein Fahrzeug, dessen 250 Pferdchen gefüttert werden wollen. Anfangs genoß ich die Motorisierung, jagte über Autobahnen....bis ich den Smart meiner Frau nutzen musste und feststellte, dass die Zeitersparnis bei Schnellfahren marginal ist, das Sicherheitsrisiko indes steigt und man erheblich gestresst ist.
rechneten kluge Köpfe einmal aus, dass ein Durchschnittsverdiener ein Sechstel seiner gesamten Lebensarbeitszeit NUR dafür arbeitete, dass er ein Auto besitzen und damit protzen bzw. seiner Bequemlichkeit frönen durfte.
Anhand eines glatten Beispiels: Ein Arbeiter, der 42 Jahre lang arbeitete, arbeitete 7 (sieben) Jahre lang - von morgens bis abends und von Montag bis Freitag - NUR für seine stinkende, krachmachende, landschafts- und städtezerstörende, menschenverstümmelnde Imponiermaschine.
Mit Sicherheit ist das heutige Verhältnis noch schlechter geworden.
Autofahren hat weder etwas zu tun mit Intelligenz noch mit psychischer Gesundheit.
Leider ist das Einzige, was die meisten Menschen vom Autofahren abbringen kann, finanzieller Druck.
Nur weiter so!
Liebe Mitforisten,
auch ich fahre gerne Auto, gerne auch schnelle Autos.
Und es ist ein leichtes, das Lied der gierigen Regierung und Mineralölkonzern zu singen.
Aber die Medaille hat auch eine zweite Seite.
Das Öl wird n paar Jahre nach 2050 alle sein. Ich meine weg, restlos erschöpft, aus der Erde gesaugt. Und dann???
Wir brauchen Technologien, welche unabhängig von fossilen Brennstoffen sind. Aber erst wenn die entsprechenden Machtträger kein Geld mehr mit Öl verdienen können (ich schätze so 2050), wird man Technologien fördern oder sogar freigeben, welche ohne Öl auskommen.
Und bis es soweit ist, herscht das Marktprinzip:
Je weniger Öl / Ölprodukte es gibt, desto teurer werden sie.
Bleibt aber immer noch die tägliche SUV-Parade der Frauen vor den Dorfschulen und Sportvereinen. Mit einem Kleinwagen kann man sich da nicht blicken lassen.
Wäre auch zu unsicher für die Kinder. Der SUV-Verkehr hat gerade zu diesen Zeiten dramatisch zugenommen. Die 500m sind für die Kinder nicht mehr gefahrlos zu bewältigen.;-)